Rente gesunken !

von
Schwerbehindert

Ich war das ganze Jahr 2012 krank und habe Krankengeld bekommen.
Erst seit einer OP kann ich wieder seit Januar 2013 arbeiten.
Nun habe ich die Rentenberechnung vor einigen Tagen erhalten.
Meine zu erwartende Altersrente ist nun ca. 100 Euro niedriger als bei der Rentenberechnung 2011.

Kann es stimmen, daß wegen meiner Schwerbehinderung meine Rente sinkt, werde ich jetzt dafür bestraft ?

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo,

Renteninformationen und Rentenauskünfte werden aus den im Versicherungskonto vorhandenen rentenrechtlichen Zeiten erteilt.
Wenn Ihre aktuelle Auskunft stark von der Auskunft aus dem Jahr 2012 abweicht, kann das verschiedene Ursachen haben.
Wenden Sie sich am besten an eine Auskunfts- und Beratungsstelle vor Ort. Dort wird man Ihr Anliegen individuell -unter Berücksichtigtung der Gesamtumstände- klären.

von
Schwerbehindert

Die beiden Rentenverläufe sind identisch, nur daß 2012 bei mir noch die Zeiten der Erkrankung wegen Behinderung dabei sind.
Fast 100 Euro zu erwartende geringere Altersrente ist das Ergebnis.

von
Heinerich

Hallo,

bei der zu erwartenden Altersrente wird maschinell so gerechnet, als ob Sie weiterhin wie zuletzt verdient haben.

Wenn Sie wegen einer Erkrankung weniger verdienen bzw. Krankengeld beziehen, sinken die für die Kalenderjahre 2013 ff. angenommenen Werte, da Sie ja zuletzt weniger verdient haben, mit der Folge, dass die zu erwartende Altersrente im Vergleich zu der letzten Auskunft sinkt.

MfG

von
force

Hallo Schwerbehindert !

Krankengeld sind nur 67% vom letzten Netto.
Daher sinkt auch die Alterrente.
Für Schwerbehinderung wird man so bestraft, das ist Fakt.

Wären Sie Beamter, wäre es egal ob sie arbeiten oder nicht.
Das Einkommen, der Pensionsanspruch ändert sich deshalb nicht.
Man sieht ja was bei so einer Reglung heraus kommt.
Fahrdienstleiter HBF Mainz, Krankenstand 80% der Beamten.
Die können so auch ganze Länder ruinieren, siehe Griechenland.

von
Schwerbehindert

Meine Rente ist nie innerhalb eines Jahres um so viel gestiegen, während ich arbeite.
Aber wo ich krank, wegen meiner Schwerbehinderung war, da ging das mit dem Sinken ganz schnell.
Ich fühle mich als Schwerbehinderter diskriminiert !
Das verstößt gegen das Antidiskriminierungsgesetz.
Ich kann nichts dafür daß ich Ausfallzeiten aufgrund meiner Schwerbeinderung habe.
Wohin muß ich mich wenden, damit das korrigiert wird ?

von
anna

An die Bundesregierung.

oder an das Forum http://www.jammern-ohne-rente.de

von
Heinerich

Hallo,

die hochgerechnete Altersrente ist eine Schätzung. Eine Renteninformation oder eine Rentenauskunft ist kein Rentenbescheid und somit unverbindlich.

Dass Sie krank sind ist nicht schön, aber dass die Rente voraussichtlich niedriger ausfällt als gedacht, ist auch nicht diskriminierend. Sie haben schließlich auch weniger Beiträge im letzten Jahr eingezahlt.

Da die für geschätzen Jahre der durchschnitt der letzten 5 Kalenderjahre genommen wird ist dies jetzt leider so.

Ob die Rente tatsächlich so viel niedriger wird, steht, unabhängig von Rechtsänderungen, in den Sternen.

von
Tromsdorf

Sie haben es in der Hand! Demnächst sind Bundestagswahlen. Wählen Sie die richtige Partei, die auch in Rentensachen ihre Interessen vertritt.
Wenn Sie natürlich eine Blockpartei, wie bisher, wählen, treten Sie sich selbst eine in den verlängerten Rücken.
Man sollte schon wissen, was einem nützt und was einem schadet.

von
Tromsdorf

Sie haben es in der Hand! Demnächst sind Bundestagswahlen. Wählen Sie die richtige Partei, die auch in Rentensachen ihre Interessen vertritt.
Wenn Sie natürlich eine Blockpartei, wie bisher, wählen, treten Sie sich selbst eine in den verlängerten Rücken.
Man sollte schon wissen, was einem nützt und was einem schadet.

von
Schwerbehindert

Welche Partei vertritt denn die Interessen der Schwerbehinderten heute ?
Nach dem was Schröder uns angetan hat ist die SPD für mich unwählbar geworden.
Denn wir Schwerbehinderte sind es vorrangig, die diese ganzen Kürzungen ausbaden müssen.

von
Heidi

Sie haben recht, welche Partei wir armen und kranken wählen ist alles Käse. Für uns ändert sich nichts, die meisten Beamten sind gesund und leben immer länger , auf Kosten von uns kleinen.

von
zelda

@alle, die glauben, Schwerbehinderte haben nur Nachteile,

Schauen Sie sich bitte entweder die § 236 a SGB und § 236 SGB VI oder Ihre Rentenauskunft (sofern vorhanden) an, ab wann und ggf. mit welchen Abschlägen Sie als Schwerbehinderter in Rente gehen dürfen und wann dies als langjährig Versicherter mit entsprechenden (höheren) Abschlägen möglich wäre.

