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Rehaantrag gleich Rentenantrag?

von
Taita

Hallo,
seit 15.12.2009 bin ich durchgehend arbeitsunfähig und war im April zur stationären Reha. Aus dieser wurde ich weiter AU entlassen. Im Juli musste ich mich beim MDK vorstellen und war ebenfalls weiter AU.
Nach einer weiteren Begutachtung durch einen anderen MDK, schrieb man mich zu Ende September gesund. Ich legte Widerspruch ein und in einer erneuten, persönliche Begutachtung durch den MDK
wurde dem Widerspruch in vollem Umfang entsprochen. Die KK muss nun bis zum Ende der 78 Wochenfrist weiter Krankengeld zahlen.
Gleichzeitig empfahl mir der Arzt beim MDK aufgrund meiner Beschwerden und der nicht zu erwartenden Besserung, zum Jahresende einen Rentenantrag zu stellen.
Heute bekam ich nun einen Anruf vom Sachbearbeiter meiner KK und er teilte mir mit, dass man mir erneut einen Rehaantrag zuschicken würde, den ich innerhalb von 4 Wochen ausgefüllt zurückschicken muss.
Das wäre eine reine Formsache, da die Rentenversicherung in meinem Fall einer weiteren Reha nicht zustimmen würde und der Antrag somit automatisch in einen Rentenantrag umgewandelt werden würde.

Ist das so richtig und muss ich mich an diesen zeitlichen Rahmen halten?

Mit freundlichen Grüßen
Taita

von
Schade

Ob Sie sich an den zeitl. Rahmen halten müssen, erfragen Sie bei Ihrer Kasse. Wahrscheinlich schon, wenn Sie nicht die Streichung des KG riskieren wollen.

Ob die RV Ihren Rehaantrag in einen Rentenantrag umdeuten wird, steht in den Sternen; genausogut könnte man den Rehaantrag auch ablehnen, weil seit der letzten reha noch keine 4 Jahre vergangen sind und zur Frage der EM gar keine Stellung nehmen (dann wäre die Aktion der Kasse im Sand verlaufen).

Selbstverständlich steht Ihnen frei jederzeit selbst unaufgefordert die Rente zu beantragen.......

von
-_-

Zitiert von: Taita

Heute bekam ich nun einen Anruf vom Sachbearbeiter meiner KK und er teilte mir mit, dass man mir erneut einen Rehaantrag zuschicken würde, den ich innerhalb von 4 Wochen ausgefüllt zurückschicken muss.

Das wäre eine reine Formsache, da die Rentenversicherung in meinem Fall einer weiteren Reha nicht zustimmen würde und der Antrag somit automatisch in einen Rentenantrag umgewandelt werden würde.

Ist das so richtig und muss ich mich an diesen zeitlichen Rahmen halten?


Sie müssen den Reha-Antrag auf Verlangen der Krankenkasse stellen. Die Frist von 4 Wochen entspricht jedoch nicht den gesetzlichen Bestimmungen:

"Versicherten, deren Erwerbsfähigkeit nach ärztlichem Gutachten erheblich gefährdet oder gemindert ist, kann die Krankenkasse eine Frist von zehn Wochen setzen, innerhalb der sie einen Antrag auf Leistungen zur medizinischen Rehabilitation und zur Teilhabe am Arbeitsleben zu stellen haben."

Ansonsten:

"Stellen Versicherte innerhalb der Frist den Antrag nicht, entfällt der Anspruch auf Krankengeld mit Ablauf der Frist. Wird der Antrag später gestellt, lebt der Anspruch auf Krankengeld mit dem Tag der Antragstellung wieder auf."

http://bundesrecht.juris.de/sgb_5/__51.html

Wo Sie den Reha-Antrag stellen, bleibt Ihnen jedoch überlassen. Sie sind nicht verpflichtet, den Antrag an die Krankenkasse zurück zu senden. Zweckmäßigerweise sollten Sie sich mit der Antragstellung auch nicht übermäßig beeilen, wenn das Krankengeld höher als die zu erwartende Rente ist.

Wenden Sie sich ggf. an eine Auskunfts- und Beratungsstelle der Deutschen Rentenversicherung. Adressen und Telefonnummern unter:

http://www.deutsche-rentenversicherung.de/nn_6234/SharedDocs/de/Navigation/Beratung/beratungsstellen/Yellowmap__node.html__nnn=true

Dort kann man den Reha-Antrag von Ihnen entgegennehmen und Ihnen auch Auskunft über die zu erwartende Rentenhöhe erteilen.

