Rente sinkt trotz Einzahlung ?

von
Forster

Ich habe gerade meine Rentenauskunft erhalten.
Gebgenüber vor einem Jahr hat die Erwerbsgemindertenrente um 30 Euro zugelegt.
Die Regelaltersrente um 40 Euro
Aber die Berechnung der Rente die ich bekommen soll, wenn ich weiter wie die letzten 5 Jahre einzahle, ist um 2 Euro gesunken ?????

Das verstehe ich nicht ?
Sind denn so heftige Rentenkürzungen in Zukunft geplant ?

Danke !
Forster

von
Rechenkünstler

was ist denn an der Änderung des Betrages von 2 Euro heftig? Das könnte man auch als Rundungsdifferenz abtun.

von
Beavis

Zitiert von: Forster

Aber die Berechnung der Rente die ich bekommen soll, wenn ich weiter wie die letzten 5 Jahre einzahle, ist um 2 Euro gesunken ?????

Das verstehe ich nicht ?
Sind denn so heftige Rentenkürzungen in Zukunft geplant ?

Danke !
Forster

Das ist die rückwirkende Gegenrechnung der Eurobonds. Seien Sie froh, dass es Sie nur mit 2 Euro erwischt hat.

von
rosebud

Hallo Forster,

die Beantwortung dieser Frage wird hier im Forum nahezu unmöglich sein. Solche Abweichungen können aufgrund der unterschiedlichsten Sachverhalte/Konstellationen entstehen. Nur beispielhaft folgende zu Abweichungen führende Umstände:

- Wechsel von Beschäftigungszeiten Ost und West im 5-Jahreszeitraum

- je nach Zeitpunkt der Erteilung der Rentenauskunft/Renteninfo möglich: War in beiden Fällen bereits die Meldung des Arbeitsentgeltes für das Vorjahr eingegangen?

- Differenz zwischen zunächst angewendetem vorläufigem und endgültigem Durchschnittsverdienst bei der Entgeltpunkteermittlung

- Rundungsdifferenzen, weil die auszuweisenden dynamisierten Hochrechnungsbeträge auf 10 Euro-Werte abgerundet werden

In jedem Fall erfolgt die Berechnung nach dem zum Zeitpunkt der Erteilung gültigen Recht.

Wenn man es genau wissen will, hilft nur Vorsprache in der nächsten A+B-Stelle mit beiden Dokumenten. Aber selbst wenn man dann Kenntnis hat, was nützt einem diese Information?!

Experten-Antwort

Eine Abweichung bei der Hochrechnung ist grundsätzlich nichts Ungewöhnliches ...

Mögliche Gründe können Sie dem Beitrag von "rosebud" entnehmen.

von
Forster

Bei der älteren Rentenauskunft sind die Zeiten bis 31.12.2012 aufgeführt.
Auf der Rentenauskunft die ich jetzt bekommen habe, sind die Zeiten bis 31.12.2013 aufgeführt.
Da sind 12 Monate Einzahlung dazwischen und das soll sich nicht auswirken wenn ich bis zur Altersrente arbeite ?
Schon sehr merkwürdig..........

von
W*lfgang

Hallo rosebud, hallo Forster

vorläufiges/endgültiges Durchschnittsentgelt dürfte genau zutreffen. Das endgültige fällt ja regelmäßig höher aus (bis auf 1x in der Vergangenheit) als das vorläufige. Damit wird der Teiler/die Entgeltpunkte kleiner, das neue für die Hochrechnung zugrunde gelegte 5 Jahres-Durchschnittseinkommen sinkt und damit gibt's eben einen Hauch weniger Entgeltpunkte bis zur Regelaltersrente.

Bei Einkommen im Rahmen der Beitragsbemessungsgrenze (hier bei 40 EUR Monatszuwachs nicht) wird das besonders deutliche, weil der Höchstpunktwert (ich glaube 2,13 in 2003 inzwischen wieder bei 2,03 angelangt ist.

Weitere Ursache, die prozentuale Einkommensentwicklung im letzten Jahr liegt unter dem Zuwachs des Durchschnittseinkommen.

Alle anderen Ursachen sind natürlich auch möglich, halte ich aber aufgrund dieser Mini-Differenz für ausgeschlossen.

Meine Hochrechnungen (bei Beitragsbemessungsgrenze) weichen immer gleich um bis zu 40 EUR nach unten von der Renteninformation ab, dadrunter so um 10 EUR. Ich rechne auch nur mit dem gesichertem/hinterfragtem Einkommen des letzten Jahres mit endgültigem Durchschnittskommen (aktuell 2012) hoch.

Gruß
w.

von
rosebud

Zitiert von: Forster

Bei der älteren Rentenauskunft sind die Zeiten bis 31.12.2012 aufgeführt.
Auf der Rentenauskunft die ich jetzt bekommen habe, sind die Zeiten bis 31.12.2013 aufgeführt.
Da sind 12 Monate Einzahlung dazwischen und das soll sich nicht auswirken wenn ich bis zur Altersrente arbeite ?
Schon sehr merkwürdig..........