Außerdem : Nach einer mehr als sechswöchigen Krankheit zahlt die Krankenkasse neben dem Krankengeld auch Beiträge an die Rentenversicherung, die 80 % Ihres letzten Bruttoentgeltes entsprechen. Da nicht mehr die „vollen“ Rentenbeiträge gezahlt werden, sinkt dann auch die hypothetisch berechnete Rente für die Zukunft.

Dies betrifft aber jeden, der aufgrund längerer Krankheit Krankengeld erhält und eben nicht nur die Schwerbehinderten.

Anderseits kenne ich Kollegen, die schwerbehindert sind und im Rollstuhl sitzen, aber das gesamte Jahr nicht einmal krankgeschrieben waren.

MfG

zelda

von
Schwerbehindert

Wo denn Zelda ?
Für meinen Schwerbehinderten-Jahrgang wurde die abschlagsfreie Rente von 60 auf 65 Jahre erhöht.
Das sind 5 Jahre Differenz.
Bei Nichtbehinderten wurden nur 2 Jahre von 65 auf 67 für meinen Jahrgang draufgepackt.

von
Feli

Augen auf bei der Rentenauskunft!
Für Ihren Jahrgang ist die abschlagsfreie Altersrente wg. Schwerbehinderung von 63 (!) auf 65 angehoben worden (ggf. erhöht um die entsprechenden Monate), also auch nur 2 Jahre - es soll doch niemand benachteiligt werden.
Abschlagsfrei in die SB-Altersrente mit 60 können nur noch vor dem 16.11.1950 geborene Menschen gehen.

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo,

sowohl die Rentenauskunft als auch die Renteninformation enthält eine Hochrechnung Ihrer künftigen Regelaltersrente. Dabei wird fiktiv der Durchschnitt an Beiträgen aus den letzten 5 Kalenderjahren bis zum Erreichen der Regelaltersgrenze zu Grunde gelegt. Wenn sich Ihr Einkommen in der Vergangenheit geändert hat, wirkt sich dies auch auf die Hochrechnung aus.
Im übrigen ist es zutreffend, dass während des Krankengeldbezuges die Beiträge aus 80% des vorherigen beitragspflichtigen Arbeitsentgelts gezahlt werden (und nicht aus der Höhe des tatsächlichen Krankengeldes).
Bezogen auf die Anspruchsvoraussetzungen für die Altersrente für schwerbehinderte Menschen ist es so, dass diese vorgezogene Altersrente bislang ohne Minderung nach Vollendung des 63. Lebensjahres, frühestens ab 60 mit 10,8% Rentenminderung beansprucht werden konnte, wenn die sonstigen Voraussetzungen vorliegen. Sowohl der abschlagsfreie Rentenbeginn als auch die Möglichkeit der frühestmöglichen Inanspruchnahme der Rente wird Versicherte der Geburtsjahrgänge 1952 und jünger stufenweise angehoben. Versicherte, die nach dem 31.12.1963 geboren sind, können diese Rentenart künftig ohne Minderung nach Vollendung des 65. Lebensjahres, frühestmöglich jedoch ab 63 mit 10,8% Abschlag beanspruchen.

von
=//=

Dem Rentenversicherungskonto ist es schnurzegal, ob Krankengeld wegen einer Krankheit oder einer Behinderung gezahlt wurde.

JEDER ist in diesen Fällen gleichgestellt. Jetzt arbeiten Sie doch wieder, dann sieht es nächstes Jahr vielleicht wieder besser aus.

Denken Sie eigentlich, dass nur Schwerbehinderte durch die vielfältigen Rentenreformen in den letzten Jahrzehnten benachteiligt sind? Es wurde auch ab Jahrgang 1952 den Frauen die Altersrente für Frauen, den Arbeitslosen die AR wegen Arbeitslosigkeit oder nach Altersteilzeitarbeit gestrichen. Und die AR für Schwerbehinderte hat als vorzeitige AR immer noch den geringsten Abschlag.

Ich bin froh, nicht schwerbehindert zu sein. Aber seien Sie doch mal ehrlich: gerade im Berufsleben haben Schwerbehinderte schon einige "Vorteile": mehr Urlaubstage, besseren Kündigungsschutz, Unterstützung durch das Integrationsamt.

von
Schwerbehindert

Îch sehe keine Vorteile, sondern nur "Nachteilsausgleiche".
Aber ausgleichen lassen sich die Nachteile die man in der freien Wirtschaft als schwerbehinderter hat sowieso nicht.
Alleine schon beim Gehalt, meine Kollegen verdienen viel mehr als ich.
Das kommt auch daher , weil ich aufgrund meiner Schwerbehinderung schon 10 mal operiert werden mußte und entsprechend Fehlzeiten habe.
Ja genau, ich bin der Jahrgang, ab dem es die abschlagsfreie Schwerbehindertenrente erst ab 65 gibt, wie der Experte schrieb.

von
=//=

Na sehen Sie. Sie haben doch zumindest einen "Ausgleich". Den hat ein Kranker ohne Schwerbehindertenausweis nicht. Die Feststellung einer Schwerbehinderteneigenschaft, also mind. 50 %, ist heutzutage nicht mehr so einfach.

Immerhin bekommen Sie die Altersrente mit 65 ohne Abschlag. Ohne Schwerbehinderteneigenschaft müßten Sie noch länger arbeiten oder hätten einen höheren Abschlag.

von
Schwerbehindert

Ich sehe das nicht so rosarot.
Zuerst habe ich als Schwerbehinderter gar nicht die Chance im Berufsleben so viel zu verdienen, daß ich mir eine vernünftige Zusatzrente aufbauen kann.
Riester kann man sowieso vergessen.
Dann sinkt mit jeder Krankenzeit mein Altersrentenanspruch noch zusätzlich zu der geringen Rente durch geringen Verdienst.
Die Rentenberechnung zeigt mir jetzt schon, daß ich ein Schwerbehinderter in Altersarmut sein werde.