Was die Deutsche Rentenversicherung dann mit dem Reha-Antrag anstellt, kann Ihnen zunächst gleich sein, solange das Krankengeld noch läuft. Möglicherweise wird man den Reha-Antrag ablehnen und Sie gleichzeitig zur formularmäßigen Rentenantragstellung auffordern. Den können Sie dann wiederum bei der Auskunfts- und Beratungsstelle aufnehmen lassen.

Nutzen Sie ggf. auch da die Fristen, wenn das Krankengeld höher ist. Erst wenn der formularmäßige Rentenantrag vorliegt, kann die Rente wegen Erwerbsminderung gewährt werden.

Bereits gezahltes Krankengeld müssen Sie nicht erstatten. Die Krankenkasse hat einen Erstattungsanspruch nur bis zur Rentenhöhe gegen den Rentenversicherungsträger.

von
Taita

Vielen Dank für die Antworten.
Das mit der 10wöchigen Frist habe ich auch gelesen, aber es so verstanden, dass diese nur bei Versicherten anzuwenden ist, die sich im Ausland aufhalten.
Den Verlust des Krankengeldes möchte ich natürlich nicht riskieren. Höher als eine zu erwartende EU-Rente ist es in meinem Fall aber nicht., da ich früher zeitweise einen recht hohen Verdienst hatte, der sich nun so auswirkt, dass ich ungefähr soviel bekommen würde, wie auf meiner letzen Arbeitsstelle.
Für den Fall, dass der Rentenantrag eben nur wegen Zeitunterschreitung abgelehnt wird, liegt es dann also wieder in meinem Ermessen, wann ich den Rentenantrag stellen möchte.

von
Nix

Stellen Sie den Antrag auf medizinische Leistungen, so wie die Krankenkasse das wünscht - innerhalb der gesetzten Frist.

Leider konnte ich in meiner "Glaskugel" nicht erkennen, ob die DRV Sie erneut in eine Reha schicken oder Ihren Reha-Antrag direkt als Rentenantrag gelten lässt und Ihnen direkt EM-Rente gewähren wird.

Das ist eine Einzelfallentscheidung, welche wir hier im Forum nicht klären können.

Viele Grüsse
Nix

von
Klemens

Sie schreiben das sie im April aus der Reha als AU entlassen wurden.

Viel wichtiger und entscheidender ist zu wissen, wie lautete im Rehabericht die sozial-med. Prognose hinsichtlich ihrer Erwerbsfähigkeit ??

Offensichtlich lautete diese nicht, das Sie seinerzeit schon EM waren, sonst wäre ja schon seinerzeit die Umdeutung in einen EM-Rentenantrag erfolgt.

Insofern wird es wohl schwierig werden jetzt eine EM-Rente zu erhalten. Allerdings sind auch schon wieder ca. 6 Monate nach Rehaentlassung vergangen und ihre Erkrankung könnte sich ja auch weiter verschlechtert haben.

Ist dies nicht der Fall und Sie können dazu auch keinen neuen ärztlichen Unterlagen mit ins EM-Verfahren einbringen wird es schwierig.

Die RV wird aber natürlich ihren jetzt aktuellen Gesundheitszustand dann noch mal prüfen ( z.b. durch eine Begutachtung )

Eine erneute Reha werden Sie sicher nicht mehr bekommen. Da hat ihre Kasse schon recht.

Telefonischen " Empfehlungen " oder " Aufforderungen " der Kasse zur Renteantragstellung brauchen Sie nicht nachkommen...

Ihre Krankenkasse muss Sie in jedem Fall schriftlich dazu auffordern !

Experten-Antwort

Hallo Taita,

grundsätzlich kann die Krankenkasse Sie schriftlich auffordern, innerhalb einer bestimmten Frist, einen Antrag auf medizinische Leistungen zu stellen.
Die 4- Jahresfrist für die Gewährung von Rehabilitationsleistungen gilt nicht, wenn beim Antragsteller zu befürchten ist, dass Erwerbsminderung droht oder in absehbarer Zeit zu befürchten ist.

Der Rentenversicherungsträger hat grundsätzlich die Möglichkeit, einen Antrag auf Leistungen zur Rehabilitation als Rentenantrag umzudeuten ( § 116 Abs. 2 SGB VI).

