Rente für Mütter vor 1992 - nach altem Gesetz!

von
Michl

Zur Rente meiner Ehefrau hätte ich, nachdem der neue Bescheid eingetroffen ist, eine Frage und zwar im Rentenbescheid zum 01.07.2014 steht der Nachsatz: Aus persönlichen Entgeltpunkten für Zeiten der Kindererziehung erhalten Sie ab 01.07.2014 monatlich 50,78 Euro Rente. Dieser Betrag ist in der oben genannten Rente bereits enthalten. Danach habe ich den zuvor erstellten Rentenbescheid herangezogen und nachgeschaut und dort steht das in der Altersrente 1,7748 Entgeltpunkte für Kindererziehung enthalten sind. In der Presse wird geschrieben das Mütter für Kinder vor 1992 einen Rentenpunkt bekommen, dann wären es aber keine 1,7748 sondern 2 Rentenpunkte. Habe ich einen Denkfehler? Bedanke mich im Voraus für verständliche Informationen.

von
....

Für jedes Kind dass vor 1992 geboren wurde gab es bis zum 30.06.2014 12 Monate Kindererziehungszeiten, diese entsprechen 1 Entgeltpunkt. Rentner/innen die zum 30.06.2014 schon eine Rente bezogen haben, bekommen ab 01.07.2014 1 EP als Zuschlag oben drauf.
Bei einem Rentenbeginn ab 01.07.2014 gibt es pro Kind (Geburt vor 1992) 24 Kalendermonate mit Kindererzeiungszeiten. Das entspricht dann im Normalfall auch 2 EP.

Wenn Sie also 1 Kind haben, dann ist die Mütterrente in dem Bescheid schon mit drin. Wenn Sie 2 Kinder haben, kommt die Mütterrente in Form von 2 EP extra per gesonderten Bescheid.

von
....

PS: Dass da nicht 2 EP stehen, liegt entweder an den Abschlägen bei vorzeitiger Inanspruchnahme oder an der Höchstgrenze an EP, wenn KEZ neben Entgelt liegen oder es gab keine 12/24 Monate, weil eine Unterbrechung in der Erziehung liegt.

von
Katja

Hallo Michl,
in der bisherigen Rentenberechnung wurden für die Kinder jeweils 12 Kalendermonate Kindererziehungszeit berücksichtigt.
Für jeden Monat gibt es 0,0833 Entgeltpunkte, also 0,9996.
Offenbar sind aber in der Kindererziehungszeit noch eigene Beitragszeiten vorhanden, sodass eine Begrenzung vorgenommen werden musste.
Dies können Sie in der Anlage Berechnung der Entgeltpunkte erkennen.
Bei der Neuregelung wird keine Neubrechnung der gesamten Rente vorgenommen. Es wird pauschal für jedes Kind ein Entgeltpunkt als Zuschlag berücksichtigt.
Dies dient der Verwaltungsvereinfachung und wirkt sich hier positiv aus.
Katja

von
Michl

Vielen Dank für die Antworten. Ich denke auch das die Kindererziehung nicht voll angerechnet wurde, da meine Ehefrau trotz beider Kinder voll beschäftigt war, obwohl wir viele Ausgaben für die Beaufsichtigung hatten die weder bei der Steuer noch sonstwo abgezogen werden konnten wie es heute üblich ist.

von
Gerda

Zitiert von: Michl

Aus persönlichen Entgeltpunkten für Zeiten der Kindererziehung erhalten Sie ab 01.07.2014 monatlich .

In der Bescheinigung steht auch, dass die neue Regelung noch nicht im Rentenbescheid enthalten ist. (evtl. Rückseite lesen)

von
MG

Was Ihre Frau erhalten hat ist sicher noch nicht der neue Rentenbescheid für die Mütterrente, sondern die Anpassungsmitteilung des Postrentenservices, der die Renten für die Deutsche Rentenversicherung auszahlt.

