Rente

von
u.s.

DerEhemann ist Rentner und die Ehefrau noch beschäftigt. Die Ehefrau verstirbt. Hat der Ehemann Anspruch auf Witwerrente?

von
Aha

Altrecht vor 1986 mal ausgeschlossen:

Wenn zum Zeitpunkt des Todes eine rechtsgültige Ehe bestand und die Frau die allg. Wartezeit von 5 Jahren (60 Beitragsmonate) erfüllt hat (oder an einem Umstand verstorben ist, der die allg.WZ als vorzeitig erfüllt sieht) GRUNDSÄTZLICH ja.

Sterbevierteljahr (100%)immer - dann max. 60% in Abhängigkeit vom Einkommen des Witwers. Unter Umständen Anspruch mit vollständigem Ruhen der Zahlung (Anspruch dem Grunde nach!).

von
u.s.

Wie hoch darf die eigene Rente sein, damit man noch die Witwen oder Witwerrente erhält.

Experten-Antwort

Sie haben grundsätzlich Anspruch auf eine Witwerrente, wenn bis zum Tod Ihres Partners eine rechtsgültige Ehe bestand.
Eine Witwerrente erhalten Sie, wenn
- Ihr verstorbener Ehepartner die allgemeine Wartezeit von fünf Jahren (Mindestversicherungszeit) erfüllt, sie vorzeitig erfüllt ist (zum Beispiel durch einen Arbeitsunfall) oder er bereits eine Rente bezogen hat und
- Sie nicht wieder geheiratet oder eine eingetragene Lebenspartnerschaft geschlossen haben.
Für die meisten Witwen und Witwer gilt aus Vertrauensschutzgründen noch nicht das neue Hinterbliebenenrecht. Die alten Regelungen sind weiterhin maßgebend, wenn
- Ihr Ehepartner vor dem 01.01.2002 gestorben ist oder
- Ihr Ehepartner nach dem 31.12.2001 gestorben ist, Sie aber vor dem 01.01.2002 geheiratet haben und ein Ehepartner vor dem 02.01.1962 geboren ist.
Bei Eheschließungen ab dem 01. Januar 2002 wird eine Witwerrente nur noch gezahlt, wenn die Ehe mindestens ein Jahr bestand.
Anspruch auf große Witwerrente besteht bei der Anwendung des alten Hinterbliebenenrechts, wenn Sie
- das 45. Lebensjahr vollendet haben oder
- erwerbsgemindert bzw. seit dem 31.12.2000 berufs- oder erwerbsunfähig sind oder
-ein eigenes Kind oder ein Kind des Verstorbenen erziehen, das noch nicht 18 Jahre alt ist (hierzu zählen unter bestimmten Voraussetzungen auch Stief- und Pflegekinder, Enkel und Geschwister). Das gleiche gilt, wenn Sie für ein behindertes eigenes Kind oder ein Kind des verstorbenen Ehepartners sorgen, das sich nicht selbst unterhalten kann (unabhängig von dessen Alter).
Der Freibetrag bei der Einkommensanrechnung beträgt derzeit 718,08 EUR in den alten Bundesländern und in den neuen Bundesländern 637,03 EUR.
Der Freibetrag erhöht sich für jedes Kind, das grundsätzlich Anspruch auf Waisenrente hat um 152,32 EUR.
Übersteigt Ihr Nettoeinkommen den Freibetrag, werden 40 Prozent des übersteigenden Betrages auf Ihre Rente angerechnet.

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