Rehaantrag

von
Geisel

Hallo,
ich habe einige Fragen zu meinem Rehaantrag:

1. Ist es sinnvoll in den Antrag zu schreiben warum man eine stationäre Reha machen möchte und nicht ambulant?

2. Soll ich bei dem Punkt andere Gesundheitsstörungen auch Allergien mit angeben?

3. Bei der Frage der Arbeitsunfähigkeit steht wegen. Schreibe ich dort die Diagnosen, die ich vereinzelt nicht mehr genau weiss oder müssen die Beschwerden aufgeführt werden?

4. Bekomme ich eine Reha, wenn ich noch arbeiten gehe und auch noch keine ambulante Therapie mache?

5. Sollte ich mehrere Kliniken als Wunsch angeben und auch Kliniken benennen, in die ich nicht möchte?

Viele Fragen, aber ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Danke.

von
Sozialrechtler

Zitiert von: Geisel

Hallo,
ich habe einige Fragen zu meinem Rehaantrag:

1. Ist es sinnvoll in den Antrag zu schreiben warum man eine stationäre Reha machen möchte und nicht ambulant?

2. Soll ich bei dem Punkt andere Gesundheitsstörungen auch Allergien mit angeben?

3. Bei der Frage der Arbeitsunfähigkeit steht wegen. Schreibe ich dort die Diagnosen, die ich vereinzelt nicht mehr genau weiss oder müssen die Beschwerden aufgeführt werden?

4. Bekomme ich eine Reha, wenn ich noch arbeiten gehe und auch noch keine ambulante Therapie mache?

5. Sollte ich mehrere Kliniken als Wunsch angeben und auch Kliniken benennen, in die ich nicht möchte?

Viele Fragen, aber ich hoffe, dass mir jemand weiterhelfen kann. Danke.

Ihr behandelnder Arzt wird Ihnen sagen können, ob eine Reha zur Erhaltung bzw. Besserung Ihrer Erwerbsfähigkeit medizinisch notwendig ist. Arbeitsunfähigkeit ist keine Voraussetzung zur Bewilligung einer Reahabilitation.

Wenn der Arzt JA sagt, stellen Sie einen Antrag und erlauben Ihrem behandelnden Arzt dem SMD der DRV einen Befundbericht zuzusenden. Selbst müssen Sie gar nichts zu Ihren Erkrankungen angeben. Eine Ihnen genannte Diagnose ist Schall und Rauch. Mehr nicht.

Achten Sie darauf, dass Sie im Antragsformular schriftlich festhalten, dass Sie von Ihrem Widerspruchsrecht nach § 76 SGB X Gebrauch machen.

Die vorformulierte Schweigepflichtentbindungserklärung streichen Sie durch und erstzen sie durch:

Ich erlaube meinem behandelnden Arzt dem SMD der DRV xy (Bund, Nord oder ...) einen Befundbericht auf Anfrage zuzusenden."

Der SMD wird dann zu entscheiden haben, ob Gutachten oder nicht. Wenn Gutachten, dann haben Sie in der Regel die Wahl unter drei wohnortnahen Gutachtern.

Damit sind Sie in jedem Fall auf der sicheren Seite.

Selbstverständlich können Sie Wünsche hinsichtlich der Kliniken äußern, in die Sie möchten und natürlich auch, in Sie nicht möchten.

Ich bin derzeit seit Freitag in meiner Wunsch-Klinik und fühle mich sauwohl nach dem Anfangsstreß mit dem 1. Arzt.

Reha ist allerdings kein Zuckerschlecken. Das ist harte und schmerzhafte Arbeit und kein Wellnessurlaub.

von Experte/in Experten-Antwort

Guten Tag "Geisel",

zunächst einmal möchte ich Sie bitten, auf die Ratschläge von "Sozialrechtler" nicht zu hören. Wenn Sie das Forum verfolgen, sehen Sie, dass "Sozialrechtler" - insbesondere im Hinblick auf den Datenschutz - einen ungerechtfertigten "Feldzug" gegen die Sozialleistungssträger führt und nur zu gern Dritte (wie Sie) mit in sein Spiel hineinzieht. Durch die Schweigepflichtentbindung auf Seite 6 des Reha-Antrages (G100) ermöglichen Sie es Ihrem Rentenversicherungsträger alle notwendigen medizinischen Unterlagen von Ihren Ärzten einzuholen. Bei der Vorgehensweise von "Sozialrechtler" müssten wir alle ärztlichen Unterlagen über Sie bei den Ärzten anfordern. Sie können sich vielleicht vorstellen, wie das die Ermittlungen in zeitlicher Hinsicht belasten würde. Ein wenig mehr Vertrauen sollten Sie schon in Ihren Rentenversicherungsträger setzen.

