Rente 48% festlegen?

von
Rene N.

Hallo, eine Frage zur Planung, sollte es zur Einigung bei der SPD kommen. Würde es mir auch noch etwas bringen,also die wo schon in Rente sind? Bin seid 2017 in Rente, ca. 1000 Euro Netto, nur mal zu meiner Info.Danke für Auskunft

von
Jürgen

Hallo René, Sie schreiben so, wie Klinsmann spricht, die wo !

von
Klugpuper

Beim Rentenniveau geht es um das Verhältnis zwischen dem Durchschnittsentgelt und der Eckrente, jeweils netto vor Steuern.

Grundsätzlich gilt dies auch nur für diejenigen, die im aktuellen Jahr in Rente gehen.

Es bleibt also abstrakt.

Es heißt aber, dass das Durchschnittsentgelt und der aktuelle Rentenwert in einem gewissen Mindestverhältnis stehen müssen, damit die gewünschte Prozentzahl erreicht bleibt.

Meist geht es aber um die Anwendung von Formeln und nicht um politische Entscheidungen.

Also nehmen Sie die Zahl nicht zu wichtig, die ist für Volkswirte und Versicherungslobbyisten.

von
memyself

das rentenniveau 2016 war 47,9% ... was erwartest du jetzt?

von
memyself

das rentenniveau 2016 war 47,9% ... was erwartest du jetzt?

von
Schießl Konrad

Das Rentenniveau kann man nicht festlegen, ist vielmehr ein Selbstläufer
der sich für die sogenannte Eckrente ergibt.Immer für 45 Jahre Beitrags-
zahlung bei gleichbleibenden Durchschnittsverdienst, rechnerisch jährlich
1 EP. x 45Jahre.
Im Jahre 2015 35363 Jahresbrutto und halbjährlich 28,61 x 6 7724,70, sowie
II. Halbjahr 29,21 Rentenwert x 6 7886,70 15.611 : 35363 44,14 Brutto-
niveau oder 47,60 Nettoniveau.
Ändert sich der Prozentsatz, verändert sich auch Prozentsatz für einen
Bestandsrentner.

MfG.

von
KSC

Klinsmann würde sagen: Die wo schon in Rente sind und 1000 € kriegen, kriegen im Juli 1030 € wenn die Renten wo gezahlt werden um 3% steigen.

Das hat mit dem Rentenniveau das von der SPD oder sonstwem auf 48% geschrieben wird nix zum tun.

Und wenn dieses Jahr die Löhne um 5% steigen tun sind alle die wo nur 3% Erhöhung kriegen die Gekniffenen, weil dann das Niveau wo die haben gesunken ist.

von
Jürgen

Zitiert von: KSC
Klinsmann würde sagen: Die wo schon in Rente sind und 1000 € kriegen, kriegen im Juli 1030 € wenn die Renten wo gezahlt werden um 3% steigen.

Das hat mit dem Rentenniveau das von der SPD oder sonstwem auf 48% geschrieben wird nix zum tun.

Und wenn dieses Jahr die Löhne um 5% steigen tun sind alle die wo nur 3% Erhöhung kriegen die Gekniffenen, weil dann das Niveau wo die haben gesunken ist.

Für die Beschreibung gebe ich die Note 1+

Experten-Antwort

Wie bereits richtig beschrieben, basiert das Rentenniveau auf zwei Größen. Verglichen wird eine standardisierte Rentenleistung mit einem durchschnittlichen Arbeitnehmerentgelt.

Die Standardrente, die häufig auch als „Eckrente“ bezeichnet wird, ist eine Regelaltersrente, die ein Durchschnittsverdiener erhält, wenn er 45 Jahre Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung gezahlt hat. Da die Lebensläufe der Versicherten sehr unterschiedlich sind, wird diese fiktive Rente stellvertretend für die gesamten Altersrenten in der Berechnung angewendet.