Dies ist dann der Fall, wenn für eine Maßnahme zur medizinischen Rehabilitaion keine Erfolgsaussicht besteht.
Ob dies in Ihrem Fall eintreten wird, kann von hier aus nicht beurteilt werden. Dies ist vom Rentenversicherungsträger individuell zu prüfen.

Durch die Aufforderung zur Antragstellung schränkt die Krankenkasse Ihr Gestaltungsrecht ein. Sollten Sie den Antrag nicht innerhalb der Fristen stellen, kann es zu Sanktionen durch die Krankenkasse kommen. Bitte erkundigen Sie sich darüber bei Ihrer Krankenkasse.

von
Klemens

Das mit der 4 Wochen Frist sollten Sie aber in jedem Falle per VDK/SovD oder einem Rechtsanwalt abklopfen lassen.

Normal gilt immer die 10 Wochen FRist für eine rehaantragstellung.

Ich halte diese 4-Wochen Frist zumindest für sehr fraglich und rechtlich angreifbar.

Lassen Sie sich von der Kasse nicht ins " Bockshorn " jagen und zu einer vorschnellen Antragstelölung verleiten .

von
Klemens

Hier ist eine die Krankenkasse betreffende Frage besser aufgehoben :

http://www.krankenkassenforum.de/

von
Taita

Vielen Dank für die Antworten!
Im Krankenkassenforum hat man mich an dieses Forum verwiesen. :)
Was den Entlassungsbericht der Reha-Klinik angeht:
Tägliche Arbeitszeit 3 bis unter 6 Std.
Überwiegend im Sitzen
Kein Bücken, kein Heben, kein Klettern auf Leitern, keine Beanspruchung für die Hände, etc.

Damit würde ich zumindest mal unter die Regel 'verschlossener Arbeitsmarkt' fallen.
Bei der Reha hatte ich auch eine Beratung durch die DRV. Die Beraterin sagte mir damals, das sie keine Möglichkeit sehe, mich mit den vorliegenden Beschwerden auf dem Arbeitsmarkt unterzubringen. Alternativ müsste ich mir selbst etwas suchen und könnte dann einen Antrag auf Wiedereingliederung stellen.
Stand heute hat sich das Problem mit dem Händen verschlimmert. Bei der Schmerzerkrankung (Fibromyalgie) und den Arthrosen ist keine Besserung zu erwarten.
Eine Untersuchung des AfA steht noch an. Eine 'Ausmusterung' ist allerdings so gut wie sicher, da ich schon vor 25 Jahren aus gesundheitlichen Gründen für das AfA nicht mehr vermittelbar war. In der Zwischenzeit habe ich mir immer selbst Arbeit gesucht.
Soweit die Fakten, um sich ein besseres Bid machen zu können.
Also Hausarzt, MDK und AfA sehen mich nicht mehr arbeitsfähig an.

von
Schade

Wenn, wie Sie schreiben, das Krankengeld nicht höher als die Rente ist, können Sie doch sofort den Rentenantrag stellen.

In diesen Fällen braucht man doch gar nicht über Fristen und darüber, ob eine erneute Reha sinnvoll ist diskutieren.

Die Kasse ist auch zufrieden, wenn Sie statt der Reha die Rente beantragen, somit können Sie doch gleich am Montag bei Rathaus oder DRV anrufen und einen Termin vereinbaren.

von
Klemens

Sehe das wie @schade. Wenn finanziell kein Unterscheid besteht, können Sie doch sofort dann den EM-Antrag stellen. Was spricht dann dagegen ?

Dann bräuchten Sie sich auch nicht mehr mit der Krankenkasse und dem MDK rumschlagen.

Das einzige Risiko ist natürlich im Vorfeld nicht zu wissen , ob ihrem Rentenantrag dann auch wirklich von der RV stattgegeben wird. Aber letztendlich werden Sie ja sowieso den EM-Antrag stellen müssen. Eine andere Wahl auch mittelfristig haben Sie ja nicht.

Je länger Sie mit der EM-Antragstellung jetzt warten, umso unwahrscheinlicher wird es sein, das die RV dann noch dem alten Ergebnis ( auf teilweise EM ) aus der Reha folgen wird...

