Rente für Schwerbehinderte

von
Helmut

Bei vorzeitiger Inanspruchnahme von Rente wird ein Abschlag von 0,3 % pro Kalendermonat vorgenommen.

Umgekehrt-wenn man die Rentenleistungen
zum späteren Zeitpunkt bezieht, bekommt man 0,5% pro zusätzlichen Kalendermonat Arbeit(also 6 % pro Jahr)eine Rentener- höhung.

Meine Frage:
wie ist diese Regelung bei Rentner die eine Altersrente für Schwerbehinderte
beantragen?
Konkret - wenn mann statt mit 60 Jahren
erst mit 64 in die Rente geht?
Bekommt man dann eine Rente, die 24 %
höher ist?
MfG

von
RFn

Es kommt auf die Regelaltersgrenze an !

§ 77 SGB VI - Zugangsfaktor (Auszug)
...
(2) Der Zugangsfaktor ist für Entgeltpunkte, die noch nicht Grundlage von persönlichen Entgeltpunkten einer Rente waren,
...
2. bei Renten wegen Alters, die
...
b) nach Erreichen der REGELALTERSGRENZE trotz erfüllter Wartezeit nicht in Anspruch genommen werden, für jeden Kalendermonat um 0,005 höher als 1,0.
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Alles klar ?
Beispiel: Wenn Sie ein Geburtsjahrgang vor dem 01.01.1947 wären, dann würden Sie wenn Sie z.B. die Altersrente erst nach dem 66.Geburtstag beantragen, einen Zugangsfaktor (ZF) von 1 + (12 x 0,005) = 1,06 haben.
50 Entgeltpunkte (EP) x 1 (ZF) x 27,20 EUR (aktueller Rentenwert West) ergeben einen Rentenbetrag von 1.360,00 EUR.
50 EP x 1,06 x 27,20 EUR ergeben 1.441,60 EUR.

Experten-Antwort

Hallo Helmut,

eine verspätet in Anspruch genommene Altersrente erhöht sich für jeden Kalendermonat um 0,5 Prozent. Dies gilt allerdings erst für die Zeit nach Erreichen der Regelaltersgrenze und somit unabhängig von einem möglichen Beginn einer vorgezogenen Altersrente, wie z.B. Schwerbehindertenaltersrente.
In Ihrem Fall wäre somit lediglich eine Altersrente wegen Schwerbehinderung mit 64 Jahren ohne Abschläge und ohne Zuschläge möglich.

von
Tina

Ich habe soeben eine Mail geschrieben habe allerdings vergessen Ihnen mitzuteilen dass ich per Email benachrichtigt werden möchte.

Danke

Tina Dowedeit