Der Durchschnittsverdienst wird vom Statistischen Bundesamt ermittelt. Der vorläufige Brutto-Durchschnittsverdienst für das Jahr 2018 beträgt 37.873 EUR.

Das Rentenniveau stellt dar, in welchem Verhältnis – ausgedrückt als Prozentsatz – die Standardrente eines Jahres zum Durchschnittsverdienst der Beitragszahler desselben Jahres steht. So lässt sich im Zeitablauf nachvollziehen, wie sich das Gesamtsystem Rentenversicherung hinsichtlich seiner Leistungen entwickelt.

von
Konrad Schießl

Bin der Meinung, ganz gleich, ob Brutto oder Netto Niveau, das Niveau kann man für
Jahre im Voraus nicht festlegen, denn es ist vielmehr ein Selbstläufer.

Für 2018 stehen ja die endgültigen Zahlen noch nicht fest, bin mir sicher der Durchschnitt
von 37873 Euro verändert sich noch, das Gleiche gilt für die Eckrente, denn im 2. Halbjahr
wird ja der Rentenwert eines EP. höher sein als derzeit 31,03 West. Bleiben wir also
beim Ist Stand.
Euro 31,03 Rentenwert x 12 x 45 Jahre sind zunächst 16.756,20, minus 8,40 Kr.und 2,55
PflegeV. 1834,80 Euro: 14.921,40,

Brutto 16.756,20 : 37873 = 44,24 Brutto Niveau.

Berücksichtige ich von 37873,00 ebenfalls 8,40 und 2.55 % ( 10,95%) 4.147,09
(37873,00 ./. 4147,09) 33725,91 und rechne 14921,40 Nettorente : 33725,91 komme
ich wieder auf 44,24 Rendite.

Es werden ja vom Brutto 37873 höhere Beträge als 4147,89 gekürzt, dadurch ergibt sich
ein höherer Prozentsatz, dies ist erklärbar.
Vielen Dank.

MfG.

von
Schorsch

Zitiert von: Konrad Schießl
Bin der Meinung, ganz gleich, ob Brutto oder Netto Niveau, das Niveau kann man für Jahre im Voraus nicht festlegen, denn es ist vielmehr ein Selbstläufer.

Und weil das so ist, wurde ja auch im Sondierungspapier vereinbart, die Rentenformel entsprechend zu ändern.

MfG

von
Klugpuper

Wäre es nicht eher geboten, die Rentenanpassungsformel anzupassen?

pEP x RAF x aRW = Rentenbetrag bleibt auch bei einem Rentenniveau von 150% gleich.

von
Max-S

Zitiert von: Experte/in

Die Standardrente, die häufig auch als „Eckrente“ bezeichnet wird, ist eine Regelaltersrente, die ein Durchschnittsverdiener erhält, wenn er 45 Jahre Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung gezahlt hat. Da die Lebensläufe der Versicherten sehr unterschiedlich sind, wird diese fiktive Rente stellvertretend für die gesamten Altersrenten in der Berechnung angewendet.

Der Durchschnittsverdienst wird vom Statistischen Bundesamt ermittelt. Der vorläufige Brutto-Durchschnittsverdienst für das Jahr 2018 beträgt 37.873 EUR.

das ist so eigentlich nicht ganz richtig, auch wenn das allseits behauptet wird.

das Durchschnittsentgelt ist eine Rechengröße die mit einem prozentualem Steigerungssatz jährlich fortgeschrieben wird.

mit dem tatsächlichen Durchschnittsentgelt von Arbeitnehmern, wie es beispw. die BA ermittelt, hat das nichts zu tun. das liegt nämlich etwa 10% niedriger.

das o.a. festgelegte Durchschnittsentgelt ist vielmehr der "Preis" um einen (1) Entgeltpunkt zu erhalten.

im Grunde ist das de facto schon eine Rentenkürzung um rund 10%, da der tatsächliche Durchschnittsverdiener so eben nicht 1 EP erhält, sondern nur 0,9x.

