Rente

von
leger

Guten Tag,
ich habe folgende Situation:

Vor 3 Jahren wurde ich durch den Rentenverischerungsträge als erwerbsunfähig angesehen.
Die Rente wurde aber abgelehnt, da ich in den letzten 5 Jahren keine Plichtbeiträge gezahlt habe.
Mittlerweile pflege ich meine Frau seit drei Jahren, so daß die Rentenversicherung wieder Pflichtbeiträge von der Krankenverischerung erhalten. Meine Frage nun: Meine Erkrankungen, die auch seinerzeit der Rentenversichung bekannt waren, bestehen nach wie vor. Kann ich nun wieder einen Rentenantrag stellen oder ist dies nicht möglich, da die Erkrankungen, die beim Erstantrag vorlagen, bekannt waren?
In einem Beratungsgespräch wurde mir nämlich erklärt, dass ich nun keinen Anspruch mehr habe, da dieselben Erkrankungen bestehen.
Wenn dem nämlich wirklich so wäre, dürften ja kaum noch Renten gewährt werden.Zumal in meinem Fall ja nur eine
Beitragszeit nicht erfüllt wurde.
Für eine Info bedanke ich mich jetzt schon!

von
Dirk

Bei ihrem Erstantrag wurde ein Leistungsfall festgelegt; ein Datum, an dem ihre Krankheit ausgebrochen bzw. festgestellt wurde. Die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen wurden zu diesem Zeitpunkt geprüft. Da ihr Krankheit nach wie vor und unverändert besteht, ändert sich nichts an dem Leistungsfall, so dass (mit dem alten Leistungsfall) kein Anspruch besteht. In einem neuen Antragsverfahren müssten Sie versuchen, einen neuen Leistungsfall festzulegen, was allerdings schwer werden dürfte.
Auf den Versuch käme es an.

von
Schade

Sie müssten glaubhaft darlegen können, dass sich seit damals (als die EM festgestellt wurde) Ihr Gesundheitszustand wieder so verbessert hat, dass Sie zwischenzeitlich wieder erwerbsfähig waren. Und heute beantragen Sie die Rente, weil Sie heute wieder erwerbsgemindert sind.

Das ist theoretisch denkbar, in der Lebenswirklichkeit allerdings recht unwahrscheinlich, so dass ich Ihnen ebenfalls kaum Chancen einräume.

Aber vielleicht liegt Ihr Fall ja wirklich wie oben beschrieben?
Nichts ist unmöglich...

von
leger

Hallo Dirk,
hallo Schade,
vielen Dank für die Antwort.

Ich haben den Sachverhalt verstanden. Ich war damals aber allzu dämlich, dem Sachbearbeiter der BfA zu vertrauen, der mich dahingehend b e r a t e n hat, einen Rentenantrag zu stellen.
Es ist zu vermuten, dass man auf solche wie mich wartet, dann wird nämlich die Rentenkasse auf Dauer bestens verschont.

Experten-Antwort

Hallo leger,

ein Leistungsfall wird festgelegt mit dem Antrag auf Erwerbsminderungsrente.
Die versicherungsrechtlichen und medizinischen Voraussetzungen werden geprüft und in Ihrem Fall als nicht erfüllt beurteilt. Ein Anspruch auf Erwerbsminderungsrente kann nur bestehen, wenn bei der erneuten Antragstellung ein neuer Versicherungsfall festgelegt wird. Da Ihre Erkrankung jedoch seit der ersten Antragstellung unverändert vorliegt, erfolgt keine Änderung des Leistungsfalles, so dass weiterhin kein Anspruch auf diese Rente besteht

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