Reha/Mdk

von
Lotto48

Hallo zusammen.
Ich war in einer Psychosomatischen Reha.Bin als AU entlassen worden,wegen HWS Probleme.Ansonsten für AF befunden worden mit kleinen einschränkungen. In Wahrheit hat mir die Reha nichts gebracht.Arzt sagt weiterhin Krank.Die Krankenkasse möchte den Bericht für Mdk.
Kann mich der Mdk aufgrund des Reha Berichtes Gesund schreiben obwohl es mir schlecht geht,und was wäre dann ?
Gruss Lotto48

von
Kreuzchen

Wenn die Rehaklinik Sie für erwerbsfähig (hat nix mit Arbeitsunfähigkeit zu tun!) hält, wird der MdK wohl zu keinem anderen Ergebnis kommen.
Fakt ist, dass die Beurteilung einer Rehaklinik Prioritäten besitzt und der MdK kaum eine Möglichkeit hat, dies anzuzweifeln (warum sollte er auch?).
Dabei spielt es erst einmal überhaupt keine Rolle, wie Sie sich fühlen.
Wenn der MdK Sie also für erwerbsfähig hält, sollten Sie mit Ihrem Arzt noch einmal Rücksprache halten.
Noch ein Tipp: werden Sie Mitglied beim VdK oder SVD.
Die beraten in solchen Fällen.

von
Corletto

Da Sie aus der Reha als AU entlassen worden sind, heisst dies erstmal und bis auf weiteres das Sie krank und damit nicht arbeitsfähig sind !

Wenn Sie also aus der Reha AU entlassen worden sind, sollten Sie sich von ihrem behandelndem Arzt erstmal auf jeden Fall weiter krank schreiben lassen.

Dies wird ihr Arzt auch ohne Probleme machen , weil die Rehaklinik dies ja auch so im Entlassbericht vorgegeben hat.

Da dies nun mal fakt ist , wird bis auf weiters nicht die Krankengeldzahlung eingestellt.

Das heisst für Sie konkret wird erstmal das Krankengeld solange gezahlt wie die Krankschreinbung noch andauert.

Ob überhaupt und wann zu einem späteren Zeitpunkt die Krankenkasse eventuell auf Sie zukommen könnte und die weitere Zahlung des Krankengeldes einstellen wird, kann ihnen hier niemand sagen .

Fakt ist, solange der behandelnde Arzt hinter ihnen steht und Sie fortlaufend weiter krank schreibt hat die Krankenkasse Probleme ihnen die Zahlung des Krankengeldes einfach so einzustellen.

Sollte die Krankenkasse damit auf Sie zukommen, sollten Sie sofort Widerspruch dagegen einlegen und event. Rechtsanwalt , VDK oder den SovD beauftragen ihre ihre Interessen gegenüber der Krankenkasse zu vertreten.

von
Rosanna

Ergänzend zum Beitrag von @Corletto möchte ich betonen, dass

a) der MdK Sie NIE "gesund" schreiben kann, sondern nur ein Arzt

b) die Krankenkasse Sie NIE zur Rentenantragstellung, sondern nur zur Reha-Antragstellung auffordern kann (ergo auch das KG nicht einfach einstellen kann, solange Sie arbeitsunfähig geschrieben sind!) und

c) die KK bei der DRV nachfragen kann, ob Sie NACH DER REHA erwerbsgemindert sind. Dann würde der Reha-Antrag in einen Rentenantrag umgedeutet (§ 116 SGB VI) und Sie müßten einen Rentenantrag stellen, sofern die KK Sie zur Reha-Antragstellung aufgefordert hatte.

Sie müssen also unbedingt mit Ihrem behandelnden Arzt klären, ob dieser Sie weiter für arbeitsunfähig hält. Dies hat im Moment oberste Priorität!!!

Vergessen Sie auch nicht, daß irgendwann (hoffentlich nicht in nächster Zeit) der KG-Anspruch entfällt - spätestens nach 78 Wochen.

MfG Rosanna.

von
KK-Mann

@Rosanna
kurze anmerkung zu ihrem punkt b:
wenn die voraussetzungen für den bezug der regelaltersrente erfüllt sind, kann die krankenkasse sehr wohl den versicherten zur rentenantragstellung auffordern. kommt der versicherte dieser aufforderung nicht nach, kann auch das krankengeld eingestellt werden.

Experten-Antwort

Der ausführliche Entlassungsbericht der durchgeführten Rehamaßnahme wird aus datenschutzrechtlichen Gründen von der Deutschen Rentenversicherung nicht an die Krankenkasse gesandt. Dieser geht lediglich auf Anforderung direkt an den MDK.
Da sie sich auch nach Ende der Rehamaßnahme für arbeitsunfähig halten, sollten Sie sich auf jeden Fall von Ihrem Arzt weiterhin krankschreiben lassen, damit das Krankengeld (bis längstens zur Aussteuerung) von der KK weitergezahlt wird.
Sollte der MDK trotz Ihrer Krankschreibung Zweifel an Ihrer Arbeitsunfähigkeit haben, so steht es ihm natürlich frei, dies ggf. anhand einer Untersuchung zu überprüfen.
Wenn der MDK Sie entgegen der Aussage Ihres Arztes für arbeitsfähig hält, sollten Sie eventuell unter Vorlage einer aktuellen Stellungnahme Ihres Arztes dieses Ergebnis anfechten.
Letztlich kann von uns aber nicht gesagt werden, ob die Aussage des MDK oder Ihres Arztes mehr Gewichtung für die weitere Krankengeldzahlung hat.

von
Rosanna

DAS mag ja sein bzw. ist auch nachzuvollziehbar. Aber eben nicht bei einer Erwerbsminderungsrente... und um die ging es ja in dem Beitrag.