Rente 63

von
Schneeflocke

Hallo, ich habe folgende Fragen zur Rente 63 mit 45 Beitragsjahren:

1) Wenn ich bereits jetzt einen Antrag auf die Rente 63 stelle und das Gesetz nun doch nicht in Kraft tritt, ist der Antrag dann nichtig oder muss ich eine andere Rentenart mit Abschlag in Anspruch nehmen?

2) Wenn ich bereits jetzt einen Antrag auf Rente 63 stelle (derzeitige Möglichkeit des Rentenbezuges nur mit Abschlag) und über diesen entschieden wird, bevor das Gesetz in Kraft tritt, habe ich dann die Möglichkeit abschlagsfrei in Rente zu gehen (R 63 / 45 BJ) oder ist durch den Bescheid alles definitiv entschieden?

3) Wenn ich die Rente 63 nach 45 Beitragsjahren in Anspruch nehme, wie wirkt sich das auf meine Rentenbezüge aus? Da ja zwei Jahre weniger eingezahlt werden (Renten 65!!), dennoch insgesamt 45 Beitragsjahre bestehen - Ist die Differenz/Verlust sehr groß??

Vielen Dank für die Beantwortung.

von
mal sehen, ob es so kommt

zu 1. die Sachbearbeitung wird sie fragen, ob sie weiterhin zu dem von Ihnen gewählten Zeitpunkt in Rente gehen wollen (oder später) und sie Über die Möglichkeiten (ggf. Rente mit Abschlägen) aufklären.
zu 2. wenn der Bescheid bindend geworden ist (1 Monat nach Zugang des Bescheides, also nach Ablauf der Widerspruchsfrist und sie haben keinen Widerspruch eingelegt) geht nichts mehr.
zu 3. sie zahlen dann gegenüber der in der Rentenauskunft/Renteninformation gemachten Hochrechnung (3. Wert) weniger in die Rentenversicherung ein, damit ist der Rentenbetrag geringer. Um welchen Betrag hängt von ihrem Bruttoentgelt, welches sie erhalten hätten ab (ggf. als Erstinformation im Merkblatt " Rente: So wird sie berechnet - alte oder neue Bundesländer" nachschauen).

von
KSC

Wann werden Sie denn 63?

von Experte/in Experten-Antwort

Momentan beantragen wir für Versicherte, die sich in einer ähnlichen Situation wie Sie befinden die Rente mit Abschlag und geben der Sachbearbeitung die Information, dass eig. die Rente abschlagsfrei genommen werden soll.
Wichtig ist, dass die Versicherten gegen den Rentenbescheid (mit Abschlag) Widerspruch einlegen, so dass die Rente nicht bindend festgestellt wird.
Wann werden Sie denn 63?
Haben Sie 45 Jahre Pflichtbeiträge?

von
DarkKnight RV

Hallo zusammen,

die Antworten sind natürlich alle nicht falsch, aber Schneeflocke hat wichtige Angaben ausser Acht gelassen.

Ich spiele den Fall jetzt mal so durch, wie ich die Frage verstanden habe:

Sie beantragen jetzt ab dem 1.7.2014 eine Altersrente.

Aufgrund der derzeitigen gesetzlichen Lage, kann man Ihnen nur die Altersrente für langjährig Versicherte gewähren (Rente mit Abschlag, nach 35 Versicherungsjshren).

Sollte das Gesetz so kommen, wie angedacht, und Sie erfüllen die Wartezeit von 45 Jahren, können Sie ab dem 01.07.2014 die abschlagsfreie Altersrente bekommen. dazu brauchen Sie nichtmals einen Widerspruch gegen den Rentenbescheid einlegen, weil es kein Fall nach § 34 (4) SGB VI ist. Beide Renten haben den gleichen Rentenbeginn; und die höchste ist zu leisten.

In Abhängigkeit von dem handelnden Rentenversicherungsträger (hier gibt es sicherlich unterschiedlichste Verfahrensweisen), können Sie die gewünschte abschlagsfreie Rente gleich mit beantragen (also LEAT 63 und 65 beantragen!!!) und der Rentenversicherungsträger überprüft das von alleine, oder sie stellen, nachdem das Gesetz da ist, einen Neufeststellungsantrag!

8-)