Reha und Medikamente bei chronischer Erkrankung

von
martin

Ich habe zwei chronische Erkrankungen und gehe kommende Woche in eine Therapie, die 16 Wochen seitens der Deutschen Rentenversicherung genehmigt wurde. Seitens der Rehaeinrichtung wurde darauf hingewiesen, falls chronische Erkrankungen vorliegen hier genügend Medikamente für den Zeitraum mitzubringen. Auch dieses wurde seitens BfA bestätigt. Nun weigern sich meine Fachärzte hier für diesen Zeitraum das/die Medikamente zu verschreiben und weisen daraufhin, das können und müßten Ärzte vor Ort bei der Einrichtung ausführen.
Ich stehe hier regelrecht "zwischen den Stühlen". Keiner will verschreiben, weder die Fachärzte hier, noch die Rehaeinrichtung oder BfA.
Was kann ich machen?

von
Jürgen

Ich an ihrer Stelle würde mir einen Termin beim Chef/Chefin der örtlichen BfA geben lassen. Da es sich hier um Kosten handelt, ist m.E. die verordnende Stelle zuständig.
Viel Erfolg. Gruß

von
Überweisungsschein

Hallo,

lassen Sie sich eine Überweisung zu einem Allgemeinmediziner ausstellen und vergessen Sie Ihre KK-Karte nicht. Zu dem gehen Sie und der verschreibt Ihnen, was Sie brauchen oder schickt Sie zum Facharzt.

von
martin

Da wird knapp - muss Montag dort in der Einrichtung sein.
Aber wer zahlt den in der Regel?
Wenn es eine Regelung evtl. gibt denn ich bin ja nicht der erste Patient, der solch Situation hat.

von
ichweissauchnochwas

Nehmen Sie die Medikamente mit, die Sie haben, bzw. die Menge, die der Arzt zuhause verschreibt.
Alles andere wird Ihnen vor Ort gegeben, wenn es benötigt wird.
War bei mir jedenfalls so!
Man sollte sich im Vorfeld nicht so viele Gedanken machen - es löst sich alles irgendwie dann sowieso. :-))

von
Eztnan

Aus welchen Grund verweigern ihnen ihre Ärzte die Medikamente für die Zeit der Reha zu verschreiben ?

Um welche Fachrichtung handelt es sich bei der Rehaklinik in die Sie gehen ?

Handelt es sich eventuell um
Medikamente die missbräuchlich benutzt weden könnten ?

Dann wäre es natürlich mehr als verständlich, das diese ihnen nicht " auf Vorrat " verschrieben werden und schon gar nicht für so eine lange Zerit von 4 Monaten.

Wenn man nicht weiss um welche chronischen Erkrankungen und Medikamente es hier im Einzelfall geht, kann man ihre Frage nicht beantworten.

von
Kollektor

Die Erklärung ist einfach: Die Ärzte haben ein beschränktes Budget. Einfach nach einem Privatrezept fragen - soviel sollte einem die Gesundheit schon wert sein.

von
Jack

Ein Privatrezept für jemanden, der an zwei chronischen Erkrankungen leidet und finanziell gebeutelt sein dürfte.
Ratschläge geben die Leute hier...

Experten-Antwort

Hallo Martin,

Ihre Problemstellung werden wir in diesem Forum nicht lösen können, da es sich um eine sehr spezielle Frage im Rahmen einer Einzelfallentscheidung handelt. Es kommt u.a. auf das Medikament in Verbindung mit Ihrer/Ihren Erkrankungen an. Wir empfehlen daher eine individulle Klärung mit Ihrem Rehabilationsträger, vermutlich der Deutschen Rentenversicherung Bund (vormals BfA).

von
martin

@User Kollektor:
was ist denn das bitte für eine Antwort. Ich schildere mal kurz meine jetzige, soziale Situation: seit 3 Jahren erkrankt. 60% Schwerbehindert. Kein Hartz IV und Wohngeld. Darf von Einkünften meiner Mutter die €500 mir monatlich gibt und einer großzügigen Rente von meiner Frau "leben"..und da sagen Sie: Privatrezept? Ich gebe Ihnen meine Kontonummer, wo Sie bitte dann die teuren medikamente die ja dann auf Privatrezept kommen bezahlen dürfen. Im übrigen mal "so nebenbei": ich habe eine PnP und vier Darm-OP´s gehabt.... sage nur: wenn ich Gesund wäre, würde ich alles dafür geben!

von
Martin

@User Eztnan:
es handelt sich um eine nicht mehr heilbare Nervenkrankeit in beiden Beinen. Ich bekomme seit zwei jahren Gabapentin -800mg. Dann benötige ich Verbände (haftende Wundverbände aus Polyurethanschaum mit Silikon-Gel Beschichtung), die alle 2 Tage aufgrund der Darm-OP`s im Dezember 2010 in einer Fachklinik gewechselt werden müssen. Begründung: habe noch 2DM großes Loch im Bauch, wo ein künstlicher Ausgang gelegt werden sollte.
Es schiebt jede Einrichtung die Verantwortung auf die andere.
Die Fachklinik auf den Hausarzt, der wieder zurück. Die BfA sagt: das muss der behandelnde Arzt(hier Fachklinik) zahlen. So dreht man sich im Kreis unseres Gesundheitssystems....es halt wie bei der Geschichte vom Hauptmann von Köpenick.

von
Kollektor

Sorry, war wirklich unüberlegt und eine Antwort an Eztnan der den Grund nicht wirklich erkannt hat und gleich Medikamentenmissbrauch u.ä. vermutete. Werde mich in Zukunft vorsichtiger ausdrücken. Ihnen wünsche ich eine gute Besserung in der Reha.
Bin übrigens selbst 70 % schwerbehindert mit Merkmal "G" ( gehbehindert ) aber neben der Rente noch selbständig tätig und manchmal verliert man dann den Bezug zu Leuten mit angespannten finanziellen Verhältnissen. Werde mich versuchen zu bessern.