Rehe-Zwang?

von
Claudia

Ich leide an starken Depressionen verbunden mit panischer Angst vor Männern (der Grund dafür ist bisher nicht bekannt).

Ich vermute mal, es wird keine Reha-Klinik geben, in welcher nur Frauen tätig sind!?

Kann man mich zwingen, in eine Reha-Klinik zu gehen?

von
Anita

Ich war mal in einer, die auch eine psychosomatische Abteilung hatte. Und in der eine Station, auf der nur Frauen tätig waren, Männer hatten keinen Zutritt. Gut war die Klinik allerdings nicht, aber vielleicht gibts auch bessere, in denen es so ist.
Ablehnen können Sie alles, aber nicht, wenn Sie Rente oder Krankengeld wollen - das ist vermutlich das Problem.

Wie machen Sie das übrigens im Alltag?

von
JustMe

Zwingen kann man Sie nicht, aber um später Leistungen aus div. Kassen zu erhalten, ist eine Reha sicherlich ratsam.

Ich weiß nur, dass es im Rahmen von Mütterkuren und Mütterrehabilitationen reine Frauenkliniken gibt, in der dann auch nur Frauen arbeiten.

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Claudia,

Leistungen zur Teilhabe bedürfen der Zustimmung der Leistungsberechtigten. Das heißt, niemand kann Sie zur Teilnahme an der Rehabilitationsleistung zwingen.

Die Nichtinanspruchnahme kann jedoch Auswirkungen auf eine Ihnen gezahlte Entgeltersatzleistung (z.B. Krankengeld) haben. Daher empfehle ich Ihnen, falls Sie eine bewilligte Rehabilitationsleistung nicht antreten wollen, vorher Kontakt mit der Stelle aufzunehmen, welche Ihnen die Entgeltersatzleistung zahlt (Krankenkasse, Träger der Arbeitslosenversicherung bzw. anderer Sozialleistungsträger).

Sie haben recht es gibt keine Reha-Einrichtung bei der keine Männer beschäftigt sind. Es gibt jedoch Reha-Einrichtungen mit speziellen Angeboten für Frauen mit psychosomatischen Störungen.

Fragen Sie doch bei Ihrem Rehabilitationsträger nach diesen speziellen Angeboten für Frauen mit psychosomatischen Störungen. Denn dieser Berücksichtigt bei der Auswahl der Rehabilitationseinrichtung auch die persönliche Lebenssituation, das Alter, das Geschlecht, die Familie sowie die religiösen und weltanschaulichen Bedürfnisse.

von
H&Männerfrei

Zitiert von: Claudia

Ich leide an panischer Angst vor Männern.

Schon lange empfinden es sehr viele Kundinnen als unangenehm, wenn Männer in der Schlange an der Kasse, wo sie ihre Wäsche bezahlen möchten, hinter ihnen stehen. Sie fühlen sich dadurch in ihrer Intimsphäre verletzt. Da die Interessen und Wünsche der Kundinnen gerade in diesem Bereich sehr ernst genommen werden, hat sich eine bekannte Modefirma dazu entschlossen, ab sofort in allen Filialen Kassen für H (Herren) und M (Mädchen) einzuführen.

von
Elisabeth

Ob die 2 getrennten Kassen wohl etwas nützt, weiß ich nicht. Ich gehe schon seit mindestens 30 Jahren für den männlichen Angehörigen Wäsche einkaufen. Männliche Mitarbeiter sind sehr souverän und es gewohnt, dass Frauen männliche Bekleidung kaufen. Ich weiß gar nicht wie ich mich fühlen würde, in der Frauenschlange zu stehen.

von
H&Männerfrei

Zitiert von: Elisabeth


... ihren Senf auch noch zum vorgezogenen Aprilscherz.

von
Heinrich

Ich finde es einfach dumm und unterste Schublade sich über Menschen mit einer Erkrankung auch noch lustig zu machen.

Den Witzbolden wünsche ich eine richtig schöne Psychose.

von
Marilyn

Männer? Diese schrecklichen haarigen, stacheligen Biester?