Es wird darum unter Umständen auch schon jetzt eine komplette neue Prüfung ihres JETZT aktuelklen Gesundhetszustandes erfolgen . Dazu gehört die Anforderung ärztlicher Befundberichte ihrer behandelnden Ärzte und - eventuell - auch eine Begutachutng .
6 Monate sind eben bei der Beurteilung einer EM-Rente eine realtiv lange Zeit die vergangen ist.

Verstehe alledings nicht , warum Sie derzeit bei der AfA gemeldet sind und da ein ärztliche Untersuchung aussteht. Sie bekommen doch wie Sie schreiben aktuell noch das Krankengeld .

Was haben Sie dann bei der AfA verloren ??

von
Taita

Als ich den Bescheid von der KK bekam, dass ich nur ab 27.09.2010 arbeitsfähig erklärt werde, sondern auch mit diesem Tag das Versicherungsverhältnis erlischt und erst wieder auflebt, wenn das AfA dieses wieder aufleben lässt, blieb mir keine andere Wahl, als mich dort zu melden.
Zu diesem Zeitpunkt war ja völlig unklar, wie und wann die KK auf meinen Widerspruch reagieren würde.
Demzufolge war ich gezwungen, zumindest diesen Bereich abzusichern. Dabei bot man mir diese Untersuchung an, die abklären würde, wie weit ein Einsatz auf dem Arbeitsmarkt nach den Vorgaben der Reha-Ärzte wahrscheinlich ist.
Für ein Rentenverfahren kann mir dieses Ergebnis evtl. nützlich sein.

Warum ich die Rente nicht direkt beantrage?
Mir graut enorm vor diesem Verfahren, welches ich mit allen negativen Erfahrungen seit Jahren innnerhalb der Familie miterlebe.
Daher habe ich diesen Schritt bisher hinausgezögert, bis man von einer Seite damit auf mich zukommen würde.
Wenn nun die Gutachter der Rentenversicherung eine weitere Reha für unnütz halten, da keine Besserung zu erwarten ist, der MDK diese These unterstützt und auch das Arbeitsamt bescheinigt, dass man mich auf dem freien Arbeitsmarkt mit meinen Einschränkungen nicht mehr vermitteln kann, dann gehe ich davon aus, das damit meine Chancen auf einen positiven Rentenbescheid günstiger stehen.

Ich weiss aus dem Fall in der Familie, der schon längere Zeit auch beim Sozialgericht verhandelt wird, welche Fragen gestellt werden und das sie sich schon darauf stützen, wer denn auf die Idee kam, mich in Rente schicken zu wollen und warum.

Vielleicht irre ich mich und diese Unterlagen sind keinen Pfifferling wert, aber das ist der Grund, warum ich abgewartet habe, bis man mir da entgegen kommt.

von
Klemens

Dann ist das klar warum sie zur AfA gehen mussten. Deren ärztlicher Dienst wird immer dann eingeschaltet, wenn Zweifel an der Arbeitsfähigkeit / Arbeitsunfähigkeit bestehen.

Das Untersuchungsergebnis des ärztlichen Dienstes der AfA hat aber auf das EM-Verfahren bzw. die Entscheidung dazu seitens der RV keinen Einfluß - genauso wenig wie ein MDK Gutachten.

Untersuchungen/Berichte der AfA sowie des MDK beziehen sich immer nur auf die Arbeitsfähigkeit und nicht auf die Erwerbsfähigkeit.Das sind völlig verschiedene Dinge.

Erwerbsfähigkeit/Erwerbsminderung wird n u r von der RV festgestellt und zwar nach eigenständigen, sehr umfangreichen medizinischen Ermittlungen, die völlig von denen der o.g. beiden Institutionen abweichen und nicht vergleichbar sind !

Und das die AfA als auch die Kasse/MDK die Leute nur mit diesen Berichten in die EM-Rente abschieben wollen ist bekannt - vor allem der RV natürlich.

Insofern kann leider schon sagen , das diese ärztl. Unterlagen und die Aussagen der AfA/MDK hiinsichtlich einer EM wiirklich nicht viel mehr wert sind als ein " Pfifferling " ...

von
Thomas T

Es wäre noch sehr wichtig zu erfahren ob Sie vor 1961 geboren sind,denn dann hätten Sie möglicherweise Anspruch auf eine halbe Erwerbsminderungsrente wegen Berufsunfähigkeit.
Sind Sie nach 1961 geboren kann man Sie überall hin verweisen.
Denn irgend etwas kann jeder noch machen, so die DRV.

von
Stefannn

Zitiert von: Thomas T

Es wäre noch sehr wichtig zu erfahren ob Sie vor 1961 geboren sind,denn dann hätten Sie möglicherweise Anspruch auf eine halbe Erwerbsminderungsrente wegen Berufsunfähigkeit.
Sind Sie nach 1961 geboren kann man Sie überall hin verweisen.
Denn irgend etwas kann jeder noch machen, so die DRV.

