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Rente / EU rente

von
Karl Pohl

Meine Ehefrau hat zum 1.12.2008 (dann 60 Jahre) Altersrente beantragt mit 18,5 Prozent Abzügen. Vor dem Sozialgericht Köln ist ein Verfahren anhängig wegen Erwerbsunfähigkeitsrente. Dieser Termin wird wahrscheinlich erst weit nach dem 1.12.2008 terminiert werden. Fragen: 1) Ist es möglich, ab dem 1.12.2008 die Rente zu bekommen, obwohl ein Verfahren läuft bez. EU-Rente? 2) Was passiert, wenn das Verfahren bez. EU-Rente gewonnen wird? Oder verloren wird?
Kann man die Altersrente auf Vorbehalt ab 1.12.2008 bekommen mit 18 Prozent Abschlag und anschließend eventuell die EU-Rente mit 10,8 Prozent Abzug.
Lohnt es sich das Verfahren abzuwarten?
Oder soll man die Rente ab 1.12.2008 annehmen? Die Differenz wären doch nur 7,2 Prozent. Bei einer ausgerechneten Rente von 240 Euro wäre der Verlust sehr gering, aber bei einem Widerspruch würde meine Ehefrau zunächst keine Rente bekommen. Zur Zeit hat sie kein Einkommen, da ich zuviel verdiene.

von
Schiko.

Bin kein experte, meine aber sie sollten das ergebnis der beantragten
erwerbsminderungsrernte ( statt erwerbunfähigkeitsrente) abwarten.
Der höchste abschlag ist 18% , wie kommen sie auf 18,5% % ?

Beantragt ihre frau die rente ab 1.12.08 mit 18% abschlag, kann sie
natürlich bei späterer bewilligung einer EMR mit 10.80 % nicht mehr
umsteigen.
Nachdem hartz IV nicht möglich ist nagen sie vermutlich nicht am
hungertuch, deswegen soll die frau abwarten, aber möglichst oft die
bearbeitung reklamieren, um eine entscheidung vor dem 1.12. herbei zu führen

Gerade bei so einer kleinen rente ist es nicht egal ab der abschlag
7,80 oder 18% ist, denn dies gilt ja lebenslang.

Mit freundlichen Grüßen.

von
Chris

Bis Ende Februar 2009 kann die Atersrente ja noch beantragt werden, mit Beginn 01.12.08.

Von daher würde ich da erstmal abwarten.

von
chritx

Hallo, ist eine volle Eu Rente bei Eintritt in die Altersrente vom Betrag her in gleicher Höhe?

Danke

Experten-Antwort

Mein üblicher Tipp als Experte:

1. jetzt Altersrente zum 01.12.2008 beantragen, zunächst mit Minderung um 18 Prozent.
2. Ausgang des Rechtsmittelsverfahrens abwarten, ggf. reduziert sich durch die Anerkennung einer Erwerbsminderung der Abschlag auf 10,8 Prozent, ohne Rücksicht auf eine etwaig zustehende Nachzahlung für einen längeren Zeitraum.

Bei den Rechtsmittelverfahren wegen Erwerbsminderung Knackpunkt ist stets der Leistungsfall. Ausgehend davon werden der Rentenbeginn und der Abschlag festgelegt. Sollte der Leistungsfall nach Rentenbeginn der Altersrente liegen, wäre aus meiner Sicht auf jeden Fall ein Nachverhandeln im mündlichen Gerichtstermin angesagt.

Absolut betrachtet ist die Rente Ihrer Frau tatsächlich gering, betrachten Sie Ihr Handeln als &#34;Optimierung eines Versicherungsproduktes&#34;.