Rente ab März 2019, mein Ehemann arbeitet freiberuflich

von
Brigitte

Entsprechend meiner bisherigen Unterlagen, Jahrgang 1953, kann ich ab März 2019 Rente beziehen.
Zurzeit bin ich familienversichert über die Barmer GEK meines Ehemannes (2. Ehemann = aktueller Ehemann), der schon immer freiwillig gesetzlich versichert ist.

Wir lebten seit 1989 in einer Lebensgemeinschaft, unsere Eheschließung war aber erst 2000 und meine beiden Kinder aus erster Eehe waren zu diesem Zeitpunkt der Eheschließung 19 Jahre und 13 Jahre alt, gleichwohl die Kindererziehung ab 1989 gemeinsam durch mich und meine 2. Ehemann erfolgte.

Meine prognostizierte Rente liegt lediglich im Bereich von ~500€. Mein 2. Ehemann war vorher nicht verheiratet und hat keine leiblichen Kinder, eine Adoption meiner Kinder erfolgte nicht.

Wirtschaftlich geht es uns gut, wir haben keine Schulden, schuldenfreies Wohneigentum und Rücklagen. Mein 2. Ehemann wird voraussichtlich noch 8 bis 12 Jahre voll arbeiten und danach sein Engagement sukzessive reduzieren (von 40 Std auf 20 Std. wöchentlich). Er möchte beruflich nicht abrupt aufhören, sondern es langsam ausklingen lassen.
Kann es wirtschaftlichen Sinn machen, meine Rente von ~500€, aus welchen Gründen auch immer, nicht zu beantragen?

von
W*lfgang

Zitiert von: Brigitte
Kann es wirtschaftlichen Sinn machen, meine Rente von ~500€, aus welchen Gründen auch immer, nicht zu beantragen?

Hallo Brigitte,

NEIN ...aus Ihren hier mitgeteilten Daten sehen ich darin überhaupt keinen Sinn. Gleichen Sie das mit einem Beratungsgespräch ab, dann sind Sie auf der sicheren Seite.

Gruß
w.

Experten-Antwort

Die von Ihnen genannte Rentenhöhe wurde nach den bisherigen Rechtsvorschriften berechnet. Aufgrund des laufenden Gesetzgebungsverfahrens zur Höherbewertung von Kindererziehungszeiten vor 1992 ist zu erwarten, dass sich dadurch ab 01.2019 Änderungen in der Höhe Ihrer Altersrente ergeben könnten. Es ist deshalb zu empfehlen, nach Ende des Gesetzgebungsverfahrens eine aktuelle Rentenauskunft einzuholen oder sich bei Ihrem Rentenversicherungsträger vor Ort beraten zu lassen. Insbesondere ist wichtig, ob evtl. weitere Ansprüche (z.B. eine Betriebsrente) im Raum stehen und inwieweit sich durch den Rentenzug Änderungen bei der Krankenversicherung (Wegfall der beitragsfreien Familienversicherung?) ergeben. Sollten Sie sich für einen Rentenantrag entscheiden, beachten Sie bitte die Antragsfrist von drei Kalendermonaten nach Erreichen der Regelaltersgrenze zur Sicherstellung des frühest möglichen Rentenbeginns.

von
Verwundert

Ist es nicht so, wenn ein Rentenaufschub erfolgt, dass man um die 5% Rentensteigerung pro Jahr bekommt.

Benötigt man die Rente nicht, bekommt man bei der DRV mehr als %% Zinsen.

Persönlich würde ich einen Rentenaufschub, als den Bezug der Rente wählen.

von
Rechengröße

Doch, doch, den Aufschlag gibt es.

Sie müssen die Rente hinterher nur mindestens 200 Monate beziehen, damit sich der Aufschub lohnt.

Muss man wollen, wenn man es will.

von
Verwundert

die einbezahlten Beiträge des Versicherten zur Rente, werden
dem Rentner ebenfalls nicht zu 100% ausbezahlt.
Er erhält als nicht mal die einbezahlte Summe zurück.

Nur keiner sagt's dem Versicherten.Nicht mal die DRV, ?