Nun zu Ihren Fragen:

Frage 1:
Unter der Rubrik 1 im G100 kreuzen Sie unter "Leistungen zur medizinischen Rehabilitation" das Kästchen "stätionär" an. Eine ausführliche Begründung warum "stationär" und nicht "ganztägig ambulant" ist nicht erforderlich.
In einigen Fällen ist es sinnvoller eine "ganztägig ambulante" Leistung durchzuführen und nicht eine "stationäre", auch dann, wenn der Versicherte eine stationäre Leistung beantragt hat. Sollte dies bei Ihnen der Fall sein, so wird Ihnen eine ganztägig ambulante Rehabilitation bewilligt. Im Rahmen des Widerspruchs können Sie dann immer noch begründen, warum Sie keine ganztägig ambulante Rehabilitation wünschen. Natürlich sind dann entsprechende Gründe Ihrerseits anzuführen. Das muss aber nicht unbedingt im Vorfeld schon erfolgen. Warten Sie es einfach ab!!!

Frage 2:
An Ihrer Stelle würde ich Allergien auf jeden Fall mit angeben. Allergien können die Gesundheit wesentlich beeinträchtigen. Je nach Allergie, könnte auch der Standort der für Sie ausgesuchten Reha-Klinik entscheidend sein (z.B. wäre vielleicht Seeklima für Sie von Vorteil, etc.). Außerdem behandeln alle Reha-Kliniken nicht nur eine Indikation. Folglich bestünde ggf. die Möglichkeit eine Klinik auszusuchen, in der Ihre Allergieerkrankung mitbehandelt wird.
Hier ist Offenheit zum Wohle der eigenen Gesundheit sicherlich angezeigt.

Frage 3:
Es reicht aus, wenn Sie kurze Angaben (z.B. Grippe, Unterarmbruch, Magen-Darm-Erkrankung, Rückenschmerzen usw.) angeben. Wenn Sie die genaue Diagnose kennen, können Sie diese auch angeben, ist jedoch nicht zwingend erforderlich. Der Rentenversicherungsträger fragt schon nach, wenn er nähere Angaben benötigt. Keine Angst - Sie können nichts falsch machen.

Frage 4:
Selbstverständlich können Sie auch eine Reha-Leistung bekommen, wenn Sie noch arbeiten und noch keine ambulante Therapie begonnen haben. Die Rehabilitation ist ja gerade dafür gedacht, Sie im Arbeitsprozess zu behalten und zu verhindern, dass Sie frühzeitig aus dem Arbeitsprozess aus gesundheitlichen Gründen aussteigen müssen.

Frage 5:
Wenn Sie eine bestimmte Wunschklinik haben, so können Sie diese selbstverständlich im Antrag angeben. Sie dürfen auch mehrere Reha-Kliniken angeben. Es ist aber nicht sinnvoll Kliniken anzugeben, in die Sie auf keinen Fall möchten.
Berechtigte Wünsche des Versicherten werden durch die Rentenversicherungsträger soweit es geht immer berücksichtigt.
Gehen Sie mal davon aus, dass sich die Rentenversicherungsträger ein genaues Bild über Ihre gesundheitlichen Einschränkungen machen und eine Klinik aussuchen werden, in der Sie mit Ihren gesundheitlichen Einschränkungen optimal betreut werden können. Da geht es nicht immer nur um die eine Diagnose, sondern um Sie als Gesamt-Mensch.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg.
Ihr Experte

von
Anita

Zu

1. Würde ich machen, nachdem ich mal eine ambulante beantragt (auch vom Arzt) und eine stationäre bekommen hatte.

2. ja, für den Fall, dass die dort mitbehandelt werden können

3. würde ich in dann in meinen Worten schreiben, mit Gewichtung, relevanter dürfte aber die Stellungnahme Ihres Arztes sein

4. ja. In laufender Behandlung sollten Sie aber wegen der aufgeführten Erkrankungen schon sein.

