rente

von
antonia

Hallo,
wie wird jetzt nach neuen recht die private altersversorgung angerechnet und wie mieteinnahemen....701 Euro sind ja insgesamt frei?

Wird jetzt meine private altersversorgung oder die meines mannes angerechnet bei meiner witwenrente?

lg
antonia

von
Schade

verraten Sie uns bitte noch Ihre beiden Jahrgänge und das Datum Ihrer Eheschließung um überhaupt zu klären, ob Sie unters neue oder alte Recht fallen.
Und lebt der Mann noch oder ist er schon tot?

PS: wenn der Mann tot ist, kriegt er doch sicher keine private Altersrente mehr? - das was Sie dann noch kriegen, wird ggfls. angerechnet.

Experten-Antwort

Neue dauerhafte Erwerbsersatzeinkommen und Vermögenseinkünfte bei der Anrechnung auf das neue Hinterbliebnenrecht:

Betriebsrente ohne nachgelagerte Besteuerung: 17,5%
Betriebsrente mit nachgelagerter Besteuerung: 21,2%
Private Lebensversicherungen: 12,7%
Miet und Pachteinnahmen: 25%

von
Maria L.

Hallo Antonia,

wenn Sie die gleiche Person sind wie auf der vorhergehenden Seite und damit selber dem Jahrgang 1966 entstammen, sollten Sie bei der Planung Ihrer Altersvorsorge sicherheitshalber überhaupt nicht davon ausgehen, daß es so etwas wie eine Witwenrente in Zukunft noch geben wird.

Dies ist in meines Wissens eine Sozialleistung der DRV, die nicht auf eigenen Beiträgen beruht. Diese Art von Leistungen ist wohl an vorderster Stelle von Kürzungen bedroht, wenn das Geld immer knapper wird. So geschehen ja z.B. schon bei der Berücksichtigung von Ausbildungszeiten für die spätere Rente, hier wurde immer stärker gekürzt.

Die Sozialsysteme unseres Staates werden zunehmend schlechter finanzierbar werden, somit sind zukünftige Kürzungen unvermeidbar. Die Staatsverschuldung wird dazu zwingen. Allein um die Zinsen für die Schulden der Vergangenheit zu bezahlen (von TILGUNG der Schulden ist überhaupt nicht die Rede), müssen Jahr für Jahr neue Schulden gemacht werden. Jeder, der sich schon einmal mit dem Zinseszins-Effekt beschäftigt hat, weiß, daß das nicht auf Dauer gutgehen kann. Die politischen Spielräume werden so immer enger, das trifft alle Sozialleistungen.

Bauen Sie lieber eine eigene private Altersvorsorge auf, die unabhängig ist von staatlichen Wohltaten. Besser zu viel als zu wenig vorsorgen.

Gruß,
Maria L.

von
leo

Hallo Maria,
sind sie die, die hier vor ca. einem Jahr so euphorisch für die private Altersvorsorge in Fonds und Aktien warb ?

Ich will Ihnen danken !!!
Ihre damalige Euphorie hat mich damals dazu veranlasst sofort alles mit fetten Gewinnen zu verkaufen.
Das war das beste Timing, danach ist alles radikal in den Keller gegangen.
wenn ich die Investitionen jetzt noch halten würde, wären die gerade mal noch ca. 40% wert.

Danke Maria !
leo

von
Vorsicht

Glückwunsch!

Aber Sie meinte sicher nicht , daß sie verkaufen sollen. Denn es geht ihr ja - wie hier im Forum üblich - um Altersvorsorge!

Also hoffe ich, daß Sie den fetten Gewinn jetzt nicht unters Kopfkissen gepackt haben, sondern wieder gut angelegt.

Es sollen ja jetzt - langfristig gesehen - fette Einstiegskurse winken...

Viel Glück!

von
leo

Nein,
ich bin derzeit nur noch in Festgeld.
Vor 2010 steige ich nicht wieder in den Aktienmarkt ein.

leo

von
Vorsicht

Das hört sich viel zu fest an und wird sicher Maria L. nicht begeistern..

