Rehaantrag = Rentenantrag

von
Helga

Wenn heute im Rahmen eines Rentenantrages auf EM-Rente festgestellt wird, dass ich zum Zeitpunkt einer Reha aus 2004 bereits erwerbsgemindert war (obwohl arbeitsfähig entlassen), wird soviel ich weiss doch der damalige Rehaantrag fiktiv als Rentenantrag gesehen. Wird die Zahlung der Rente auch für den kompletten Zeitraum rückwirkend vorgenommmen oder gibt es eine Begrenzung der Nachzahlung?

von
--!__!--

Sofern tatsächlich rückwirkend ein Anspruch festgestellt wird, wird auch die Zahlung für diesen Zeitraum vorgenommen. Zu berücksichtigen sind jedoch etwaige Erstattungsansprüche (z. B. Krankenkasse, Agentur für Arbeit).

von
Aha

In der Regel wird Ihnen die Umdeutung des damaligen Reha-Antrags in einen Rentenantrag angeboten - ob Sie die Umdeutung annehmen ist Ihre Sache außer Ihr sog. Dispositionsrecht war wirksam eingeschränkt (z.B. durch 10-Wochen-Frist der Krankenkasse o.ä.) - siehe den anderen Beitrag zum Erstattungsanspruch.

Ansonsten wird die Rente rückwirkend gezahlt, wobei die zwischenzeitlich erzielten Einkommen als Hinzuverdienst berücksichtigt werden.

Experten-Antwort

Da Sie damals als "arbeitsfähig" entlassen wurden, ist der Reha-Antrag damals nicht in einen RT-Antrag umgedeutet worden. Beim jetzigen EMRT-Antrag wurde der Leistungsfall doch auf diese Reha-Massnahme zurückgelegt. D.h. dieser RT-Antrag müsste als Überprüfungsantrag gewertet werden. Dann wäre der damalige Reha-Antrag tatsächlich der rückwirkende RT-Antrag. Dann müsste aber noch die Verjährung geprüft werden (§45 SGB I).

von
Beobachter

Daran sieht mal mal wieder wie falsch und medizinisch höchst fragwürdig - manche -Rehaberichte sind.

Aus der Reha seinerzeit als arbeitsfähig entlassen, wobei in Wirklichkeit sogar schon erwerbsunfähig bestand....

Die Rehaärzte waren offensichtlich Meister ihres Faches.

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