5. Würde ich heute auch, nachdem ich einige gute und leider auch schlechte kenne.

Zum Privatkrieg des "Sozialrechtlers" stimme ich dem Experten voll zu!

von
Geisel

Vielen Dank für die Antworten.
Ich habe noch eine Frage: Ich habe gesehen, dass mein Arzt in seinem Bericht als Diagnose Migräne angegeben hat. Ich hatte dies vor 20 Jahren. Sollte ich das in meinem Antrag erwähnen?

von
Elisabeth

Migräne ist eine chronische Erkrankung. Wenn nach der Krankheitsdauer gefragt wurde, gibst du den Zeitraum an, wenn nicht, lässt du die Angabe weg. Auf die Bewilligung der Reha dürfte dies keinerlei Auswirkungen haben.

von
Geisel

Zitiert von: Elisabeth

Migräne ist eine chronische Erkrankung. Wenn nach der Krankheitsdauer gefragt wurde, gibst du den Zeitraum an, wenn nicht, lässt du die Angabe weg. Auf die Bewilligung der Reha dürfte dies keinerlei Auswirkungen haben.

Oh da habe ich mich wohl nicht richtig ausgedrückt. Auch wenn Migräne wie du sagst chronisch ist, hatte ich dies vor 20 Jahren das letzte Mal. Das lag wohl damals am Schulstress. Deswegen habe ich mich gewundert, dass mein Arzt dies noch mit angegeben hat. Dann werde ich nachher da auch mitbehandelt und habe dies nicht mehr.

von
Sozialrechtler

Zitiert von: Elisabeth

Durch die Schweigepflichtentbindung auf Seite 6 des Reha-Antrages (G100) ermöglichen Sie es Ihrem Rentenversicherungsträger alle notwendigen medizinischen Unterlagen von Ihren Ärzten einzuholen.

Bei der Vorgehensweise von "Sozialrechtler" müssten wir alle ärztlichen Unterlagen über Sie bei den Ärzten anfordern. Sie können sich vielleicht vorstellen, wie das die Ermittlungen in zeitlicher Hinsicht belasten würde.

Sehr geehrter Herr Experte,

es scheint sich immer noch nicht bei der DRV herumgesprochen zu haben, was Unterlagen und was Auskünfte sind. Dies trotz einschlägigem BSG-Urteil.

Die DRV hat entsprechend dem § 60 SGB I und § 100 SGB X Anspruch auf Auskünfte. Auskünfte sind Antworten auf Fragen. Ein von einem Arzt ausgefüllter Befundbogen ist eine Auskunft.

Demgegenüber sind Op-Berichte, Arztbrefe und Krankenhausentlassungsberichte keine Auskünfte sondern Unterlagen. Auf Vorlage dieser haben weder die Krankenkassen noch die RV-Träger irgendwelchen Anspruch.

Desweiteren ist es nicht Aufgabe des Verwaltungspersonals der RV-Träger gezielte Auskünfte bei Ärzten einzuholen, denn dazu fehlt denen die medizinische Qualifizierung. Es ist allein Sache des beauftragten ärztlichen Gutachters (SMD des RV-Trägers) die entsprechenden Auskünfte einzuholen.

Die Einholung von Auskünften ist übrigens effizienter als das Einholen von "Unterlagen" und deren Sichtung. Macht wesentlich weniger Arbeit für den Gutachter.

Bei der Beantragung meiner AGM wurde nur ein Befundbericht dem Antrag beigefügt. Der ärztliche Gutachter hat dann die Notwendigkeit der AGM bestätigt und meinem Wunsch in einer bestimmten Klinik behandelt zu werden, entsprochen. Die Schweigepflichtentbindungserklärung habe ich übrigens entsprechend angeändert und natürlich auch in das Formular eingetragen vom Widerspruchsrecht nach § 76 SGB X Gebrauch zu machen.

Die Reha wurde anstandslos bewilligt.

"... sehen Sie, dass "Sozialrechtler" - insbesondere im Hinblick auf den Datenschutz - einen ungerechtfertigten "Feldzug" gegen die Sozialleistungssträger führt und nur zu gern Dritte (wie Sie) mit in sein Spiel hineinzieht."

Ich führe keinen "Feldzug" gegen Sozialleistungsträger. Meine KK arbeitet völlig korrekt und auch die Berufsgenossenschaften, mit denen ich zu tun hatte, haben korrekt gearbeitet.

