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Rente im Ausland

von
mittwoch1705

Mein Mann bekommt Alstersrente, ich bin vorrübergehend verrentet (Beamtin, derzeitig dienstunfähig). Alle Renten/Versorgungsansprüche wurden in Deutschland erworben.
Wir möchten im nächsten Jahr nach Australien ziehen. Ein Berater der RV sagte uns, dass uns im Falle einer Auswanderung ca. 20 % von unserer Rente anbezogen würden.
Hier meine Frage: wird von unseren Renten ein Teil einbehalten, wenn wir unseren Erstwohnsitz nicht mehr in Deutschland haben?
Vielen Dank für Ihre Hilfe.

von
nitschko123

Stimmt das wirklich?

Wie verhält es sich mit der Riester-Rente?

Gruß

von
egal

...aus welchen Gründen sollen denn die Abzüge laut RV-Berater erfolgen???Das wird er Ihnen ja sicher mitgeteilt haben?? Und da Sie selbst verbeamtet sind, ist ihr Teil der Frage wohl mit ihrem Dienstherrn abzuklären???...

von
nitschko123

Hallo zusammen, hab jetzt weiter hinten S. 4 oder so wenn man Riesterrente sucht ne Antwort gefunden, die einleuchtend erscheint.

Hauptproblem ist, dass man, wenn man im AUsland lebt im Normalfall nicht mehr unbeschränkt steuerpflichtig in Deutschland ist. Damit nicht mehr forderbereichtigt ist. Daher entfiele auch die nachgelagerte Besteuerung der eingezahlten Förderungen und Beträge und man würde sozusagen "doppelt" kassieren.

Deshalb handelt sich also bei der Auszahlung ins Ausland um eine schädliche Verwendung. E

Eine Auszahlung möglich, allerdings abzüglich der Förderungen.

Das gilt natürlich nur ganz grundsätzlich. Es hängt auch noch von evtl bestehenden Doppelbesteuerungsabkommen usw. ab.

Zudem gibt es in ESTG eine Möglichketi die Steuerpflichtigkeit in Deutschland auch bei Auslandsaufenhalt zu behalten. Ist ein Antrag.

und weiter dürfte das ganze gegen die Dienstleistungs- und Kapitalverkehrsfreiheit, sowie die Freizügigkeit in Europa verstossen (insb. die Föörderung nur inländischer Immobilien).

Aber wer weiss schon was in 30 Jahren ist...

von
egal

Hallo nitschko123,

irgendwie verstehe ich nicht ganz, was ihre Beiträge mit der Ausgangsfrage zu tun haben????

von
Mr.T

Hallo mittwoch1705

Es gibt ein Deutsch-Australisches Sozialversicherungsabkommen. Der Art. 5 Absatz 1 des Abkommes stellt - für die deutsche Seite - die Staatsgebiete gleich. Hiernach steht der Aufenthalt der in Art. 3 Buchstabe a Ziffer i - iv des Sozialversicherungsabkommens genannten Personen in Australien einem Aufenthalt in der Bundesrepublik Deutschland auch für die Gewährung von Leistungen grundsätzlich gleich. Eine nationale Leistungseinschränkung bei einem Auslandsaufenthalt gelten daher nicht (s. § 110 SGB VI).

MfG
Mr.T

Experten-Antwort

Zur Ausgangsfrage:

Es gibt das deutsch-australische Sozialversicherungsabkommen (Inkrafttreten: 01.01.2003), in dem auch die Gleichstellung der Staatsgebiete geregelt ist. Allerdings unterliegen Rentenleistungen aus Versicherungszeiten, die nicht in der Bundesrepublik Deutschland zurückgelegt wurden, insbesondere aus Zeiten nach dem Fremdrentengesetz, nicht der Exportverpflichtung des Abkommens. Insoweit gelten die Regelungen zur Gleichstellung der Staatsgebiete nicht. Auch für Reichsgebietszeiten, also deutsche Zeiten bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges in Gebieten, die heute nicht mehr zu Deutschland gehören, gibt es diese Einschränkungen.

In diesem Zusammenhang weise ich auf die Seiten 36 bis 38 der Broschüre der Deutschen Rentenversicherung &#34;Arbeiten in Deutschland und in Australien&#34; hin (http://www.deutsche-rentenversicherung.de/nn_15182/SharedDocs/de/Inhalt/04__Formulare__Publikationen/02__info__broschueren/Alle_20Broschueren,lv2=15186.html).

Am besten wenden Sie sich schriftlich an Ihren Rentenversicherungsträger, der Ihnen ggf. über die zuständige Verbindungsstelle anhand Ihres individuellen Versicherungskontos Auskunft geben kann. Sie können aber auch den Berater der Rentenversicherung, den Sie bereits angesprochen haben, um weitere Erläuterungen bitten.

Wegen der Beamtenversorgung wenden Sie sich bitte an Ihren Dienstherrn.