Die sind wirklich schlimm..

von
Opa Jo

Zitiert von: Marilyn

Männer? Diese schrecklichen haarigen, stacheligen Biester?

Die sind wirklich schlimm..

Toller sachbezogener Beitrag.
Haben Sie lange dafür üben müssen?
Leider aber das falsche Forum für Ihre Geistesblitze.

von
Elisabeth

Mein Beitrag war kein Aprilscherz. Ich kaufe auch in einem Herrenausstatter Tangaslips völlig problemlos.

von
Opa Jo

Zitiert von: Elisabeth

Mein Beitrag war kein Aprilscherz. Ich kaufe auch in einem Herrenausstatter Tangaslips völlig problemlos.

Wie lautete noch die Frage von Clauidia?

von
Sozialröchler?

Zitiert von: Heinrich

Ich finde es einfach dumm und unterste Schublade sich über Menschen mit einer Erkrankung auch noch lustig zu machen. Den Witzbolden wünsche ich eine richtig schöne Psychose.

Die bekommt man, wenn man über Scherze nicht lacht oder zum Lachen in den Keller gehen muss. Mit "dumm" oder "klug" hat das wenig zu tun.

Übrigens: Wer panische Angst vor Männern (Androphobie) hat, sollte nicht ausweichen, sondern gerade in diese Situation gehen, die Angst auslöst. Konfrontation (Flooding) ist ein bekanntes Therapieverfahren. Das Flooding (auch Überflutung, Reizüberflutung) ist eine Form der Konfrontationstherapie, die v. a. in der Verhaltenstherapie eingesetzt wird. Es wird als massiertes Verfahren in vivo eingeordnet. Als massiertes Verfahren wird es nicht graduell, in kleinen Schritten angewendet. In vivo bedeutet ein Vorgehen in der Realität.

Dabei wird der Patient nach ausführlicher Information und Vorbereitung dem stärksten angstauslösenden Reiz ausgesetzt und soll in der Situation bleiben, bis seine Angst zurückgegangen ist. Wenn eine Person z. B. Höhenangst hat, dann wäre die Reizüberflutung das Verweilen auf einem hohen Turm. Diese Therapieform sollte nur durch einen entsprechend ausgebildeten Therapeuten ausgeführt werden.

Sinn der Therapie ist, dass der Patient durch die Erfahrung, dass er die stärkste Angst ausgehalten hat, lernt bzw. erkennt, dass er die Situation überlebt.

Die Lösung ist das scherzhaft beschriebene Verfahren bei H&Männerfrei also nicht wirklich, sondern tatsächlich nur ein Scherz und Lachen kann auch bei Panikstörungen nur gesund sein. Wahrscheinlich haben Sie das aber mit "lächerlich machen" nur verwechselt.

von
Claudia

Für die Antworten der dummschwätzer schäme ich mich! Tut mir echt leid, dass in einem solch tollen Forum Vollpfosten antworten.

Aber vielen dank für die lieben Antworten sowie auch für die Experten-Antwort!

@ Anita
Den "Alltag" gibt es bei mir nicht. Ich bin nicht nur psych. sondern auch körperlich krank und somit erwerbsunfähig. Ich habe nur weibl. Ärztinnen, Bankangestellte, Vermieterin usw. zu tun. Einkaufen gehe ich einmal die Woche mit einer Freundin und das am frühen morgen, da sind nur Hausfrauen und Rentner unterwegs. Ansonsten bin ich leider in Haus und Bett gefangen.

@ Heinrich
Vielen Dank!

@ Sozialröchler?
Ich bin keine Psychologin, aber der Vergleich mit der Konfrontation als Therapie hakt gewaltig! Bei einer Spinnenphobie wird der Patient auch LANGSAM an EIN Tier herangeführt (was sich dann vermutlich steigert) und nicht in einen Raum voller Spinnen eingeschlossen - "so jetzt komm mal drüber weg".

Gruß Claudia