Rehabericht

von
Claudine

Liebes Expertenteam,

vor einigen Wochen absolvierte ich eine mehrwöchige Reha. Heute ging bei mir nun der ausführliche Entlassungsbericht ein.
Leider musste ich nun feststellen, dass viele Dinge in dem Bericht nicht stimmen.
So werden z.B. bestehende Diagnosen, die z. B. von Fachkliniken, MDK etc. bestätigt wurden und die man auch deutlich sehen kann (z.B. Lipödeme) als falsch dargestellt. So wird auch z.B. von einer körperlichen Untersuchung geschrieben, die in diesem Umfang gar nicht stattgefunden hat. Ferner gibt es in dem Entlassungsbericht eine Aufstellung, welche Therapien stattgefunden haben. Auffällig ist hier, dass die dort aufgeführte Anzahl gar nicht stimmt. Besonders deutlich ist dies z.B. bei einer Therapie die nur einmal stattgefunden hat, weil danach die Therapeutin (und nachweislich gab es hierfür tatsächlich nur eine Therapeutin) krank wurde und die Therapie gar nicht weiter erfolgte. Auch sind diverse Aussagen falsch weitergegeben worden, was aufgrund diverser Wiederholungen im Bericht zu widersprüchlichen Aussagen führt und auch die Schlussfolgerung nicht nachvollziehbar ist.
Wie wäre nun die richtige Vorgehensweise um eine Richtigstellung zu erwirken (ausführliches Schreiben an die Klinik sowie Kopie an die DRV oder persönliches Gespräch bei einer der Geschäftsstellen der DRV?)

So wir der Entlassungsbericht verfasst wurde, stimmt er inhaltlich nicht und auch die aufgeführten Behandlungen stimmen nachweislich hinsichtlich der Anzahl und des Stundenumfangs nicht.
Schon jetzt danke ich Ihnen für die Antwort.

von
Schade

Ob das alles wichtig ist und ob eine "Richtigstellung" etwas bringt (außer Ihnen und Ihrem ego) weiß zunächst niemand.

Das hängt auch davon ab, wie es mit Ihnen weitergeht.

Arbeiten Sie nach der Reha z.B. im bisherigen Bereich ganz normal weiter, so kräht in einigen Jahren kein Hahn mehr darüber ob der Rehabericht 2019 richtig oder falsch oder nur zum Teil richtig war.

Hängen davon künftige Entscheidungen ab (Rente, LTA Maßnahmen) könnten Auswirkungen gravierend sein.

Aber das weiß keiner von außen.

Wenn es Ihnen wichtig ist, setzen Sie ein Schreiben auf und senden dieses Schreiben an Klinik und an DRV.
Ob Sie eine Antwort bekommen oder ob die Klinik der Meinung ist dass die Behandlungen OK waren, werden Sie sehen.

Ein Besuch in einer DRV Beratungsstelle bringt da gar nichts - was soll der/die Berater (= medizinischer Laie) zu Ihrer Erzählung der "Zustände in der Reha" sagen?
Er kann nicht bewerten ob Ihre Darstellung den Tatsachen entspricht oder nicht, dort kann man Ihnen lediglich sagen "schreiben Sie es nieder was in Ihren Augen nicht richtig war" - den Beschewerdebrief für Sie aufsetzen wird der Berater wohl kaum.

Fazit: Sie schreiben einen Brief oder lassen alles auf sich beruhen - ist allein Ihre Entscheidung.

Experten-Antwort

Guten Morgen Claudine,

ich würde Ihnen auch empfehlen, die Rehabilitationseinrichtung zu kontaktieren, Ihren Sachverhalt dort vorzustellen und auf eine Korrektur des Entlassungsberichtes hinzuwirken. Ihre Rentenversicherung können Sie gern über Ihr Anliegen in Kenntnis setzen, jedoch vermag dort - wie Schade bereits zutreffend festgestellt hat - niemand zu beurteilen, wie Ihre Therapie tatsächlich abgelaufen ist. Dies können Sie ausschließlich mit den beteiligten Personen erörtern.