Was ist da so schwer zu verstehen? Dass sich die 12 Monate "Einzahlung" auswirken, erkennen Sie doch an den erstgenannten Werten! Bei der Hochrechnung hat sich doch aber:

1.) der 5-Jahreszeitraum, aus dem hochgerechnet wird, um ein Jahr verschoben und damit auch zwangsläufig der Durchschnittswert, der für die Zukunft berücksichtigt wird und

2.) erfolgt die Hochrechnung für 1 Jahr weniger. Wenn Sie also z.B. in 2013 tatsächlich weniger Entgeltpunkte erzielt haben als im Durchschnitt von 2008-2012, muss der hochgerechnete Wert doch sinken!

von
Rechenkünstler

@rosebud und @W*lfgang: Forster möchte doch nur in der Hochrechnung auch 40 Euro mehr stehen haben. Ist das denn so schwer zu verstehen ;)

von
W*lfgang

...die DRV sollte seine persönliche Regelaltersgrenze jeweils um 1 Jahr erhöhen, dann passt das schon - wird ihm aber auch nicht gefallen ;-)

von
Forster

Mein Verdienst hat sich 2013 tariflich leicht erhöht.
Somit hat sich an dem 5 Jahreszeitraum nichts geändert.
Jetzt habe ich mir die alten Rentenauskünfte mal angeguckt.
Von der Rentenauskunft 2011 bis zu der 2013 hat sich die Rente auch nicht erhöht.
Also von Rentenauskunft 2011 bis Rentenauskunft 2014 keine Erhöhung der zu erwartenden Altersrente, obwohl ich da 3 Jahre reingezahlt habe ?
Da kann irgendwas nicht stimmen.

von
Forster

Ok, jetzt habe ich meinen Denkfehler bemerkt.
Das ist ja eine Hochrechnung, da ändert sich wahrscheinlich nur was, wenn man signifikant mehr verdienen würde und das über den 5 Jahreszeitraum.

von
rosebud

Er versteht es nicht. Da kann man zum "GroKo" werden. ;-)

Nochmal mein anfänglicher Hinweis: Das wird sich in diesem Forum nicht abschließend klären lassen. Bitte A+B-Stelle aufsuchen!

Ggf. war ja die Steigerung des Durchschnittsverdienstes stärker als Ihre individuelle "leichte" Tariferhöhung? Folge wären trotz Ihrer Einkommenssteigerung niedrigere durchschnittliche Entgeltpunkte im 5-Jahreszeitraum!

Schönes Wochenende allen!

von
rosebud

Zitiert von: Forster

Ok, jetzt habe ich meinen Denkfehler bemerkt.
Das ist ja eine Hochrechnung, da ändert sich wahrscheinlich nur was, wenn man signifikant mehr verdienen würde und das über den 5 Jahreszeitraum.

Danke, war gerade am Tippen!

von
W*lfgang

Zitiert von: Forster
Da kann irgendwas nicht stimmen.
...stimmt, wenn ich jetzt 'böse' wäre, würde ich sagen, Ihr Verständnis zur tieferen Rentenmathematik stimmt nicht - sage ich aber nicht ;-)

Herr Forster, wie soll sich den ein Betrag, der Jahr für Jahr wieder auf _ dasselbe_ Enddatum berechnet wird, dem Grunde nach erhöhen ...diese Hochrechnung ist doch fiktiv schon mit Einkommen gefüllt. Jedes Jahr fällt ein hochgerechnetes Jahr raus und ein tatsächliches Beschäftigungsjahr ergänzt es. Die Werte sind nahezu identisch / steigend / oder auch leicht rückläufig - daher bleibt der Betrag relativ stabil, wenn nicht eine fette Rentenanpassung ihn etwas nach oben puscht.

Gruß
w.
...keine Sorge, ein Aufbauseminar 2 bei der DRV und in 3 Tagen lösen Sie das im Kopf *g (als Privateer haben Sie leider keinen Zugang)

von
Rechenkünstler

ich versuche es mal mit einem Beispiel:
Ich möchte in 12 Monaten mir eine Waschmaschine für 1200 Euro kaufen. Dafür lege ich monatlich 100 Euro zurück. Wenn ich in 6 Monaten auf den Kontostand schaue lautet er 600 Euro und wenn ich zukünftig weiter 100 Euro einzahle habe ich in 04/15 die 1200 Euro zusammen (aber auch nicht mehr). Nach 7 Monaten schaue ich wieder auf das Konto und es sind 700 Euro und wie sollte es anders sein weiter mit 100 Euro mtl. werden es in 04/15 1200 Euro sein (leider auch nicht mehr).

von
Rechenkünstler

hat sich wohl erledigt. Dann allen ein schönes Wochenende.

von
W*lfgang

Zitiert von: Rechenkünstler

hat sich wohl erledigt. Dann allen ein schönes Wochenende.

Puhh ...war doch gar nicht so schwer :-) Ihnen auch noch ein schönes Wochenende.

Gruß
w.

von
Rolf Braun

Mich würde es nicht wundern, wenn diese Typen einem still und heimlich eine Rentenkürzung a la Ulla Schmidt unterjubeln würden.

Also vorsicht bei diesen Aasgeiern.

von
Jan

Hallo Liebe Leute.

Habe keine Ahnung wie man Rente berechnet
aber eins ist fakt: Seid die Rente für die die jetzt schon Rentner sind eine wohl verdiente Erhöhung seit 2014 bekomme ich auf meine Hochrechnung weniger Fazit: Die gesetzliche rente nicht Erhöhen dann bekomme ich mehr Rente