Rehaantrag

von
Toni

Liebes Forum,

ich bin seit längerem krank. Die Krankenkasse hat mich zum Rehaantrag aufgefordert.

Ich habe eine Ablehnung erhalten. Tenor: Bringt nichts. Formulierung: Meine Erwerbsfähigkeit könne durch eine Reha „nicht wesentlich gebessert oder wiederhergestellt oder hierdurch deren wesentliche Verschlechterung [nicht]abgewendet werden“

Wie geht das jetzt weiter. Heißt die Formulierung das ich etwerbsgemindert bin? Voll oder evt nur teilweise? Da ich von meiner Krankenkasse aufgefordert wurde: wird der Rehaantrag automatisch umgedeutet? Wenn ich eine Rente möchte, muss ich das jetzt separat beantragen?

Danke für Ihre Antwort

Toni

von
Schade

Rufen Sie doch einfach die Stelle an von der Sie diesen Brief bekommen haben und stellen dort Ihre Fragen.
Keiner im Forum hat den Vorgang auf dem Tisch!

Wenn Sie es nicht eilig mit einem Rentenantrag haben - weil beispielsweise das Krankengeld höher als die Rente ist - können Sie in Ruhe abwarten was passiert.

Wenn Sie die Rente unbedingt frühestmöglichst wollen, steht es Ihnen frei sich gleich morgen darum zu kümmern wo Sie den Antrag stellen können (bei der DRV mündlich, telefonisch oder online, beim Rathaus, bei einem Versichertenberater, etc.)

von
Toni

Zitiert von: Schade
Rufen Sie doch einfach die Stelle an von der Sie diesen Brief bekommen haben und stellen dort Ihre Fragen.
Keiner im Forum hat den Vorgang auf dem Tisch!

Wenn Sie es nicht eilig mit einem Rentenantrag haben - weil beispielsweise das Krankengeld höher als die Rente ist - können Sie in Ruhe abwarten was passiert.

Wenn Sie die Rente unbedingt frühestmöglichst wollen, steht es Ihnen frei sich gleich morgen darum zu kümmern wo Sie den Antrag stellen können (bei der DRV mündlich, telefonisch oder online, beim Rathaus, bei einem Versichertenberater, etc.)

Was bedeutet der Bescheid für die Erfolgsaussichten eines Rentenantrags? Die Erwerbsminderung ist ja in gewisser Weise schon festgestellt?

von
Ball

Zitiert von: Toni

Was bedeutet der Bescheid für die Erfolgsaussichten eines Rentenantrags? Die Erwerbsminderung ist ja in gewisser Weise schon festgestellt?

Sie haben jetzt alle Trümpfe in der Hand. Die Rente ist quasi sicher.
Das schwör ich Ihnen.

von
Feli

Vorsicht! Ob die vorhandene Erwerbsminderung, die nicht verbessert oder behoben werden kann, auch ausreichend für eine Rentengewährung wäre, steht noch nicht unbedingt fest.

von
Toni

Hallo Experten,

jetzt habe ich zwei gegenteilige Antworten.

Viele Grüße

Experten-Antwort

Hallo Toni,

nach § 116 Abs. 2 Sechstes Buch Sozialgesetzbuch (SGB VI) gilt der Rehabilitationsantrag als Rentenantrag (Umdeutung).

Ein formularmäßiger Rentenantrag ist aber noch erforderlich.

von
Toni

Zitiert von: Experte/in
Hallo Toni,

nach § 116 Abs. 2 Sechstes Buch Sozialgesetzbuch (SGB VI) gilt der Rehabilitationsantrag als Rentenantrag (Umdeutung).

Ein formularmäßiger Rentenantrag ist aber noch erforderlich.

Die Frage bezog sich eher auf die Konsequenzen aus der Art der Ablehnung und weniger auf die formalen Wege. Wurde die Erwerbsminderung mit der Begründung der Rehaablehnung nicht zumindest inhaltlich beantwortet?

von
Siehe hier

Zitiert von: Toni
Zitiert von: Experte/in
Hallo Toni,

nach § 116 Abs. 2 Sechstes Buch Sozialgesetzbuch (SGB VI) gilt der Rehabilitationsantrag als Rentenantrag (Umdeutung).

Ein formularmäßiger Rentenantrag ist aber noch erforderlich.

Die Frage bezog sich eher auf die Konsequenzen aus der Art der Ablehnung und weniger auf die formalen Wege. Wurde die Erwerbsminderung mit der Begründung der Rehaablehnung nicht zumindest inhaltlich beantwortet?

Wenn das so einfach wäre, wäre keine Antragsstellung notwendig. Eine Reha würde abgelehnt werden, weil keine Aussicht auf Erfolg, hier ist der Betrag Ihrer EM-Rente und gut ist.

Geht so aber nicht. Es sind ja noch einige andere Aspekte zu beachten. Und ob diese ausreichend sind, Ihnen eine EM-Rente zu bewilligen, erfahren Sie, wenn Sie den entsprechenden Antrag gestellt haben.

Wenn Sie ihn nicht stellen, passiert seitens der DRV automatisch erst einmal nichts.

Und was Ihre KK für Konsequenzen dadurch für Sie parat hat, müssten Sie bitte dort klären. Eventuell könnte ja auch Ihre KK zuständig sein für eine Reha, weil diese medizinisch notwendig ist, auch wenn sie trotzdem eine Gefährdung der Erwerbsminderung nicht verhindern/vermindern kann. Aber auch das erfahren Sie dann dort.