< content="">

Rente Hinzuverdienst - Verkauf Grundstück Landwirtschaft

von
Opa H

Wenn ich nächstes Jahr mit 63 in die Abschlagsfreie Rente gehe, unterliege ich den Hinzuverdienstgrenzen (max 450,-/Mon )
Ich habe eine kleine Nebenerwerbs-Landwirtschaft, das meiste verpachtet und habe als „Landwirt“ steuerliche Einkünfte (Pacht ) laut Steuerbescheid von ca 20,bis40,-€ monatlich (240,- bis 480,-pro Wirtschaftsjahr.
Das würde als Hinzuverdienst passen, aber wenn ich jetzt ein Grundstück verkaufe, und ca 50.000,-€ Einnahmen habe, weist mein zu versteuerndes Einkommen aus der Landwirtschaft plötzlich 50.000,- € im Jahr aus, monatlich also 4.200,- und somit ist die Hinzuverdienstgrenze weit überschritten.
Der Verkauf eines Grundstückes, welches als Zuckerl zur Rente gedacht war, ist somit das aus für die Rentenzahlung, oder ?
Werden auch Einnahmen aus einem landwirtschaftlichen Grundstücksverkauf als Hinzuverdienst angesehen (ist ja kein Arbeitseinkommen !) ? wenn nein, wie wird das ermittelt ?- im Steuerbescheid steht es nicht.
Ist die Hinzuverdienstgrenze mit erreichen der Regelaltersgrenze (1954 mit 66J 8 Mon) aufgehoben ? -dann müsste ich solange warten, was aber nicht zu meiner Lebensplanung passt!
Danke für eure Antworten

von
****

Hallo Opa H,
klären sie über einen Steuerberater oder das FA, ob es sinnvoll und möglich ist, die Einnahmen (Pacht) steuerrechtlich als Einnahme aus Vermietung/Verpachtung/Vermögen behandeln zu lassen.
Wenn die Veräußerungsgewinne vor Rentenbeginn erzielt werden und der Betrieb vor Rentenbeginn vollständig aufgegeben wurde dürfte keine Anrechnung mehr erfolgen ab Rentenbeginn.

Sobald Steuerrechtlich keine Einnahmen aus Gewerbe/LDW/Forst etc vorhanden sind, liegt kein anzurechnendes EK im Sinne des § 18a SGB 4 mehr vor.

von
****

Hallo Opa H,
klären sie über einen Steuerberater oder das FA, ob es sinnvoll und möglich ist, die Einnahmen (Pacht) steuerrechtlich als Einnahme aus Vermietung/Verpachtung/Vermögen behandeln zu lassen.
Wenn die Veräußerungsgewinne vor Rentenbeginn erzielt werden und der Betrieb vor Rentenbeginn vollständig aufgegeben wurde dürfte keine Anrechnung mehr erfolgen ab Rentenbeginn.

Sobald Steuerrechtlich keine Einnahmen aus Gewerbe/LDW/Forst etc vorhanden sind, liegt kein anzurechnendes EK im Sinne des § 18a SGB 4 mehr vor.

Experten-Antwort

Hallo Opa H,

für den Hinzuverdienst kommt es darauf an, wie die Einnahme steuerrechtlich eingeordnet wird. Als "Arbeitseinkommen" für die Rentenversicherung zählen die steuerlichen Einkunftsarten "Einkünfte aus Gewerbebetrieb", "Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft" und "Einkünfte aus selbständiger Arbeit" (diese Bezeichnungen finden Sie im Steuerbescheid). "Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung" zählen nicht dazu. In der Landwirtschaft gibt es Möglichkeiten, dass Pachteinnahmen entweder "Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft" oder "Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung" sind - das müssten Sie steuerrechtlich klären und wir richten uns nach der steuerlichen Festlegung. Der Verkauf eines gewerblich oder landwirtschaftlich genutzten Grundstückes verursacht üblicherweise einen "Veräußerungsgewinn", der üblicherweise auch zu den "Einkünften aus Gewerbebetrieb" oder "aus Land- und Forstwirtschaft" zählt (§ 16 EStG). Unter Umständen gibt es dabei aber Freibeträge, die auch durch die Rentenversicherung zu beachten wären. Zu dieser ganzen steuerlichen Einordnung kann ich Ihnen aber hier im Forum der Rentenversicherung leider keine genauere Auskunft geben - Sie müssten das bitte mit Finanzamt oder Steuerberater oder in einem Steuerforum klären.
Der Sachbearbeiter Ihres Rententrägers wird letztlich die Vorlage eines Steuerbescheides verlangen (auch nachträglich) und richtet sich dann - vereinfacht gesagt - nach den Eintragungen in der ersten Zeile (Einkünfte aus....), in der rechten Spalte (mit Ihrem Namen oder '"Ehemann"). sofern

von
Opa H.

Nach Rücksprache mit meinem Steuerberater ist es nicht so einfach , die Einnahmen aus Verpachtung in die Spalte Vermietung / Verpachtung zu geben. Es würde einer Betriebsaufgabe gleichkommen. Das FA würde es als Betriebsaufgabe sehen und den ganzen landw. Betrieb als aufgegeben ansehen. Dies zieht eine hohe Steuerforderung nach sich, das über die 50.000 hinausgeht.
Ich möchte aber das am Häuschen liegende Grundstück nicht verkaufen, sondern mal meinen Kindern mit dem Haus weitergeben. Ich hätte somit mehr Steuern zu zahlen, als ich für den Verkauf des einen Grundstückes einnehme.
Meine Frage:
Ist es möglich, nach erreichen der Regelaltersgrenze Nebeneinnahmen in unbegrenzter Höhe zu haben ? 66J u 8Monate ??
Bitte noch um Antwort !
Danke

von
W*lfgang

Zitiert von: Opa H.
Ist es möglich, nach erreichen der Regelaltersgrenze Nebeneinnahmen in unbegrenzter Höhe zu haben ? 66J u 8Monate ??
Bitte noch um Antwort !
Opa H.,

dieser Teil Ihrer Ausgangsfrage wurde wohl übersehen.

Die Antwort lautet: JA, aber Regelaltersgrenze/-rente ist neben der Rente ein unbegrenzter Hinzuverdienst möglich.

Gruß
w.

von
Opa H.

Vielen Dank