Rente mit 60 nach ALO

von
wörner

Grundsätzlich sind bei mir die Vertrauensschutzvoraussetzungen gegeben: Vereinbarung vor dem 31. 12. 2003, arbeitslos seit 1. 12. 2005. Schadet dann die vorübergehende Aufnahme einer befristeten Beschäftigung dem Renteneintritt mit 60, wenn vor dem 60. Lebensjahr erneut mehr als 12 Monate ALO bestanden?

von
wörner

Sind innerhalb der letzten 12 bzw. 18 Monate noch Teilzeitbeschäftigungen möglich, z. B. bis 15 h/Woche.
Und wieviel h/Woche oder €/Monat sind nach Renteneintritt mit 60 möglich?

von
Ossi

Hallo,
Sie müssen nach dem 58 1/2 Lebensjahr bis zum Beginn Ihrer Altersrente 364 Tage bei der AfA arbeitslos gemeldet sein und zum Rentenbeginn arbeitslos .Die AfA wird Sie aber nur als arbeitssuchend führen,wenn Sie wöchentlich nicht mehr als 15 Stunden arbeiten.
Ob das Einkommen dabei eine Rolle spielt,fragen Sie bitte bei der AfA.
mdG

Experten-Antwort

Sie müssen von einer Agentur für Arbeit arbeitssuchend gemeldet sein. Die Voraussetzungen dafür erhalten Sie bei dieser.

von
wörner

muss ich "nur" arbeitssuchend gemeldet sein oder arbeitslos?

von
wörner

Danke für die Antworten.
Zusatzfrage: Wie sind die Nebenerwerbsmöglichkeiten nach Renteneintritt mit 60? Gibt es zeitliche oder finanzielle Beschränkungen? Wird ggf. bei Überschreitung die Rente gekürzt oder wird der "Rentnerstatus" vorübergehend oder dauerhaft wieder aufgehoben?

Experten-Antwort

Arbeitslosigkeitsanrechnungszeiten für die Rente können u. a. nur entstehen, wenn der Versicherte wegen Arbeitslosigkeit bei einer deutschen Agentur für Arbeit als Arbeitsuchender gemeldet war.

Arbeitslosigkeit i. S. des § 58 Abs. 1 S. 1 Nr. 3 SGB 6 kann regelmäßig immer dann angenommen werden, wenn der Versicherte bei einer deutschen Agentur für Arbeit, einer zuständigen Arbeitsgemeinschaft - ARGE -, einem zugelassenen kommunalen Träger oder einem deutschen Arbeitsamt als Arbeitsuchender gemeldet war und von diesen Stellen Leistungen (z. B. Arbeitslosengeld, Arbeitslosenhilfe, Unterhaltsgeld) bezogen hat.

Für Versicherte, die nach Vollendung des 58. Lebensjahres arbeitslos sind, besteht seit dem 01.01.1986 die Möglichkeit, Arbeitslosengeld/Arbeitslosenhilfe bzw. Arbeitslosengeld II auch dann zu beanspruchen, wenn sie nicht mehr bereit sind, jede zumutbare Beschäftigung anzunehmen.
Bei diesem Personenkreis ist das Erfordernis der subjektiven Verfügbarkeit (Arbeitsbereitschaft) nicht gegeben.

Die Meldung lediglich als Arbeitsuchender i. S. des § 15 S. 2 SGB 3 reicht für sich allein nicht aus, weil es hier an der Prüfung der Verfügbarkeit fehlt.

Die Entscheidung trifft die AfA.