Bei der DRV hat sich bisher unwiderlegt ergeben, dass die Vorschriften zum Schutz der Sozialdaten und die ärztliche Schweigepflicht nicht eingehalten werden.

Sie können ja gerne ein höchstrichterliches Urteil benennen, aus dem sich ergibt, dass ein angestellter/beamteter Arzt seinem Dienstherrn Zugang zu allen ärztlichen Unterlagen zu gewähren hat.

Bedauerlicherweise werden Sie genau das nicht können, weil es keines gibt und auch nicht geben kann. Und deshalb sind Ihre Ausführungen gegen meine Person ungerechtfertigte Polemik.

Wenn jemand um Vertrauen bittet ist besondere Vorsicht angebracht.

von
Sozialrechtler

Zitiert von: Anita

Zum Privatkrieg des "Sozialrechtlers" stimme ich dem Experten voll zu!

Ist Ihnen als juristischer Laiein noch nicht aufgefallen, dass die angeblichen Experten weder gesetzliche Vorschriften benennenkönnen, noch höchstrichterliche Urteile, die meine Auführungen widerlegen?

Zur Erforderlichkeit des Ausfüllens der mir vorgelegten drei Fragebögen in der Reha hat sich kein Experte geäußert.

Der Grund ist einfach: Es besteht keine Pflicht diese auszufüllen. Ebensowenig besteht eine Pflicht im Formular G100 die vorgebene Entbindungserklärung zu unterschreiben. Man muß nur der Erteilung von erforderlichen Auskünften zustimmen.

Der Hinweis auf diese Rechte ist kein Privatkrieg. Wer as Behörde oder behördenähnliche Institution den Kunden Rechte verweigert, macht sich verdächtig und ist nicht mehr vertrauenswürdig.

von
KSC

Sind Sie Herr Sozialrechtler schon mal auf die Idee gekommen, dass es den jeweils eingeteilten Experten "schlichtweg zu blöd" ist, Ihnen noch zu antworten?

Die Experten erledigen tageweise die Forumsarbeit neben ihrer regulären Arbeit z.B. in einer Beratungsstelle.

Warum sollte dieser Experte nun Grundsatzurteile rauskramen und nach höchstrichterlichen Rechtsprechungen suchen?
Er könnte Ihre Ergüsse an die jeweils hausinterne Rechtsabteilung oder die Geschäftsleitung weiterleiten - aber wozu sollte man beispielsweise im Haus der DRV XY prüfen, was an Ihren Vorwürfen berechtigt ist oder nicht? Das würde jede Menge Arbeit bedeuten? Wofür? Morgen ist dann die DRV YZ dran und die soll "den ganzen Scheiß" auch wieder beantworten.

So wie Sie es in den letzten Wochen und Monaten treiben, brauchen Sie sich doch wirklich nicht zu wundern, dass die Experten Ihre Anliegen ignorieren- das ist kein Schuldeingeständnis, nein es ist vielen einfach zu blöd mit Ihnen rumzudiskutieren.

Für Ihre Reha wünsche ich Ihnen nut Gutes.

von
Elisabeth

Ich kann es einfach nicht verstehen, warum der Sozialrechtler als sozusagen Quasi-Querulant abgestempelt wird. Als damals die Volkszählung durchgeführt wurde, haben ganz viel gesunde Bürger sich über die Erhebung ihrer Daten sich beschwert, was auch zu dem bekannten Volkszählungssurteil des BVerfG geführt hat und die waren auch nicht brisanter. Jetzt beschwert sich der Sozialrechtler, dass man von ihm ganz unverständlichem Grund Daten erhebt, nur weil er krank ist. Haben Kranke weniger Rechte als Gesunde? Sind Effektivitätsgründe für eine Klinik ausreichend um persönliche Daten zu erheben ausreichend?

von
Anita

Zitiert von: Geisel

Auch wenn Migräne wie du sagst chronisch ist, hatte ich dies vor 20 Jahren das letzte Mal.

