Rente bei Schwerbehinderung

von
Elisabeth55

Ich habe eine grundsätzliche Frage wg. Rentenbeginn bei Schwerbehinderung. Muß diese in Deutschland festgestellt worden sein oder wird auch eine im Ausland ausgestellte hierfür anerkannt?
Ich lebe und arbeite seit einigen Jahren in Österreich. Ich kann dort mit 60 in Pension gehen und möchte das aus gesundheitlichen Gründen auch nutzen. Ich habe seit ca. 1 Jahr eine vom Bundessozialamt (in Österreich) festgestellte Behinderung von 50%. Lt. Pensionsrechner der DRV kann man mit Schwerbehinderung ab 50% früher in Rente gehen, mit Abschlägen.
Mein regulärer Rentenbeginn (in Deutschland) liegt mir vor, meine Versicherungszeiten sind alle erhoben usw.

von
Herr Fuchs

Die Feststellung der österreichischen Behörde reicht alleine leider nicht aus, um eine deutsche Altersrente für schwerbehinderte Menschen zu bekommen.

Sie können jedoch bei der zuständigen deutschen Behörde einen Antrag auf Anerkennung als schwerbehinderter Mensch nach deutschem Recht beantragen.

Zuständige Behörde für in Österreich wohnende Personen:

Zentrum Bayern Familie und Soziales
Bayreuth
Deutschland

Gruß Herr Fuchs

von
sachbearbeiter

Noch eine Anmerkung: Auf die Altersrente für schwerbehinderte Menschen hat Anspruch, wer
- das [bold]62. Lebensjahr[/bold] vollendet hat,
- bei Beginn der Altersrente als schwerbehinderter Mensch (§ 2 Abs. 2 SGB IX) anerkannt ist und
- die Wartezeit von 35 Jahren erfüllt hat.
Die Rente kann vorzeitig

von
sachbearbeiter

Ups... zu früh abgeschickt (und dann auch noch falsch...)... also noch einmal:
Auf die Altersrente für schwerbehinderte Menschen hat Anspruch, wer
- das 65. (!) Lebensjahr vollendet hat,
- bei Beginn der Altersrente als schwerbehinderter Mensch (§ 2 Abs. 2 SGB IX) anerkannt ist und
- die Wartezeit von 35 Jahren erfüllt hat.
Die vorzeitige Inanspruchnahme dieser Altersrente ist nach Vollendung des 62. Lebensjahres möglich. (§ 37 SGB 6 in der Fassung ab 1. Jan. 2008).
Ihrem Post entnehme ich,dass Sie noch keine 60 sind, sondern erst werden.
Eine vorzeitige Inanspruchnahme der Altersrente ist zwingend auch mit einer Rentenminderung verbunden. Für jeden Kalendermonat, den die Altersrente vorzeitig in Anspruch genommen wird, vermindert sich der Zugangsfaktor um 0,003, so dass sich der monatliche Rentenbetrag um 0,3 % verringert.
Zum Antrag auf Anerkennung als schwerbehinderter Mensch verweise ich auf die Antwort des Herrn Fuchs.

von
sachbearbeiter

Zitiert von: sachbearbeiter

Ups... zu früh abgeschickt (und dann auch noch falsch...)... also noch einmal:
Auf die Altersrente für schwerbehinderte Menschen hat Anspruch, wer
- das 65. (!) Lebensjahr vollendet hat,
- bei Beginn der Altersrente als schwerbehinderter Mensch (§ 2 Abs. 2 SGB IX) anerkannt ist und
- die Wartezeit von 35 Jahren erfüllt hat.
Die vorzeitige Inanspruchnahme dieser Altersrente ist nach Vollendung des 62. Lebensjahres möglich. (§ 37 SGB 6 in der Fassung ab 1. Jan. 2008).
Ihrem Post entnehme ich,dass Sie noch keine 60 sind, sondern erst werden.
Eine vorzeitige Inanspruchnahme der Altersrente ist zwingend auch mit einer Rentenminderung verbunden. Für jeden Kalendermonat, den die Altersrente vorzeitig in Anspruch genommen wird, vermindert sich der Zugangsfaktor um 0,003, so dass sich der monatliche Rentenbetrag um 0,3 % verringert.
Zum Antrag auf Anerkennung als schwerbehinderter Mensch verweise ich auf die Antwort des Herrn Fuchs.


grummel... fett und kursiv oder unterstrichen funktioniert nicht, aber smilies werden willenlos gesetzt... statt 2008) soll es natürlich heißen: 2008...

von Experte/in Experten-Antwort

Die Auslandsversorgungsämter stellen auf Antrag der Versicherten Bescheinigungen für Rentenzwecke zur Vorlage beim zuständigen Rentenversicherungsträger aus.

Die Vorlage eines vollständigen Feststellungsbescheides des österreichischen Bundessozialamtes über die Anerkennung einer Schwerbehinderung aufgrund eines GdB von mindestens 50 vom Hundert oder eines entsprechenden österreichischen Behindertenpasses führt regelmäßig zur Ausstellung einer entsprechenden Bescheinigung durch das Auslandsversorgungsamt, ohne dass weitere medizinische Unterlagen erforderlich sind.

Für Österreich ist folgende Stelle zuständig:

Zentrum Bayern Familie und Soziales
- Region Oberfranken -
Hegelstraße 2
95447 Bayreuth
Deutschland