Hierzu folgende Pressemitteilung der Deutschen Rentenversicherung Baden-Württemberg, die am 27.06.2014 erschienen ist:

http://www.deutsche-rentenversicherung.de/sid_8BA4F445E16A4309A32E4B1FE792F730.cae04/
BadenWuerttemberg/de/Inhalt/4_Presse/medieninformation/01_Pressemitteilungen/Muetterrente-Rentenerhoehung.html

Die Mütterrente kommt nach der Rentenerhöhung per Extra-Post
Aller guten Dinge sind diesmal zwei

In den aktuell an alle Rentenbezieher verschickten Mitteilungen über die zum 1. Juli erfolgende Rentenerhöhung ist die neue "Mütterrente" noch nicht eingerechnet. Hierauf weist die Deutsche Rentenversicherung (DRV) Baden-Württemberg hin.
Grund hierfür ist der enge Zeitplan des Gesetzgebers. Das RV-Leistungsverbesserungsgesetz wurde erst vor wenigen Tagen im Bundesgesetzblatt verkündet. In Sonderschichten werden jetzt bei der DRV Baden-Württemberg rund 540.000 Bescheide zur „Mütterrente“ erstellt und auf den Weg gebracht. Die Berechtigten dürfen sich zusätzlich zur Rentenerhöhung um 1,67 Prozent auf eine Nachzahlung für drei Monate freuen. Ab Herbst soll dann die neue „Mütterrente“ monatlich mit der laufenden Rentenzahlung ausgezahlt werden.
„Aller guten Dinge sind diesmal zwei“, kommentiert DRV-Ressortgeschäftsführer Andreas Schwarz die Situation und beruhigt bereits besorgt anfragende Frauen: „Niemand wird bei der Zahlung vergessen." Wer bereits Rente beziehe, müsse auch keinen zusätzlichen Antrag stellen oder gar einen Widerspruch gegen die bereits versandte Rentenanpassungsmitteilung einlegen.
Auskünfte und Beratung zu allen Leistungsverbesserungen des neuen „Rentenpakets“, insbesondere zur abschlagfreien Rente ab 63 und zur Mütterrente sowie zu allen weiteren Themen um Rente, Rehabilitation und Altersvorsorge gibt es bei der DRV Baden-Württemberg in den Regionalzentren und Außenstellen im ganzen Land und über das kostenlose Servicetelefon unter 0800 1000 480 24. Viele Medien in Baden-Württemberg bieten zudem derzeit Telefonaktionen zum „Rentenpaket“ mit Fachleuten der Deutschen Rentenversicherung an.

von
Schießl Konrad

War ja auch schon bisher so, es kommt pro
Geburt nicht 1.0000 EP. hinzu, vielmehr rech-
nerisch 0,9996. Demnach nicht 28,61 vielmehr
28,61 x 0,9996 28,5986 für 2 Kinder 57,1972,
28,61 x 2 ergäbe Euro 57,22.
Sind es aber nur 50,78.
Wurden aber im Geburtsjahr durch Lohn weitere 0,9180 erreicht, wird die Höchstzahl
mit 1,8197 - 62400 BG.: 34292 1,8197
höchstmöglich EP. überschritten ( 1,8197-
0,9180) können für eine Geburt nur mehr
0,9017 EP. statt 0,9996, verrechnet werden,
deshalb je Kind keine 28,60 EU. Rentenwert.

MfG.

EP. angesammelt, kann es durchaus sein,
die in diesen zwei Jahren geltende Bemessungsgrenze wurde überschritten,kommt
es zur Kürzung.
Beispiel: Durch RV.pflichtige Tätigkeit bereits
im Geburtsjahr 0,9180 EP. erreicht(

von
Michl

Zitiert von: Schießl Konrad

War ja auch schon bisher so, es kommt pro
Geburt nicht 1.0000 EP. hinzu, vielmehr rech-
nerisch 0,9996. Demnach nicht 28,61 vielmehr
28,61 x 0,9996 28,5986 für 2 Kinder 57,1972,
28,61 x 2 ergäbe Euro 57,22.
Sind es aber nur 50,78.
Wurden aber im Geburtsjahr durch Lohn weitere 0,9180 erreicht, wird die Höchstzahl
mit 1,8197 - 62400 BG.: 34292 1,8197
höchstmöglich EP. überschritten ( 1,8197-
0,9180) können für eine Geburt nur mehr
0,9017 EP. statt 0,9996, verrechnet werden,
deshalb je Kind keine 28,60 EU. Rentenwert.

MfG.

EP. angesammelt, kann es durchaus sein,
die in diesen zwei Jahren geltende Bemessungsgrenze wurde überschritten,kommt
es zur Kürzung.
Beispiel: Durch RV.pflichtige Tätigkeit bereits
im Geburtsjahr 0,9180 EP. erreicht(

@@Schießl Konrad @@

leider verstehe ich hier nur Bahnhof....

dann bekommt meine Frau statt 28 Euro pro Kind nur 25 Euro ab 01.07.2014, Bestrafung für doppelte Belastung oder wie soll ich dieses sehen.