Bin gespannt auf ihren Beitrag...

von
Antonia

bin jahrgang 66 mein mann 65 und verheiratet seit 1990. Mir wurde gesagt ab jahrgang 1962 oder die ehe wurde nach 1992 geschlossen gilt das neue W-Recht....da wir beide nach 1962 geboren sind gilt eh das neue W-Recht!
Stimmt doch so?

von
Amadé

Wenn Sie die Beiträge von Maria L. genau gelesen hätten, wäre Ihnen sicher aufgefallen, dass Aktienanlage im Rahmen der Altersvorsorge NIEMALS ein kurzfristiges Rein-und-Raus-Spiel ist. Es sollte immer ein Anlagehorizont von mindestens 15 besser 20 Jahre ins Auge gefasst werden.

Wer zum Beispiel am Anfang dieses Jahres eingestiegen ist und jetzt verkaufen will oder muss, sollte sich nicht über enorme Verluste beklagen. In 15-20 Jahren sieht jedoch die Rendite-Welt, wenn man durchhält und in einen vernünftigen Fonds investiert hat, wieder ganz anders aus. Dann ergibt sich pro Jahr gerechnet nach den bisherigen Erfahrungswerten eine Rendite, die sich sehen lassen kann.

Lesen Sie mal die Erläuterungen hierzu in

www.gegen-altersarmt.de

Die Nennung dieser Seite entbindet im Hinblick auf die manchmal nicht unerheblichen Ausgabeaufschläge und ggf. anfallende Depotkosten nicht von der Notwendigkeit, auch andere Angebote zu prüfen. Unter www.google.de "Fondsdiscount" eingeben.

Stiftung Warentest: Aktienfondvergleich

Na ja, gründlich lesen und Investieren von Zeit, um sich in geeigneten Quellen schlau zu machen, ist nicht jedermanns Sache.

Ein unqualifiziertes Herumquaken - ohne sich vorher wenigstens die Grundlagen klargemacht zu haben - hilft hier niemand weiter.

Experten-Antwort

Bei Ihnen wird das neue Hinterbliebenenrecht angewandt, da Sie zwar vor dem 01.01.2002 geheiratet haben, aber es war keiner von Ihnen an diesem Tag mindestens 40.

von
Nix

Hallo Leo!
Richtig haben Sie erkannt, dass Sie bis letztes Jahr angefallene Gewinne mitnehmen. Die von Maria L. - und auch von mir - hier im Forum immerwieder geäusserte Euphorie für Aktienfonds soll dazu führen, dass die Menschen langfristig mit Aktienfonds vorsorgen und das Geld nicht in billigverzinste Lebensversicherungen stecken.

Die konstruktive Auseinandersetzung mit Geldanlagen ist hier gefragt.
Übrigens: Mit Tagesgeldkonten, Festgeld etc. kann ich mich persönlich nicht anfreunden.

Natürlich sollen Sie die Regeln der Geldanlage beachten und 3 bis 5 Monatsnettogehälter auf Tagesgeldkonten oder Festgeld für den Notfall parken.
Bei einem Verkauf von Aktien-Fondsanteilen neu gewonnene Liquidität empfehlen sich z.Zeit z.B. auch der Kauf von Schiffsfondsanteile, die ebenhohe jährliche Ausschüttungen abliefern und nach 8 bis 15 Jahren wieder komplett ausgezahlt werden.Diese können Sie auch mit geringen Beträgen ab EUR 10.000,-- günstig zeichnen.

Neben fondsdiscount.de gibt es da auch wo-capital.de, bei denen man auch solche geschlossene Fonds günstig kaufen kann.
Beratung gibt es da auf dem Telefonischen Wege.
Mit zusätzlich einsetzbaren geschlossenen Fonds können Sie auch aus Aktienfonds erzielte Gewinne abschöpfen und "fest"-legen.

Ich wiederhole mich ungern, aber:

Merke: Immer genug Geld für private Zwecke zwischendurch auf Tagesgeldkonten parken und immerwieder kontrollieren, ob auch dieser Teil des Vermögens jeweils aktuell angebracht ist, auf Tagesgeldkonten gehalten zu werden.

Die konstruktive Auseinandersetzung mit Geldanlagen soll durch Beiträge von Maria L., Amadé und mir angeregt werden.
Gezielte -verbindliche - Kauf- und Verkaufsempfehlungen können wir hier nicht auf jeden Einzelnen zuschneiden, auch wenn ich gerne mit einzelnen Fondsempfehlungen hier aufkreuze.

