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Rente mit 63 ohne Abschläge?

von
BWR

Bin seit 2004 in Rente wegen voller EM mit 10,8% Abschlag.
50% Schwerbehinderung.
Ich möchte in 2 Jahren (mit 60) in Altersrente.
Frage: habe ich mit 63 auch noch den Abschlag?

von
Unbekannt

Hallo,

generell sind Abschläge für immer.

Einzige Ausnahme:

Wenn Sie 35 Versicherungsjahre haben, mindestens 50% Schwerbehinderung am 16.11.2000 hatten, es noch mit 60 haben und vor dem 16.11.1950 geboren sind, können Sie mit 60 abschlagsfrei in die Altersrente für Schwerbehinderte Menschen gehen.

von
LS

User Unbekannt,

Die Sonderregelung bei Vorliegen der Voraussetzungen ist keine Ausnahme.

Wenn jemand gar keine Abschläge hat, kann das auch nicht die Ausnahme sein, dass sie nicht für immer gelten.

Vielleicht können Sie mir da beipflichten.

von
Unbekannt

Herr oder Frau &#34;Schlaumeier&#34;,

&#39;BWR&#39; hat 10,8% Abschlag in der EM-Rente.

Diesen Abschlag kann Sie/er zukünftig umgehen, wenn meine gesagten Voraussetzungen erfüllt sind.

Einfach nicht zu fassen...

von
Rosanna

Dieser verflixte § 77 Abs. 3 SGB VI, den kein normaler Mensch richtig versteht, besagt, dass für diejenigen Entgeltpunkte, die bereits Grundlage von persönlichen EP einer früheren Rente waren waren, der FRÜHERE Zugangsfaktor maßgebend bleibt.

Besitzt jemand Vetrauensschutz (s. Beitrag von @Unbekannt) und erhält ab Folgemonat der Vollendung des 60. Lebensjahres anstelle der EM-Rente (mit 10,8 % Abschlag) die AR für schwerbehinderte Menschen, beträgt der Zugangsfaktor wieder 1,0 !

Besteht kein Vertrauensschutz, bleibt es bei 10,8 % Abschlag.

Hier im Forum gibt es Spezies, die können das bestimmt noch besser erklären... ;-))

Experten-Antwort

Hallo BWR,

grundsätzlich ist eine Umwandlung der Erwerbsminderungsrente in die Altersrente für Schwerbehinderte möglich. Ob die Voraussetzungen jedoch vorliegen, kann nur im Einzelfall geprüft werden.
Diese Altersrente erhalten - auf Antrag - Versicherte, die

- das 60. Lebensjahr vollendet haben,
- bei Beginn der Rente als Schwerbehinderte (Grad der Behinderung mindestens 50) anerkannt sind - oder Versicherte, die vor dem 1.1.1951 geboren sind und bei denen Berufsunfähigkeit oder Erwerbsunfähigkeit nach dem bis zum 31.12.2000 geltenden Recht vorliegt - und
- die Wartezeit von 35 Jahren erfüllen.
Sie können ca. 3 Monate vor Vollendung Ihres 60. Lebensjahres beim Rentenversicherungsträger bzw. im Service Zentrum der Deutschen Rentenversicherung vorsprechen und dort prüfen lassen, ob Sie die Voraussetzungen erfüllen und ob bzw. ab wann eine abschlagsfreie Rentenzahlung möglich ist.

Sofern Sie nicht vor dem 17.11.1950 geboren sind und bereits am 16.11.2000 eine Schwerbehinderung, Berufs- oder Erwerbsunfähigkeit vorgelegen hat, werden die bisherigen Abschläge von 10,8 % weiterhin in der zukünftigen Altersrente (auf Dauer) enthalten sein.