Reha was danach

von
Renekr82

Hallo, ich habe demnächst eine dreiwöchige Reha. Diese ist ambulant. Es geht hierbei um die HWS. Aufgrund einer verschlissenenen Bandscheibe sowie einem Knochensporn ist die Beweglichkeit oft stark eingeschränkt. Auch schiebt sich der Wirbel manchmal seitlich etwas aus der Bahn. Lässt sich meist wieder einrenken.

Jetzt will man auf der Reha versuchen das wieder hin zu bekommen. Leider kann ich kaum noch über Kopf arbeiten machen oder sonstige Sachen mit dem linken Arm, da dieser sofort anfängt zu "brennen". Arbeiten in Zwangslagen je nach Kopf halten führen zu schmerzen in den Armen sowie Kopfschmerzen.

Was passiert wenn man auf der Reha das nicht wieder hin bekommt? Was ist der nächste Schritt.

Gruß

Experten-Antwort

Hallo Renekr82,
sollte nach dem Ende der Reha festgestellt werden, dass Ihre Erwerbsfähigkeit (weiterhin) erheblich gemindert ist, dann wird der Rentenversicherungsträger Sie über die Möglichkeit einer Rentenantragstellung informieren. Sie können natürlich auch von sich aus den Rentenantrag stellen, wenn Sie nach der Reha der Meinung sind, dass Sie nicht mehr 6 Stunden am Tag (= teilweise Erwerbsminderung) oder nicht mehr 3 Stunden am Tag (= volle Erwerbsminderung) arbeiten können. Eventuell kommt auch eine Umschulung in einen anderen Beruf in Frage oder andere Leistungen der beruflichen Rehabilitation (Hilfsmittel etc.)

von
=//=

Ich kann eigentlich nicht nachvollziehen, dass Sie sich jetzt schon Gedanken darüber machen, was NACH der Reha ist.

Konzentrieren Sie sich doch zunächst mal auf die Reha-Maßnahme.

von
Renekr82

Hallo, ich bin gelernter KFZ Mechaniker. Arbeite aber nicht in diesem Beruf. Überkopfarbeiten wie man sie als Mechaniker oft ausführt sind mit starken Kopfschmerzen und brennen in Armen und Schultern verbunden.
Leider habe ich einen finanziellen hohen Druck, eigene Immobilie. Diese möchte ich auch halten. Ansonsten hätte ich mir schon selbst einen einfacheren Job mit weniger Bezahlung gesucht um meinen Körper zu schonen, leider unter den Umständen nicht möglich. derzeitige Tätigkeit ist im Bergbau. Ich könnte mir nicht vorstellen für 1000€ brutto irgendwo Papierflieger beruflich zubauen. Eine Familie steht auch dahinter, ein finanzieller Absturz bringt die Insolvenz und stört darüber hinaus das eh derzeit angespannte Familiäre Verhältnis.
Mein der zeitiges 4 Schichtsystem verschlimmert mein HWS Problem da ich immer sehr verspannt dadurch bin, in der Nachtschichtwoche geht bei mir gar nichts da ich unausgeglichen und verspannt bin.
erschwerend kommt auch hinzu das ich einen befristeten Arbeitsvertrag habe und somit nicht darauf hoffen kann das mein Arbeitgeber mich fest einstellt wenn ich Krank werde.
Wie soll man so sein Leben gestalten, ich bin 31 Jahre alt und habe 3 Kinder und Frau. Gruß

von
=//=

Gut, ich kann ja verstehen, dass Sie sich Sorgen machen.

Aber trotzdem: nehmen Sie doch jetzt erst einmal an der Rerha teil! Vielleicht KANN Ihnen ja geholfen werden und Sie können wieder in einem anderen Beruf arbeiten. Da Sie noch so jung sind, gibt es doch auch anschließend einige Möglichkeiten: Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben. Evtl. auch eine Umschulung auf einen anderen Beruf.

Berufsschutz haben Sie halt leider nicht, da Sie nach dem 1.1.1961 geboren sind. Sie können demnach auf sämtliche Berufe auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt verwiesen werden. Also mit einer Rente würde ich an Ihrer Stelle nicht rechnen.

Nochmal: Warten Sie das Ergebnis der Reha ab, stellen Sie ggfls. einen Antrag auf LTA (wenn dies nicht schon von der Klinik befürwortet wird), dann können Sie weiter entscheiden. Es nützt Ihnen jetzt nichts, wenn Sie sich vorher verrückt machen.

Ist nur ein gut gemeinter Rat.