Würde ich unbedingt erwähnen, dass die Migräne "in den letzten Jahren" nicht mehr relevant war, sondern ganz andere Beschwerden. Ich habe in einer (schlechten) Rehaklinik eine Frau erlebt, die Reha beantragt hatte wegen eingeschränkter Belastbarkeit und psychischen Problemen nach einem kleineren Schlaganfall und 3 von 4 Wochen ausschließlich auf Migräne behandelt wurde, weil der Hausarzt die im Antrag erwähnt hatte. Bis sie nach 3 Wochen energischerals vorher protestierte, sie hatte nämlich nur gelegentlich mal "normale" Kopfschmerzen..

von
Sozialrechtler

Zitiert von: KSC

Sind Sie Herr Sozialrechtler schon mal auf die Idee gekommen, dass es den jeweils eingeteilten Experten "schlichtweg zu blöd" ist, Ihnen noch zu antworten?

Die Experten erledigen tageweise die Forumsarbeit neben ihrer regulären Arbeit z.B. in einer Beratungsstelle.

Warum sollte dieser Experte nun Grundsatzurteile rauskramen und nach höchstrichterlichen Rechtsprechungen suchen?
Er könnte Ihre Ergüsse an die jeweils hausinterne Rechtsabteilung oder die Geschäftsleitung weiterleiten - aber wozu sollte man beispielsweise im Haus der DRV XY prüfen, was an Ihren Vorwürfen berechtigt ist oder nicht? Das würde jede Menge Arbeit bedeuten? Wofür? Morgen ist dann die DRV YZ dran und die soll "den ganzen Scheiß" auch wieder beantworten.

So wie Sie es in den letzten Wochen und Monaten treiben, brauchen Sie sich doch wirklich nicht zu wundern, dass die Experten Ihre Anliegen ignorieren- das ist kein Schuldeingeständnis, nein es ist vielen einfach zu blöd mit Ihnen rumzudiskutieren.

Für Ihre Reha wünsche ich Ihnen nut Gutes.

Sehr geehrter KSC,

Ihnen scheint nicht klar zu sein, dass bedienstete des öffentlichen Dienstes eine besondere Pflicht zur Beachtung der Gesetze haben.

Es kann ja angesichts der Vielzahl von Volljuristen in den DRV-Trägern nicht allzu schwer sein auch als Bediensteter des Unterbaus (die die Frontarbeit leisten) sich informieren zu lassen. Lesen Sie NStZ 93, OLG Karlsruhe zu § 203 StGB. Und ein Schönke-Schröder steht bei jedem Juristen im Schrank. Lesen Sie darin zu § 203 die Rz 57.

Vielleicht dämmerts dann irgendwo im Oberstübchen.

Was die Arbeit bestimmter DRV-Träger betrifft, so habe ich denen bereits erhebliche Arbeit und Kosten verursacht, weil die nicht gesetzeskonform gearbeitet haben.
Der Schuldige bin ich jedoch nicht.

Wie schauts aus? Stellen Sie Auszüge aus dem Urteil hier rein oder ich?

Stellen Sie Kommentarauszüge hier rein oder ich.

Einmalige Chance Ihre Kompetenz und Ehrlichkeit = Vertrauenswürdigkeit zu beweisen.

Es geht schlichtweg nur um die Frage, ob ein angestellter oder beamteter Arzt aufgrund seines Arbeits- bzw. Dienstverhältnisses nicht den Bestimmungen des § 203 Abs. 1 StGB unterliegt.

Werden Sie doch locker beantworten können, nachdem ich Ihnen und den Experten die Quellen exakt genannt habe.

Sind doch sonst ein sehr fähiger Berater.

von
Sozialrechtler

Zitiert von: KSC

Für Ihre Reha wünsche ich Ihnen nut Gutes.

Danke!

Das Problem wird nur sein, dass ich wegen Ärztepfusch mindestens ca. 1,2 Jahre arbeitsunfähig sein werde, denn die Reha kann nur die durch die OP und die Ruhigstellung versachten Schäden beheben, aber nicht die durch den Pfusch.

Die können erst durch eine Metallentfernung in 10 Monaten beseitigt werden.

Mein ökonomisches Interesse ist es nicht zwangsweise in Rente gechickt zu werden. Insofern habe ich interessiert registriert, dass der 2. Rehaarzt den Pfusch nicht bemerkt hat.

Soviel zur Kompetenz von Ärzten, denen in Spiegel-Online bei den Diagnosen eine Fehlerrate von 15% attestiert wurde.

