Rente für besonders langjährig Vericherte oder Regelaltersrente

von
Georg Schaller

Hallo,

gibt es einen Vor- bzw. Nachteil, die Rente für besonders langjährig Vericherte oder Regelaltersrente zu beziehen?

Geb. 14.05.51, ab dem 14. Lebensjahr ohne Unterbrechung 51 Jahre einbezahlt und kann ab 01.11.16 eine Rente beziehen.

Gibt es einen Nachteil wenn ich z.B. die Rente schon zum 1.8.16 beantrage aber bis zum Erhalt des Rentenbescheids unverändert weiterarbeite, außer dass ich bei Überschreiten der Hinzuverdienstgrenze die Rente nicht ausbezahlt bekomme.
Danke!

Jonny

von
Kai

Was für eine Frage, 51 geb. bei ihren Beitragsj. könnten sie schon lange in Rente sein, mit 63 J. ohne Abschlag.

von
Nahla

Ab November 2016 können Sie in die reguläre Altersrente oder in die Altersrente für langjährig Versicherte, jeweils ohne Abschlag wechseln, bei Ihren Beitragsjahren ist aber jetzt schon bereits die Altersrente für besonders langjährig Versicherte ohne Abschlag möglich.

Nach Ablauf des Monats, in dem die Regelaltersgrenze erreicht wird, bei Ihnen dann also November 2016, sind für den Bezug einer Altersrente keine Hinzuverdienstgrenzen zu beachten.

von
W*lfgang

Hallo Georg Schaller,

> gibt es einen Vor- bzw. Nachteil, die Rente für besonders langjährig Vericherte oder Regelaltersrente zu beziehen?

Die Druckkosten für die Regelaltersrente sind etwas niedriger ;-)

> Gibt es einen Nachteil wenn ich z.B. die Rente schon zum 1.8.16 beantrage aber bis zum Erhalt des Rentenbescheids unverändert weiterarbeite, außer dass ich bei Überschreiten der Hinzuverdienstgrenze die Rente nicht ausbezahlt bekomme.

Wird die letzte Hinzuverdienstgrenze überschritten, wird die vorgezogene Rente abgelehnt - Sie stellen den Rentenantrag somit ein weiteres Mal, was zusätzliche Personalkosten verursacht.

Den R0230 legen Sie dem Rentenantrag aber bitte gleich bei ...verkürzt die Bearbeitungszeit/Ablehnung enorm :-)

Gruß
w.

von
Georg Schaller

Hallo Wolfgang,

>Wird die letzte Hinzuverdienstgrenze überschritten, wird die vorgezogene Rente abgelehnt - Sie stellen den Rentenantrag somit ein weiteres Mal, was zusätzliche Personalkosten verursacht.

Danke für die Antwort, genau das war mir Unklar.

Experten-Antwort

Hallo Georg Schaller,

wenn Sie weiterhin arbeiten und sich Ihr aktuelles Arbeitsentgelt gegenüber dem durchschnittlichen Entgelt der letzten drei Kalenderjahre nicht erheblich reduziert hat (mindestens um ¼), können Sie davon ausgehen, dass ein Antrag auf Altersrente mit Rentenbeginn vor dem 01.11.2016 wegen Überschreitens der Hinzuverdienstgrenzen abgelehnt wird.

Liegt Ihr aktuelles monatliches Arbeitsentgelt allerdings unter 1.089,38 Euro brutto, dann lohnt sich es sich für Sie, sofort einen Antrag auf Altersrente für besonders langjährig Versicherte mit frühestmöglichem Rentenbeginn zu stellen. Sie können dann diese Altersrente als Teilrente zusätzlich zu Ihrem Arbeitsentgelt erhalten.

Ansonsten müssen Sie beachten, dass eine vorzeitige Altersrente auch Auswirkungen auf eine zusätzliche betriebliche Altersversorgung oder auf andere Sozialleistungen haben kann. Sie sollten sich daher gegebenenfalls bei dem Träger der zusätzlichen Altersversorgung oder dem zuständigen Sozialleistungsträger darüber informieren, ob die Zahlung der Altersrente negativen Einfluss auf eine weitere Leistung hat.