REHAFÄHIG - Rente?

von
Gerlinde

Weiß nun nicht mehr weiter?

War im Januar 2009 auf Anraten meines Orthopäden auf Reha.
Im Rehaantrag habe ich auch meine Depressionen angegeben. DRV schickte mich in eine ambulante Rehaklinik (Orthopädie). Dort wurde auch oft mit einem Psychologen gesprochen. Im Reha-Abschlußbericht stand, ich wäre nur noch zw. 3 u. 6 Std arbeitsfähig.Habe auch die anschießende IRENA gemacht. Nichts half. Mir wurde vom Arzt beim Abschlußgespräch geraten einen Rentenantrag zu stellen.Diesen stellte ich dann über den VDK. War nun mittlerweilen bei zwei Gutachtern. Beide meinten ich wäre nicht mehr voll belastbar(teilerwerbsunfähig) Bin auch nunmehr seit Februar krankgeschrieben wegen Depressionen und Dauerschmerzen.
Nun erhielt ich vom DRV einen Antrag auf Reha zugesand, mit dem Vermerk, mein Rentenantrag könne erst nach der Reha endgültig bearbeitet werden.Auf welche Reha ich nun sollte wurde mir nicht mitgeteilt, ich vermute jedoch auf eine psychosomatische Reha. Da nun mein behandelnder Neurologe mich nicht für REHAFÄHIG hält und er mir dies auch schriftlich bestätigt hat, füllte ich den Rehaantrag aus und legte auch den Brief (nicht rehafähig) bei. Da ich ja gewillt wäre eine Reha zu machen, dies aber leider momentan nicht kann und ja bereits im Januar eine gemacht habe, würde es mich interessieren, wie mein Rentenantrag nun bearbeitet wird. Es heißt ja Reha vor Rente. Wird der Rentenantrag nun abgelehnt, oder wird gewartet bis ich zu einer Reha kann und dann erst nach diesem Abschlußbericht entschieden.

Experten-Antwort

Die medizinische Beurteilung ist immer jeweils stark auf den Einzelfall bezogen. Wie es in Ihrem Fall aussieht, wenn Sie die zur weiteren Beurteilung über Ihren Rentenantrag angebotene Reha-Maßnahme (in absehbarer Zeit) nicht durchführen können, kann ich an dieser Stelle leider nicht beurteilen.
Hilfreich wäre hier ein klärendes Gespräch von Ihnen bzw. von dem vermutlich von Ihnen bevollmächtigten Mitarbeiter des VdK oder Ihres Neurologen mit der sachbearbeitenden Stelle, damit die weitere Vorgehensweise abgesprochen und geregelt werden kann.

von
Corletto

Sicher wird ihnen jetzt eine psychosomatische Reha bevorstehen.

Und das Ergebnis dieser Reha wird sicherlich entscheidend für ihren EM-Antrag sein.

Das ihr Arzt Sie nicht für Rehafähig hält ist ja eine Sache, aber wie sehen SIE ihre Rehafähigkeit ??

Wenn Sie aktuell aber wirklich nicht Rehafähig sind und ihr behandelnder Arzt dies bestätigt, wird die Reha
solange verschoben bis Sie wieder Rehafähig sind.

Sie sollten sich natürlich schon darüber im Klaren sein, das sich ihr gesamtes Verfahren dadurch nicht unerheblich zeitlich verzögern wird.

Insofern würde ich die Reha nicht bis zum St. Nimmerleinstag verschieben, sondern diese Reha kurz- bis mittelfristig antreten - auch wenns schwer fällt.

Das ihr EM-Antrag jetzt seitens der RV abgelehnt wird nur weil Sie derzeit nicht Rehafähig sind, halte ich persönlich für absolut unwahrscheinlich.

Ich denke wie schon gesagt das ihr Verfahren eher erstmal
" auf Eis " gelegt wird
( hat ihnen die RV ja auch so mitgeteilt ), bis Sie die Reha absolviert haben.

von
Ajax

Ich hoffe, Sie lesen das noch, weil ich gestern keine Zeit für das Forum hatte.
Es gibt auch Fälle, in denen EM-Rente erst einmal bewilligt wird, wenn der Neurologe bescheinigen kann, dass die Reha-Maßnahme Ihnen mehr schadet als nützt.
Sie sollten den Antrag aber auf jeden Fall ersteinmal stellen, weil sie ja gar nicht wissen, wohin man Sie stecken wird (wir vermuten ja alle nur - sonst kann wg. fehlender Mitwirkungspflicht abgelehnt werden.
Wenn die Bewilligung (psychosomatisch) Ihre Reha da ist, wird der VdK-Mitarbeiter Widerspruch dagegen erheben, in Zusammenarbeit mit Ihrem Neurologen den WS entsprechend begründen und die Zahlung der EM-Rente im Widerspruchsverfahren nocheinmal beantragen. Die Erfahrungswerte die ich habe - so kann die EM-Rente durchgehen; aber die vom VdK wissen das!

von
Gerlinde

Vielen lieben Dank für die Antworten und Ratschläge.