Rente mit 63 - Pech gehabt !?

von
H.Ardy

Liebe Experten, bin 11/1950 geboren, 63.Lj. also 11/2013 vollendet.
Wurde 09/2013 betriebsbedingt zum 31.03.2014 gekündigt, beziehe seit 1.04.2014 ALG I.
War seit 01.06.1969 bis zum 31.03.2014 ununterbrochen sozialversicherungspflichtig beschäftigt, also 44 Jahre + 10 Monate. Hätte meine 45 Jahre zum 30.06.2014 erreicht.
Mein bedauerliches Fazit: Durch die Nichtanrechnung von Zeiten der Arbeitslosigkeit 2 Jahre vor Rentenbeginn fehlten mir 2 Monate, um zum 01.07.2014 in den Genuss der abschlagsfreien Rente zu kommen !? Pech gehabt ? Hat jemand Lösungsvorschläge ? Sich mit fast 64 für 2 Monate einen neuen Job suchen?
Wenn Konsens besteht, Arbeitnehmer ab 63 Jahren in abschlagsfreie Rente gehen zu lassen, man eine „Frühverrentungswelle“ ab 61 Jahren aber verhindern wollte, hätte es da nicht gereicht, Zeiten der Arbeitslosigkeit mit 2 Jahren vor Vollendung des 63. Lj. (statt des Rentenbeginns) nicht auf die erforderlichen 45 Beschäftigungsjahre anzurechnen?

von
Schade

Versuchen Sie einen Minijob zu finden und zahlen die 3,9% Eigenbeitrag.....da 2 Monate gezahlt und die 45 Jahre wären voll.

Experten-Antwort

Hallo Herr Ardy,
zum jetzigen Zeitpunkt kann man noch nicht sagen wie es sich mit den Arbeitslosenzeiten verhält, die im rollierenden 2-Jahreszeitraum liegen und vor Inkrafttreten des Gesetzes begannen. Auf Nummer Sicher gehen Sie aber in jedem Fall, wenn Sie „Schades“ Rat folgen und einen versicherungspflichtigen Minijob aufnehmen.

von
H.Ardy

Zitiert von: Techniker

Hallo Herr Ardy,
zum jetzigen Zeitpunkt kann man noch nicht sagen wie es sich mit den Arbeitslosenzeiten verhält, die im rollierenden 2-Jahreszeitraum liegen und vor Inkrafttreten des Gesetzes begannen. Auf Nummer Sicher gehen Sie aber in jedem Fall, wenn Sie „Schades“ Rat folgen und einen versicherungspflichtigen Minijob aufnehmen.

Liebe Experten, zunächst vielen Dank für Ihre Informationen.
Dürfte ein versicherunspflichtiger Minijob neben dem weiteren Bezug von ALG 1 die Kriterien erfüllen? Hätte kein Problem damit, wenn ein Teil
der Minijob-Bezüge (> 160 €) auf das ALG angerechnet wird.

Experten-Antwort

Der weitere Bezug von ALG I steht der Anrechnung des Pflichtbeitrages aus dem Minijob nicht entgegen. Liegt Ihr Entgelt aus dem Minijob unter 175 EUR. haben Sie in der Summe einen geringfügig höheren Eigenanteil als 3,9% des Entgeltes zu zahlen.