Rente für besonders langjährig Versicherte

von
Rovello

Hallo zusammen,
lt. meiner letzten Rentenauskunft vom 22.06.2018 sind bei mir für die Wartezeit folgende Monatsangaben zu berücksichtigen:
- 259 Monate Beitragszeit
- 13 Monate Anrechnungszeit
- 90 Monate Berücksichtigungszeit
- 96 Monate aus durchgeführtem Versorgungsausgleich
- 155 Monate Beitragszeit nach den Rechtsvorschriften eines anderen EU-Mitgliedstaats.
Das sind nach meiner Rechnung 613 Monate!
Mit einem Schreiben vom 22.06.2018 teilt mir die Deutsche Rentenversicherung allerdings mit, dass mit 354 Monaten (deutsche Zeiten) und 126 Monaten (spanische Zeiten) die Wartezeit für besonders langjährig Versicherte nicht erfüllt ist.
Meine Frage ist jetzt, wieso gibt es eine Diskrepanz zwischen den Angaben der Rentenauskunft und und dem oben erwähnten Schreiben?
Ausserdem steht im Begleitschreiben zur aktuellen Rentenauskunft noch, dass über die Anrechnung und Bewertung der im Versicherungsverlauf enthaltenen Daten erst bei der Feststellung einer Leistung entschieden wird. Was ist damit gemeint?
Bei meinen spanischen Zeiten wurde 3 mal 1 Monat als verdrängt gekennzeichnet.
Ich verstehe diese Verdrängung nicht, da ich weder in Deutschland noch in Spanien in diesen 3 Monaten anderst gemeldet war.
Ich bedanke mich schon im voraus für die Hilfe!

von
Jonny

Auf Wartezeiten zählen Kalendermonate nur einmal. Dass die 613 Monate nicht stimmen können, erkennen Sie schon daran, dass das 51 Jahre und 1 Monat sind. Rechnet man das ab Alter 17, wären Sie ja schon über 68 Jahre alt.
Monate aus dem Versorgungsausgleich zählen nicht auf die 45 Jahre.
Schauen Sie sich den Versicherungsverlauf für die zwischenstaatliche Berechnung an und zählen alle Kalerdermonate zusammen, für die eine Zahl angegeben ist. Dann kommen Sie schon erheblich näher an das Ergebis der DRV. welche Monate dann nicht zählen, steht unter Wartezieit für besonders langjährige Versicherte.
Die Berechnung der DRV scheint in jedem Fall plausibel zu sein

von
KSC

Bevor wir nun im Forum zu rechnen anfangen und den Versicherungsverlauf nicht kennen, schlage ich Ihnen vor Sie schreiben einer 3 Zeiler an die DRV:
"sind die 45 Jahre unter Berücksichtigung meiner ausländischen Arbeitszeiten erfüllt".

Dann haben Sie es einige Tage später schwarz auf weiß

von
Nenn sich Beamtendeutsch

Zitiert von: KSC
Bevor wir nun im Forum zu rechnen anfangen und den Versicherungsverlauf nicht kennen, schlage ich Ihnen vor Sie schreiben einer 3 Zeiler an die DRV:
"sind die 45 Jahre unter Berücksichtigung meiner ausländischen Arbeitszeiten erfüllt".

Dann haben Sie es einige Tage später schwarz auf weiß

Der gemeine Versicherte wird so informiert, dass er mit Sicherheit nicht informiert wurde.
Lesen Sie mal die reale Versicherungszeiten, die einbezahlten Beiträge von Arbeitgeber und Versicherten aus.

Deutsche Sprache ..........

Warum kann die DRV nicht Klartext schreiben. ??

von
Neuer Rentenausdruck

laut Aussagen in diesem Forum, soll der neue Rentenausdruck
all diese Probleme und Fragen vermeiden.

von
Frage?

warum ist es nicht möglich, die tatsächlichen Versicherungszeiten addiert zu nennen.
Den Beginn der Rente ohne Abzug
Warum muss ein " normaler " Arbeitnehmer mit solchen Begriffen, wie herausgerechnete Versicherungszeiten etc. umgehen können. ?
Warum ist es nich möglich in einzelne reale Summen Total Arbeitgeberbeitrag Dito Arbeitnehmerbeitrag direkt zu nennen.
Warum immer diese gequirlte Sprache ?
Warum muss der Versicherungsnehmer mit dem Rechner vermutete Zahlen addieren. ?

Grüsst Euch

von
Groko

Zitiert von: Frage?
warum ist es nicht möglich, die tatsächlichen Versicherungszeiten addiert zu nennen.
Den Beginn der Rente ohne Abzug
Warum muss ein " normaler " Arbeitnehmer mit solchen Begriffen, wie herausgerechnete Versicherungszeiten etc. umgehen können. ?
Warum ist es nich möglich in einzelne reale Summen Total Arbeitgeberbeitrag Dito Arbeitnehmerbeitrag direkt zu nennen.
Warum immer diese gequirlte Sprache ?
Warum muss der Versicherungsnehmer mit dem Rechner vermutete Zahlen addieren. ?

Grüsst Euch

Genau das steht in der Rentenauskunft!

von
Schade

Sie haben doch mitgeteilt bekommen, dass deutsche und ausländische Zeiten mit zusammen 480 Monaten für die 45 Jahre zählen und das sind nunmal nur 40 Jahre.

Welche Monate der Gesamtzeit nicht für die 45 Arbeitsjahre mitzählen, müsste individuell untersucht werden.

Das wären beispielsweise übertragene Monate aus einem Versorgungsausgleich, Anrechnungszeiten für Schule, ausländische Zeiten ohne Arbeitsverhältins (z.B. Wohnzeiten), etc.

Das kann aber aus Ihren Angaben nicht herausgelesen werden.

von
Rovello

Lt. meiner Rentenauskunft vom 22.06.2018 sind auch Monate aus durchgeführtem Versorgungsausgleich auf die Wartezeiten anzurechnen!

von
KSC

grundsätzlich richtig, aber eben nicht anrechenbar auf die 45 Arbeitsjahre.

Es wäre ja nicht sonderlich gerecht wenn eine Hausfrau, die nicht gearbeitet hat, durch Monate aus dem Versorgungsausgleich so gestellt würde als ob sie gearbeitet hätte und damit auf 45 Arbeitsjahre käme.
Und eine Frau ohne Scheidung bekäme gesagt, Pech gehabt, du warst ja nur Hausfrau.

Experten-Antwort

Hallo Rovello,

nicht alle rentenrechtlichen Zeiten werden automatisch auch auf die Wartezeit von 45 Jahren angerechnet. Auf die 45 Jahre werden u.a. Zeiten aus einem Versorgungsausgleich und Anrechnungszeiten ohne Bezug von Entgeltersatzleistungen (zum Beispiel während eines Schulbesuchs) nicht angerechnet.

Für weitere Erläuterungen empfehle ich Ihnen, sich mit Ihren Unterlagen an eine Auskunfts- und Beratungsstelle in Ihrer Nähe zu wenden.