Verstehen Sie jetzt, warum ich was gegen die unkritische Weitergabe von ärztlichen Meinungen (Diagnosen) habe?

von
Sozialrechtler

Zitiert von: Elisabeth

Ich kann es einfach nicht verstehen, warum der Sozialrechtler als sozusagen Quasi-Querulant abgestempelt wird. Als damals die Volkszählung durchgeführt wurde, haben ganz viel gesunde Bürger sich über die Erhebung ihrer Daten sich beschwert, was auch zu dem bekannten Volkszählungssurteil des BVerfG geführt hat und die waren auch nicht brisanter. Jetzt beschwert sich der Sozialrechtler, dass man von ihm ganz unverständlichem Grund Daten erhebt, nur weil er krank ist. Haben Kranke weniger Rechte als Gesunde? Sind Effektivitätsgründe für eine Klinik ausreichend um persönliche Daten zu erheben ausreichend?

Hallo Elisabeth,

wer im Gesundheitswesen Datenschutz betreibt, wird sehr schnell als Schmarotzer gebrandmarkt. Er will ja irgendwas nicht überprüfen lassen.

Fakt ist, dass im Gesundheitswesen 15% der Diagnosen falsch sind und dementsprechend mindestens in gleicher Größe die Befunde.

Ich habe hier von einem bei mir Ende 2006 diagnostizierten bösartigem Hirntumor berichtet. Diagnose war falsch, denn ich lebe immer noch. Da ich zu den MRT-Kontrolluntersuchungen immer dieselbe Praxis aufsuchte, eine der in bestgeschätzten, konnte ich nachlesen, wie sich die Diagnose der Ärztin änderte.

Schauen Sie sich die Fragebögen der DRV und die Formulare der Reha-Entlassungsberichte an.

Gefragt wird nach Diagnosen.

Und das ist rechtlich nicht zulässig, denn es darf nur nach Tatsachen gefragt und Auskunft erteilt werden.

Diagnosen sind juristisch Meinungen und keine Tatsachen.

Kann man in der NJW, dem Pflichtblatt für Juristen, nachlesen.

von
W*lfgang

> Sind Sie Herr Sozialrechtler schon mal auf die Idee gekommen, dass es den jeweils eingeteilten Experten "schlichtweg zu blöd" ist, Ihnen noch zu antworten?

...manchmal hat man (leider) den Eindruck, das EXPERTEN nicht mal den Laienspieler-Status verdienen (und nur aus dem Bauch heraus plappern, statt sich in der TIEFE mit der Materie auseinander zu setzen - und/oder hintenrum abgesicherten Rat zu holen! ...eben - Zeit/Ressourcen/der Vorgesetzte will es so - und der hat keine blassen, was das hier soll ...)

Der EXPERTEN-Rat geht zunehmens nicht über dröges Merkblatt-Niveau hinaus ...muss ich leider so sagen. Ob das nun Tageweise zu 'erledigen/angeordent' ist, ist eine andere Sache - HIER wird gefragt und nicht nach 'mach-du-das-mal-eben-für-die-deppen-da-an-den-tasten' gewertet ...oder ? Ob da nun Sozialrechtler bohrt oder einfachere Sachverhalte nachknabbert werden - die Laier 'geh in die nächste Beratungsstelle' zeugt des Öfteren von wenig Experten-Sachverstand. Die die sich wirklich Mühe geben, sind in letzter Zeit ohne Experten-Status ...lassen wir sie mal ausfallen und sehen dann, was noch an hilfreichen Antworten kommt ;-)

Gruß
w.

von
XY

Langsam wird mir das hier echt zu dämlich. Das die Experten nicht auf jeden Fall zu 100 % eingehen können, sondern die Antworten in diesem Forum allgemein halten ist doch wohl klar. Jeder Fall ist aufgrund der persönlichen Umstände anders. Bei jedem können andere gesetzlliche Regelungen bzw. Übergangsregelungen greifen. Abgesehen davon, dass die meisten Anfragen nicht wirklich viel hergeben und die meisten Menschen,die Tatsachen auch gerne zu Ihren Gunsten verdrehen (Geschieht denke ich meistens nicht mit böser Absicht, aber doch sehr häufig). Ich denke diese Forum ist dafür da, um Menschen allgemein weiterhelfen zu können und über allgemein rechtliche Möglichkeiten zu informieren. Alles was tiefer geht, sollte doch schon aus dem Interesse des Einzelnen auf seinen ganz persönlichen Fall geäußert werden und das geht nunmal nur, wenn man alle Fakten zur Verfüfung hat. Ich denke es hat aufjeden Fall keiner Interesse daran seinen ganzen Verlauf online zu stellen. Denn nur dann wäre eine persönliche Beratung auch im Forum möglich.

von
W*lfgang

...oder: Internet-Gemeinde stellt ihn bloß - soll das hier auch gelten ?