Die Entscheidung trifft letztlich der User dieses Forums selbst.

Nix

von
Maria L.

Hallo,

danke an Amadé und Nix für die Unterstützung. :-)

Es gibt gewiß verschiedene Methoden, über Investitionen in Aktienfonds ein Vermögen aufzubauen. Die von mir vorgestellte Methode unterscheidet sich von der von Nix in einigen Punkten. Nur um dies für Mitleser klarzustellen, nehme ich jetzt nochmal Stellung.

Für das Finanzpolster halte ich 3-5 Monatsgehälter für zu gering. Das Finanzpolster soll Sicherheit geben für alle Notlagen, die im Verlauf eines langen Lebens mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit eintreten können, z.B. Krankheit, Unfall, Umzug, Arbeitslosigkeit, unerwartete notwendige Reparaturen/Ersatz für Haushaltsgeräte oder Auto. Die Empfehlung der FinanzUni lautet hier, sich einmal systematisch zu überlegen, welche Notlagen auftreten könnten und wie hoch der Finanzbedarf wäre. Das ist von Fall zu Fall unterschiedlich, hängt auch z.B. von der familiären Situation ab. Der Sinn des Finanzpolsters ist, im Fall unerwarteter, aber notwendiger Ausgaben keine Fondsanteile verkaufen zu müssen, weil dies ggf. zum völlig falschen Zeitpunkt erfolgen müßte. Das Finanzpolster muß auch für "schlechte Zeiten" reichen, also z.B. Wirtschaftskrise, Arbeitslosigkeit etc. Um das Arbeitslosengeld I von 60% auf 100% für ein Jahr aufzustocken, braucht man z.B. 40% * 12 = 4,8 Nettomonatsgehälter. Wenn man dann noch keinen neuen Job gefunden hat, wäre es gut, noch ein paar weitere Monate vom Finanzpolster leben zu können, ohne die Fondsanteile für die Altersvorsorge verkaufen zu müssen.

Die andere prinzipielle Frage ist, ob man sich ständig mit dem Aktienmarkt beschäftigen möchte oder nicht. Die meisten Menschen möchten das nicht, sondern wollen einmal eine Altersvorsorge abschließen und sich dann nicht ständig damit befassen. Für diese Menschen eignet sich Ratensparen optimal. Am Anfang ist einmal der Zeitaufwand der Fondsauswahl notwendig, aber dann spart man einfach regelmäßig, ohne sich von schwankenden Kursen verrückt machen zu lassen. Auf Sicht von 20 Jahren ist das sicher (sofern man korrekt zielorientiert gestreut hat), man muß dann gerade in Schwächeperioden der Börse durchhalten und weiter regelmäßig investieren.

Mir wären Einmalanlagen viel zu stressig. Es ist schwierig, über Timing die richtigen Einstiegs- und Ausstiegszeitpunkte zu erwischen. Wer hierfür auch langfristig eine glückliche Hand beweist, kann u.U. mehr Vermögen bilden als mit Ratensparen, aber Ratensparen ist systematischer und sicherer. Und man kann es wie gesagt nebenbei betreiben.

Ich rechne auch damit, daß die Aktienmärkte in den nächsten Jahren dramatisch fallen werden, aber steige jetzt trotzdem nicht aus, sondern investiere weiter. Es kann nämlich auch genau das Gegenteil passieren. Ich weiß es nicht, weil ich nicht in die Zukunft sehen kann. Außerdem macht sich ja gerade in Schwächeperioden die segensreiche Wirkung des Cost-Average-Effekts bemerkbar.

Wer in Aktienfonds investiert, sollte sich einfach selber informieren und sich Gedanken machen, anstatt andere für sich denken zu lassen. So kommt man zu einer eigenen Vorgehensweise, die man dann auch besser vor sich selbst rechtfertigen kann. Für die konkrete Auswahl von Aktienfonds kann man sich der Hilfe von Beratern bedienen. Aber die grundlegenden Entscheidungen, z.B. auch die Überlegung, welchen Regionen und Branchen man auf Sicht der eigenen Ansparzeit gute Chancen zutraut, sollte man selber treffen.

Gruß,
Maria L.