Rente für besonders langjährig Versicherte oder Rente für Schwerbehinderte

von
Besserwisser

Erste Frage:
Ich kann entweder als besonders langjährig Versicherter oder als
Schwerbehinderter ab 01.01.2019 abschlagsfrei in Rente gehen. Was
ist besser?
Zweite Frage:
Ich habe 2018 unter anderem auch Krankengeld bezogen. Ist eine
Hochrechnung für die letzten 3 Monate 2018 (Ich werde die letzten
3 Monate "normales" Gehalt von meinen Arbeitgeber beziehen) besser
für die Rentenhöhe oder die tatsächliche Beiträge?

von
Jonny

Haben Sie die Voraussetzungen für die abschlagsfreie Scherbehinertenente denn nicht schon Ende 2018? Das wäre nämlich steuerlich günstiger und könnte nach dem Flexirentengesetz auch mit dem Hinzuverdienst aus der Beschäftigung günstiger sein.

Experten-Antwort

Hallo Besserwisser,

die Rentenart spielt bei Ihnen keine Rolle, sobald die Anspruchsvoraussetzungen für beide Renten vorliegen.

Der Vorteil der Rente für Schwerbehinderte liegt darin, dass Sie einfach die Möglichkeit haben noch eher zu gehen (mit Abschlägen).

Wir empfehlen oft, keine Hochrechnung machen zu lassen. Denn wenn die Hochrechnung durchgeführt wird, kann eventuell tatsächlich höher ausfallendes Entgelt nicht mehr berücksichtigt werden.

von
W*lfgang

Zitiert von: Besserwisser
Ich kann entweder als besonders langjährig Versicherter oder als
Schwerbehinderter ab 01.01.2019 abschlagsfrei in Rente gehen. Was ist besser?

Hallo Besserwisser,

Rentenbeginn vor dem 01.01.2019 als AR wegen GdB kann interessant sein/neben dem vollem Beschäftigungseinkommen - dazu befragen Sie aber besser Ihre örtliche Beratungsstelle, was der kleine Rentenabschlag neben der *Weihnachtsrente zusätzlich bedeutet und wann Sie den zunächst finanziellen Vorteil aus der zusätzlichen Renten(Teil)zahlung neben der Beschäftigung irgendwann später mal aufgebraucht haben.

Easy Money, wenn man es richtig macht - *Scheißberechnung/Zeitaufwand für jeden Berater ;-)

Gruß
w.

von
Rentenschmied

Hallo,
immer dran denken dass derjenige der auf die Hochrechnung verzichtet auch seinen Rentenbescheid erst nach Rentenbeginn erhält da ja die Abrechnung und Meldung des letzten Monats vor Rentenbeginn durch den Arbeitgeber abgewartet werden muss. Zum Einen gibt es dann keine laufende Zahlung zum Rentenbeginn sondern irgendwann später wenn der Arbeitgeber endlich gemeldet hat und zum Zweiten kann man dann u.U. solange auch keine Betriebs- oder Privatrente beantragen weil man dazu meist den Rentenbescheid braucht.
Bei mir klingelt oft genug das Telefon von Leuten die bei der Antragstellung verzichtet haben, damit sie noch die paar EURO aus der Weihnachtsgeldabrechnung o.ä. mitnehmen können und dann ab Rentenbeginn ohne Geld dastehen.
Aber jeder ist seines Glückes Schmied und ein kompetenter Berater wird Ihnen diesen Floh wahrscheinlich nicht ins Ohr setzen.
Beste Grüsse

von
DRV

Zitiert von: Rentenschmied
Hallo,
immer dran denken dass derjenige der auf die Hochrechnung verzichtet auch seinen Rentenbescheid erst nach Rentenbeginn erhält da ja die Abrechnung und Meldung des letzten Monats vor Rentenbeginn durch den Arbeitgeber abgewartet werden muss. Zum Einen gibt es dann keine laufende Zahlung zum Rentenbeginn sondern irgendwann später wenn der Arbeitgeber endlich gemeldet hat und zum Zweiten kann man dann u.U. solange auch keine Betriebs- oder Privatrente beantragen weil man dazu meist den Rentenbescheid braucht.
Bei mir klingelt oft genug das Telefon von Leuten die bei der Antragstellung verzichtet haben, damit sie noch die paar EURO aus der Weihnachtsgeldabrechnung o.ä. mitnehmen können und dann ab Rentenbeginn ohne Geld dastehen.
Aber jeder ist seines Glückes Schmied und ein kompetenter Berater wird Ihnen diesen Floh wahrscheinlich nicht ins Ohr setzen.
Beste Grüsse

Da muss ich Rentenschmied widersprechen.
Wenn der Arbeitgeber seine Meldung am Monatsanfang macht, klappt es im Regelfall auch noch mit der Rentenzahlung zum Monatsende und die Betriebsrente wird auch nachgezahlt.
Wer also einen Monat überbrücken kann, sollte auf jeden Fall auf eine Hochrechnung verzichten, wenn in den letzten 3 Monaten vor Rentenbeginn noch eine Einmalzahlung aussteht oder im Hochrechnungszeitraum Krankengeld gezahlt wurde.
Warum sollte der Rentner, wenn auch auf eine geringe Summe, in seiner Rente verzichten?

von
Rentenschmied

Hallo und Mahlzeit,
ja das stimmt schon:
WENN der Arbeitgeber die Abrechnung und Meldung zügig macht und
WENN bei der DRV dann nicht zufällig leider ein paar Kollegen ausgefallen sind und Rückstände entstehen,
dann kann es auch noch klappen.
Erfahrungsgemäß ist das aber die Ausnahme. Die Meldungen der Arbeitgeber gehen meist erst frühestens am Ende des ersten Rentenmonats ein und dass zuwenig Personal da ist und entsprechende Rückstände bestehen ist zumindest bei einigen Trägern leider schon seit geraumer Zeit traurige Realität.
Mit besten Grüssen

von
DRV

Zitiert von: Rentenschmied
Hallo und Mahlzeit,
ja das stimmt schon:
WENN der Arbeitgeber die Abrechnung und Meldung zügig macht und
WENN bei der DRV dann nicht zufällig leider ein paar Kollegen ausgefallen sind und Rückstände entstehen,
dann kann es auch noch klappen.
Erfahrungsgemäß ist das aber die Ausnahme. Die Meldungen der Arbeitgeber gehen meist erst frühestens am Ende des ersten Rentenmonats ein und dass zuwenig Personal da ist und entsprechende Rückstände bestehen ist zumindest bei einigen Trägern leider schon seit geraumer Zeit traurige Realität.
Mit besten Grüssen

Und selbst wenn es so kommen würde, solange ein Versicherter in der Lage ist, einen Monat finanziell zu überbrücken, wäre es töricht eine Hochrechnung machen zu lassen, den Nchteile ergeben sich dadurch nicht.
Rentenschmied Sie sind da auf einem Holzweg!

von
Paul

.....heißt das übersetzt, dass wenn ich mit meinen 55Jahren eine Hochrechnung habe machen lassen (wegen GdB über Anwalt), meine Rente auf dem zu erwartenden Gehalt der letzten Zeit hochgerechnet wurde nicht mehr steigt? Trotz etwaiger Gehaltserhöhungen?
oder bezieht sich diese Aussage nur auf den Zeitraum nach Rentenantrag.

Gruß
Paul

von
Mondkind

Hallo Paul,
es geht hier nur um die letzten drei Monate vor Rentenbeginn.