So ähnlich ist auch mit den 200 Monaten.

von
Brigitte

Ich bin überwältigt über eure Beiträge und möchte mich an dieser Stelle für die bisherigen Beiträge herzlich bei jedem einzelnen Verfasser bedanken.
Ansprüche aus einer Betriebsrente habe ich sicherlich nicht, denn meine Arbeitgeber waren durchweg kleine Betriebe ohne Zusagen für solche Anwartschaften.
Ich werde wie empfohlen, eine evtl. Höherbewertung von Kindererziehungszeiten und Änderungen bei der Berechnung der Altersgrenze durch eine aktuelle Rentenauskunft im Januar 2019 abwarten.
Über dieses Portal habe ich mir bereits die Beratungsstellen vor Ort notiert und werde versuchen hier etwas mehr Transparenz zu bekommen.
Ich gehe auch davon aus, dass es zum Wegfall der Familienversicherung kommt, zudem stellt sich die Thematik der steuerlichen Auswirkungen des zusätzlichen "Einkommens" durch (m)eine Rente bei einer Zusammenveranlagung.
Ich freue mich weiterhin über alle erdenklichen Informationen.

von
Groko

Zitiert von: Verwundert
die einbezahlten Beiträge des Versicherten zur Rente, werden
dem Rentner ebenfalls nicht zu 100% ausbezahlt.
Er erhält als nicht mal die einbezahlte Summe zurück.

Nur keiner sagt's dem Versicherten.Nicht mal die DRV, ?

So ähnlich ist auch mit den 200 Monaten.

Tut das weh?

von
Rentenuschi

Zitiert von: Verwundert
die einbezahlten Beiträge des Versicherten zur Rente, werden
dem Rentner ebenfalls nicht zu 100% ausbezahlt.
Er erhält als nicht mal die einbezahlte Summe zurück.

Nur keiner sagt's dem Versicherten.Nicht mal die DRV, ?

So ähnlich ist auch mit den 200 Monaten.

Und wie ist es, wenn jemand 85 Jahre alt wird, bis dahin also schon mindestens 20 Jahre Rente bezogen hat und die 15 Jahre jüngere Witwe dann 95 wird und bis zum Tod Hinterbliebenenrente bezieht?

Oder mit den Menschen, die wegen Erwerbsminderung ab 30 nicht mehr arbeiten können, aber auch bis zum Tod Anspruch auf eine Rente haben?

Wer glauben Sie, bezahlt das? Richtig, die Versichertengemeinschaft. In dieser Gemeinschaft wird niemals jemand auf Heller udn Pfennig genau das bekommen, was er eingezahlt hat. Manche mehr und manche weniger.

MfG

von
KSC

Das ist doch ein ganz einfaches Rechenspiel.

Variante 1: sie beziehen die 500 € ab März 2019, dann haben Sie bis Februar 2020 schon mal 6000 € bezogen.

Variante 2: sie gehen erst 1 Jahr später, also ab März 2020 in Rente, bekommen Sie 6% Zuschlag, also 30 € mehr und damit auf Lebenszeit 530 € Monatsrente.
Bis Sie mit den 30 € mehr die nicht bezogenen 6000 € amortisiert haben, dauert es 200 Monate (knapp 17 Jahre), Sie sind also weit über 80 bis Sie in die Gewinnzone kommen.

Diese Varianten können Sie beliebig erweitern, die Zeit bis es sich rechnet bleibt gleich.

Suchen Sie sich aus was Ihnen lieber ist!

Anmerkung: bei Rentenbeginn 2019 ist der steuerpflichtige Anteil der Rente 2% niedriger als bei Rentenbeginn 2020. Somit wäre bei früherem Rentenbeginn der steuerpflichtige Anteil Ihrer Rente um jährlich eta 120 € geringer, auch auf Lebenszeit.

Also ich würde die Rente so früh wie möglich nehmen......

von
Prinzip

im Prinzip ist es mit den normalen Rentenbeiträgen und der Rente genau so.

Die DRV verbrenn die Beiträge.

von
Kaiser

Zitiert von: Prinzip
im Prinzip ist es mit den normalen Rentenbeiträgen und der Rente genau so.

Die DRV verbrenn die Beiträge.

Du glaubst wirklich an den Mist den Du schreibst oder?