von
Max-S

Zitiert von: Rene N.
Hallo, eine Frage zur Planung, sollte es zur Einigung bei der SPD kommen. Würde es mir auch noch etwas bringen,also die wo schon in Rente sind? Bin seid 2017 in Rente, ca. 1000 Euro Netto, nur mal zu meiner Info.Danke für Auskunft

immer daran denken, rot-grün war es hauptsächlich, die von 1998-2005 mit allerlei Arbeitsmarkt- und Rentenreformen den Deutschen die heutigen miesen sozialen Leistungen beschert haben."Renteniveau abesenken auf 43%" war nur eins davon. Entzug von Beiträgen an die DRV und Abkehr der paritätischenn Beitragsfinazierung zur Entlastung der Arbeitgeber mit Einführung der schwachsinnigen Riesterrente, Eichelrente (BAV) u.w. nur weitere kleine Bausteine.

das Rentenniveau anheben wäre ganz einfach, einfach mal 3 Jahre lang den aktuellen Rentenwert +10% erhöhen. da hätten sowohl Rentner als auch künftige Beitragszahler etwas davon, da deren Anwartschafte auch steigen.

alles andere ist nur Volksverblödung.

von
W*lfgang

Zitiert von: Max-S
alles andere ist nur Volksverblödung.

...wie Ihr Beitrag eindrucksvoll belegt!

Gruß
w.

von
Unwissende

Zitiert von: Max-S
Zitiert von: Experte/in

Der Durchschnittsverdienst wird vom Statistischen Bundesamt ermittelt. Der vorläufige Brutto-Durchschnittsverdienst für das Jahr 2018 beträgt 37.873 EUR.

das ist so eigentlich nicht ganz richtig, auch wenn das allseits behauptet wird.

das Durchschnittsentgelt ist eine Rechengröße die mit einem prozentualem Steigerungssatz jährlich fortgeschrieben wird.


Ganz schlechter Beitrag von Ihnen, lieber Max:

Das „allseits Behauptete“, was Sie hier als vermeintlich falsch darstellen, steht so im Gesetz; sehen Sie doch mal in § 69 Abs. 2 S. 1 Nr. 1 SGB VI in Verbindung mit § 68 Abs. 2 S. 1 SGB VI nach.

Dort können sie schwarz auf weiß nachlesen, dass das Durchschnittsentgelt entsprechend der Entwicklung von Bruttolöhnen und –gehältern je Arbeitnehmer vom Statistischen Bundesamt ermittelt wird. Die Ermittlung erfolgt auch nicht mit einem prozentualen Steigerungssatz, sondern nach der Systematik der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung.

von
chi

Möglicherweise rührt der Irrtum daher, daß das vorläufige Durchschnittsentgelt tatsächlich aus den Vorwerten extrapoliert wird. Anders ist das nicht möglich, weil für 2017 und 2018 noch nicht feststeht, wie hoch das tatsächliche Durchschnittsentgelt war bzw. gewesen sein wird.

Im Nachhinein wird der vorläufige Wert aber durch den tatsächlichen ersetzt.

von
Unwissende

Zitiert von: chi
Möglicherweise rührt der Irrtum daher, daß das vorläufige Durchschnittsentgelt tatsächlich aus den Vorwerten extrapoliert wird. Anders ist das nicht möglich, weil für 2017 und 2018 noch nicht feststeht, wie hoch das tatsächliche Durchschnittsentgelt war bzw. gewesen sein wird.

Im Nachhinein wird der vorläufige Wert aber durch den tatsächlichen ersetzt.

Ja, möglicherweise rührt der Irrtum daher. Wenn ich mir allerdings Max-S seine Beiträge (besser gesagt: Widersprüche) ansehe, sehe ich nicht nur einen Irrtum...

Da kann ich nur W*lfgangs Kommentaren (nicht nur in diesem Thread!) voll und ganz zustimmen!