Leider verstehe ich nichts mehr und wir werden schauen ob sie den versprochenen 1 EP pro Kind bekommt und wenn nicht gebe ich diesen Bescheid einem Rentenprüfer, denn dann sind ja alle Mütter die gearbeitet haben noch zusätzlich bestraft!

von
W*lfgang

Zitiert von: Michl
(...)dann bekommt meine Frau statt 28 Euro pro Kind nur 25 Euro ab 01.07.2014, Bestrafung für doppelte Belastung oder wie soll ich dieses sehen.
Michl,

28,61 (West) ist der Bruttobetrag aus diesem Zuschlag von 1 EP pro Kind. Da fast alle Rentner/innen in der Kranken- und Pflegeversicherung pflichtversichert sind, werden 10,25 % davon gleich einbehalten und an die Kranken-/Pflegekasse abgeführt.

Ist keine 'Strafe', ist ja bisher bei der Rente Ihrer Frau auch schon so - hier wird nur die bestehende Rente um diesen Bestandteil 'Mütterrente' erhöht ...KV/PV und ggf. erhöhte Steuerpflicht liegt nicht in den Händen der DRV.

Gruß
w.
...nicht in der KV/PV pflichtversicherte Rentner/innen erhalten sogar noch mal 7,3 % KV-Zuschuss oben drauf – Vorsicht, die zahlen dann aber auch (erhöhte) Beiträge selbst. Noch'n kleinen Herzkasper hintendran: privat KV/PV-Versicherte streichen die 7,3 % erst mal komplett ein 8-)

von
Schießl Konrad

Der Absatz nach meiner Grußformel gehört ge-
löscht.Dieser war momentan verschwunden,
habe deshalb nochmals von vorne angefangen.

Verständlich Ihre Verärgerung, aber dies gilt
auch in der Jetzt Zeit auch noch,
Angenommen Geburt 2013 und theoretisch
für 2013, 2014, und 2015 jährliches Arbeitseinkommen.

2013 69600 BG. : 34071 Du,Verdienst 2.0428
2014 71400 BG. : 34857 dto. 2.0484
2015 72400 BG. 35000 dto. 2.0686
angenommen für 2015.
War der Verdienst jeweils 50.000 ergibt dies
als Anrechnung auf die Höchstpunkte 2.0428,
2.0484, 2.0686 nur mehr 0,5753, 0,6140,
0,6400 EP. für die KEZ. der Jahre 2013,2014
und 2015.
Wäre schön, Sie berichten wieder nach Rück-
sprache mit den Rentenberater.

MfG.

von
Michl

@@Schießl Konrad@@

wir reden aneinander irgendwie vorbei, denn meine Ehefrau erzielt kein Einkommen mehr.

Sie hat von 1995 an Erwerbsunfähigkeitsrente bekommen und ab 01.04.2014 Altersrente für Schwerbehinderte und müsste so nach der neuen Rechtssprechung ab 01.07.2014 für 2 Kinder ca. 56 Euro mehr Rente bekommen.

von
Michl

@@W*lfgang @@

Ihre Rechnung kommt näher hin, wenn dann die Abzüge in diesem Satz des Rentenbescheides dann netto sind und dies nachträglich ab 01.07.2014 bezahlt wird.

Allen noch einen schönen Abend und ehrlich die Rentenmitteilungen sind so etwas verwirrend, das die Rentenversicherung sicherlich 1000 anfragen beantworten muss.

von
GroKo

Zitiert von: Schießl Konrad

Der Absatz nach meiner Grußformel gehört ge-
löscht.Dieser war momentan verschwunden,
habe deshalb nochmals von vorne angefangen.

Verständlich Ihre Verärgerung, aber dies gilt
auch in der Jetzt Zeit auch noch,
Angenommen Geburt 2013 und theoretisch
für 2013, 2014, und 2015 jährliches Arbeitseinkommen.

2013 69600 BG. : 34071 Du,Verdienst 2.0428
2014 71400 BG. : 34857 dto. 2.0484
2015 72400 BG. 35000 dto. 2.0686
angenommen für 2015.
War der Verdienst jeweils 50.000 ergibt dies
als Anrechnung auf die Höchstpunkte 2.0428,
2.0484, 2.0686 nur mehr 0,5753, 0,6140,
0,6400 EP. für die KEZ. der Jahre 2013,2014
und 2015.
Wäre schön, Sie berichten wieder nach Rück-
sprache mit den Rentenberater.

MfG.