> Das die Experten nicht auf jeden Fall zu 100 % eingehen können, sondern die Antworten in diesem Forum allgemein halten ist doch wohl klar.

...gut, dass das Impressum
http://www.ihre-vorsorge.de/impressum.html
im Hinblick auf die früher getätigten Aussagen von wegen Haftung und Verbindlichkeit von EXPERTEN-Aussagen inzwischen korrigiert worden ist (die Red./der Betreiber ist lernfähig :-) - sonst hätte ich darauf verweisen können/müssen.

Was Aussagen allgemein Betroffener 'wert' sind und wie sie die Netz-Gemeinde sekündlich auseinander nimmt/widerlegt, erleben Sie (XY) in einschlägigen Foren.

Trauschauwem - und nachprüfbar! ...alles Andere ist Luft und weht hohle Phrasen einfach weg - auch daran muss sich ein so genanntes Experten-Forum messen lassen, wenn es Bestand haben will.

Gruß
w.
...ein EXPERTE (man rufe sich den Begriff mal vor Augen) ist sicher nicht dazu da, nur null815 auszuwerten, sondern doch ein wenig tiefer als der Normalverständliche ALLE - auch ungestellten - Fragen komplex beleuchten zu können. Auch online kann (fast) alles Relevante (die med./Reha-Sachen ausgeklammert) hinterfragt werden, um ein 1a-Ergebnis abzuliefern. Auf den Beratungs- status statt nur Auskunftsstatus der DRV will ich mal eben nicht eingehen ...

Tschau, das wars ...wenn die Luft hier dicker/gehaltvoller wird, komme ich vielleicht wieder.

Danke auch an alle mich ertragenden Mitleser ;-)

Gruß
w.

von
Sozialrechtler

Zitiert von: W*lfgang

...oder: Internet-Gemeinde stellt ihn bloß - soll das hier auch gelten ?

> Das die Experten nicht auf jeden Fall zu 100 % eingehen können, sondern die Antworten in diesem Forum allgemein halten ist doch wohl klar.

...gut, dass das Impressum
http://www.ihre-vorsorge.de/impressum.html
im Hinblick auf die früher getätigten Aussagen von wegen Haftung und Verbindlichkeit von EXPERTEN-Aussagen inzwischen korrigiert worden ist (die Red./der Betreiber ist lernfähig :-) - sonst hätte ich darauf verweisen können/müssen.

Was Aussagen allgemein Betroffener 'wert' sind und wie sie die Netz-Gemeinde sekündlich auseinander nimmt/widerlegt, erleben Sie (XY) in einschlägigen Foren.

Trauschauwem - und nachprüfbar! ...alles Andere ist Luft und weht hohle Phrasen einfach weg - auch daran muss sich ein so genanntes Experten-Forum messen lassen, wenn es Bestand haben will.

Gruß
w.
...ein EXPERTE (man rufe sich den Begriff mal vor Augen) ist sicher nicht dazu da, nur null815 auszuwerten, sondern doch ein wenig tiefer als der Normalverständliche ALLE - auch ungestellten - Fragen komplex beleuchten zu können. Auch online kann (fast) alles Relevante (die med./Reha-Sachen ausgeklammert) hinterfragt werden, um ein 1a-Ergebnis abzuliefern. Auf den Beratungs- status statt nur Auskunftsstatus der DRV will ich mal eben nicht eingehen ...

Tschau, das wars ...wenn die Luft hier dicker/gehaltvoller wird, komme ich vielleicht wieder.

Danke auch an alle mich ertragenden Mitleser ;-)

Gruß
w.

Erstaunlicherweise werden hier im Gegensatz zum Freiherrn von und zu diejenigen gejagt, die Mißstände aufklären.

Überträgt man jedoch die fachlichen Fähigkeiten des Herrn Freiherrn und seines Doktorvaters, eines juristischen Hochschullehrers auf die der Datenschutzabteilung der DRV-Bund, kann es einem nur grausen.

Als Mitglied eines anderen Wissenschaftszweiges überkommt einem nur noch das "K..." über die offenbarten Fähigkeiten der Juristen und deren Standards.