Ihr letzter Satz ist FALSCH , denn sonst würde es ja keine Renten wegen voller Erwerbsminderung geben. Es gibt eine Vielzahl von Leuten die gar nichts mehr machen können.

von
Thomas T

Die DRV siehr das aber oft anders.Auch Menschen die eine volle Erwerbsminderungsrente erhalten,können zu größten Teil noch arbeiten,wenn auch nicht voll.
Ich kenne sehr viele die nach der Rentenzusage erst richtig mit dem arbeiten angefangen haben.
Und genau diese Leute machen es den richtig kranken sehr schwer, denn in Deutschland wird immer alles veralgemeinert.
Und dieser Mißbrauch führt immer zu strengeren Kontrollen der DRV.

von
Klemens

Auch jemand der eine volle EM-Rente erhält, darf ja ganz offiziell bis zu 3 Stunden täglich arbeiten. Darauf wird im Rentenbescheid ja ausdrücklich hingeweisen.

Insofern ist die allgemeine Auffassung und Meinung der meisten Leute, das jemand der eine volle EM-Rente gar nicht mehr arbeiten darf falsch.

Ob er es - aus gesundheitlichen Gründen - kann ist eine ganz andere Frage ...

Aber bis zu 3 Std. kann JEDER EM-Rentner theoretisch arbeiten und damit einen Hinzuverdienst bis 400 Euro erzielen.

Experten-Antwort

Hallo Taita,

bitte setzen Sie sich mit Ihrer Krankenkasse innerhalb der gesetzten Frist (zur Mitwirkung im Rahmen des Krankengeldbezuges) in Verbindung und lassen die Notwendigkeit einer erneuten Rehabilitationsmaßnahme nochmals überprüfen. Anhand der geschilderten Sachlage macht das von der Krankenkasse vorgeschlagene Verfahren zu einer weiteren Rehabilitationsmaßnahme aus unserer Sicht wenig Sinn. Sie können jederzeit einen Rentenantrag bei Ihrem Rentenversicherungsträger stellen und die Frage Ihrer weiteren Erwerbsfäfigkeit damit prüfen lassen.

von
Taita

Hallo,
mal gesammelt Antworten auf gesammelte Fragen. :)
Also ich bin Jahrgang 1959 und weiß von diesem Restberufsschutz. Ob und wie weit der bei mir zum Tragen kommt, weiß ich leider nicht.
Fakt ist, dass ich die letzten 20 Jahre in diesem Beruf gearbeitet habe.

Die Krankenkasse hat mir inzwischen den neuen Rehantrag zugestellt. Im Unterschied zum letzen Antrag enthätlt dieser einen geheimen, verschlossenen Umschlag, den ich mit dem Antrag bei der DRV einreichen soll. Auch wird schon in dem Anschreiben an mich darauf hingewiesen, dass der MDK den Rentenantrag empfiehlt, da keine Besserung meiner Beschwerden in Aussicht ist.

Natürlich bin ich gezwungen, den Antrag innerhalb der gesetzten Frist einzureichen, da mir sonst der Verlust des Krankengeldes droht. Die Kasse geht dabei kein Risiko ein:
Wird aus dem Reha-Antrag ein Rentenantrag, wird wohl zunächst das AfA zahlen müssen. Da gibt es ja diese Nahtlosreglung.
Fahre ich unsinnigerweise wieder zur Reha, zahlt erstmal die Rentenversicherung Übgangsgeld. Dann gewinnen die zwar nichts, verlieren tun sie aber auch nichts.
Letzte Möglichkeit wäre eine Ablehnung der Reha wegen zu kurzem Zeitabstand. Aber auch dann würde die KK eben einfach weiterzahlen müssen, und hätte keinen Nachtteil gegenüber dem jetzigen Zustand.

Ich bin selbst gespannt, wie die Rentenversicherung reagieren wird.