Ach Konny Du bist einfach unschlagbar.

von
Schießl Konrad

Zitiert von: W*lfgang

Zitiert von: Michl
(...)dann bekommt meine Frau statt 28 Euro pro Kind nur 25 Euro ab 01.07.2014, Bestrafung für doppelte Belastung oder wie soll ich dieses sehen.
Michl,

28,61 (West) ist der Bruttobetrag aus diesem Zuschlag von 1 EP pro Kind. Da fast alle Rentner/innen in der Kranken- und Pflegeversicherung pflichtversichert sind, werden 10,25 % davon gleich einbehalten und an die Kranken-/Pflegekasse abgeführt.

Ist keine 'Strafe', ist ja bisher bei der Rente Ihrer Frau auch schon so - hier wird nur die bestehende Rente um diesen Bestandteil 'Mütterrente' erhöht ...KV/PV und ggf. erhöhte Steuerpflicht liegt nicht in den Händen der DRV.

Gruß
w.
...nicht in der KV/PV pflichtversicherte Rentner/innen erhalten sogar noch mal 7,3 % KV-Zuschuss oben drauf – Vorsicht, die zahlen dann aber auch (erhöhte) Beiträge selbst. Noch'n kleinen Herzkasper hintendran: privat KV/PV-Versicherte streichen die 7,3 % erst mal komplett ein 8-)

Da wundert sich der Laie, über die Rechenkunst des Fachmannes, wie sagte doch
Münte:
""Das kann überhaupt nicht funktionieren.
Da muss man nicht Mathematik studiert haben,
da reicht auch Grundschulde 92421 Schwandorf..
Gebe zu, sicher Pfennig/ Cent Fuchserei.
Gleich vorne weg, auch in der Krankenversicherung Pflichtversicherte erhalten 7,3% Zuschuß zur Krankenversicherung, zahlen aber 2,05 oder sogar 2,30% Pflegeversicherung allein.Nicht
Vorsicht, es ist Pflicht, bei den Meisten Privat-
renten, besonders bei Betriebsrenten, zahlt der
Rentner den vollen Satz von derzeit 15,50%.
Meine aber auch, Ihre Interpredation stimmt nicht, bei den Genannten 50,78 zu 57,22 sind
die 10,25 Abzüge im Spiel.
Dies kann nicht stimmen, ausgehend von 2 mal 28,61 und Brutto 57,22 ergeben sich nach 10,25% Abzug 51,35 und nicht 50,78 Euro.
Ich meine, der Text der Mitteilung zur Renten-
anpassung zum 1.7.2014 drückt dies auch aus
In diesem Bescheid ist der Zuschlag noch nicht
enthalten, bestätigt doch,, der Bruttobetrag ist gemeint.

MfG.

von Experte/in Experten-Antwort

Die Rentenversicherungsträger haben eine Pressemitteilung mit ff. Inhalt veröffentlicht: Der Versand der schriftlichen Bescheinigung über die Rentensteigerung zum 1. Juli - 2,53 Prozent im Osten und 1,67 Prozent im Westen - hat seit kurzem begonnen und wird noch bis Ende Juli dauern. Wichtig: In diesen Rentenanpassungsmitteilungen ist die Mütterrente noch nicht enthalten.

Die sogenannte Mütterrente wird für die Mütter, in Einzelfällen auch für Väter, deren Rente vor Juli 2014 begonnen hat, erst im dritten Quartal berechnet - und zwar rückwirkend ab 1. Juli dieses Jahres. Über die Berechnung wird ein gesonderter Bescheid erteilt, der im Herbst dieses Jahres verschickt werden soll. Ein Antrag muss dafür nicht gestellt werden.
Mütter bzw. Väter, deren Kinder vor 1992 geboren wurden, erhalten nach der Berechnung eine Nachzahlung für die Monate ab Juli. Die Gutschrift geht also niemandem verloren.

Der in den momentan verschickten Rentenanpassungsmitteilungen enthaltene neue Zahlbetrag, den der Berechtigte ab 1. Juli 2014 überwiesen bekommt, berücksichtigt die Mütterrente noch nicht. Allerdings wird der anteilige Betrag für die in der Rente bereits nach bisherigem Recht angerechneten Kindererziehungszeiten - wie in den vergangenen Jahren auch - gesondert ausgewiesen. Mit der Mütterrente hat diese Information nichts zu tun.

von
Batrix

Schauen Sie doch mal auf Seite 3 der Rentenanpassungsmitteilung (erster oder zweiter Absatz). da steht ganz klar, dass die sog. Mütterrente noch nicht berücksichtigt ist und hierüber ein gesonderter Bescheid erteilt wird.