Rehaantrag Umdeutung nach über 2 Jahren in EM Rente

von
Josef K

Im Dezember 2016 wurde ich am Herzen operiert und noch auf der Intensivstation wurde von sozialen Dienst des Krankenhauses eine drei wöchige stationäre Anschlussrehabilitation beantragt.
Die DRV hat dies auch gleich bewilligt. Die Anschlussreha verlief auch sehr positiv und mir wurde mitgeteilt, dass ich über 6 Stunden am Tag arbeiten kann. Da ich keine Arbeit fand, lebte ich von Sozialleistung sprich Arbeitslosengeld 2.
Das Jobcenter foderte mich im September diesen Jahres auf Erwerbsminderungsrente zu beantragen, was ich dann 09/2018 auch tat. Jetzt liegt mir der posive Bescheid von der DRV vor. Ich erhalte EM-Rente aber rückwirkend, da mein Rehaantrag von 12/2016
als Rentenantrag dient. Dadurch erhalte ich aber eine viel kleinere EM-Rente als wenn sie ab September 2018 bewilligt worden wäre.
Meine Frage: Ist es rechtens das ein zwingenger Rehaantrag/Aufenthalt zwei Jahre später gegen meinen Willen und meiner Kenntnis umgedeutet wird in einen Antrag auf Erwerbsminderungsrente?
Vielen Dank

von
Ursel

Ja, das ist rechtlich korrekt

Experten-Antwort

Die Höhe der Rente richtet sich nach den anzurechnenden Versicherungszeiten. Diese werde bis einschließlich des Monats des Leistungsfalles berücksichtigt. Der Leistungsfall ist medizinisch zu bestimmen, nämlich der Tag, an dem nachgewiesen ist, dass Sie nicht mehr mindestens 6 Stunden arbeiten können.
Lag zum Ende einer Rehamaßnahme dieser Leistungsfall vor, sieht das Gesetz vor, dass der Antrag auf Rehabilitationsmaßnahmen als Rentenantrag gilt.
Weitere Informationen zu Ihrer persönlichen Situation kann Ihnen nur der Rentenversicherungsträger geben, der Ihre medizinischen Unterlagen hat und für die Entscheidung zuständig ist.