Reha und Antrag auf EM-Rente

von
paolo

Ich bin seit langem AU und erhalte KG.

Mein Arzt empfiehlt mir einen Reha-antrag zu stellen, und ich denke, ich sollte auch einen Antrag auf EM-Rente stellen.
Was sollte ich da zuerst tun?

Wird mich die DRV "automatisch" zur Reha schicken, wenn ich einen Antrag auf EM-Rente stelle?

Oder sollte ich den Reha-Antrag stellen-und den EM-Antrag dann waehrend der Reha?

von
Schade

Und wer im Forum sollte das beantworten können?

Ob eine Reha Ihnen was bringt, oder nichts, ob Sie ne Chance auf die Rente haben oder nicht, wer soll das wissen?

Oder stellen Sie die Frage aus taktischen Gründen um vielleicht Zeit zu gewinnen?

Der RV Träger kann jedem Rentenantrag auf EM eine Reha vorschieben, wenn die Reha die Rente vielleicht verhindern kann - aber wer weiß, was mit Ihnen passiert?

Während der Reha den Rentenantrag zu stellen, bringt gar nicht viel, weil der Rehaantrag eh zum Rentenantrag umgedeutet wird, wenn der Schlußbericht entsprechend ausfällt.

von
Kutcher

Das können Sie machen wie Sie wollen.

Wenn Sie gleich die EM-Rente beantragen, könnte die RV Sie durchaus dann zur Reha schicken. Auch könnte eine Begutachtung anberaumt werdem um ueber ihren Antrag entscheiden zu können.

Nach irgend etwas muss die RV ja entscheiden können...und Befundberichte oder Atteste der eigenen behandelnden Ärzte sind nicht
unbedingt massgebend.

Umgekehrt würde wenn zuerst eine Reha absolviert wird, dann wenn dort Erwerbsminderung bei ihnen festgestellt würde, sowieso automatisch aus diesem Rehaantrag dann ein EM-Antrag.

Und die Chance dann daraufhin auch eine EM-Rente zu bekommen sind - wenn die Reha bei ihnen eine EM ergibt -, erheblich besser !

Rehaberichte sind massgebend bis entscheidend für die Zuerkennung einer EM-Rente.

von
paolo

Zuerst ein Dankeschön an "Kutcher" für die Antwort!

Ich bin froh, dass es so ein hilfreiches Forum gibt-frage mich aber , wieso " Experten "wie " Schade" sich daran beteiligen, der nicht nur bei meiner jetzigen Frage unterstellend und schroff reagiert und ansonsten in fast allen seinen Antworten einfach darauf verweist, dass " die Frage nicht in dieses Forum gehört" .

Experten-Antwort

Bei der gesetzlichen Rentenversicherung gilt der Grundsatz "Reha vor Rente".
Da Ihr Arzt Ihnen bereits geraten hat, einen Reha-Antrag zu stellen, ist davon auszugehen, dass er sich durch die Rehabilitation eine Verbesserung Ihrer Erwerbsfähigkeit erhofft.
Dies prüft der Rentenversicherungsträger nach Eingang des Reha-Antrags.
Sollten die Voraussetzungen für eine Leistung zur medizinischen Rehabilitation vorliegen, ergeht ein entsprechender Bewilligungsbescheid.
Nach Abschluss der Rehabilitation prüft die Deutsche Rentenversicherung anhand des Entlassungsberichtes, ob der Reha-Antrag in einen Rentenantrag umzudeuten ist. Gegebenenfalls werden Sie zur Rentenantragstellung aufgefordert.
Sofern bereits bei der Reha-Antragstellung festgestellt werden sollte, dass Ihre Erwerbsfähigkeit durch eine Rehabilitation nicht wieder hergestellt werden kann, wird von Amts wegen geprüft, ob die Voraussetzungen für eine Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit gegeben sind. Auch hier werden Sie von der Deutschen Rentenversicherung zur Rentenantragstellung aufgefordert.