Rente und Mieteinnahmen

von
Renwi

Mindern Mieteinnahmen die Rente, wenn die Zuverdienstgrenze bereits ausgeschöpft ist?

von
Schiko.

Grundsätzlich nein, wenn es sich nicht um eine witwen-
rente handelt.

MfG.

von
Renwi

Hallo,

An Renten erhalte ich Witwenrente, betriebl. Witwenrente, meine eigene vorgezogenen Altersrente b(62 Jahre) und Arbeitseinkommen geringfügig.
Wie verhält es sich dabei mit Mieteinnahmen an ein Kind?

MfG

von
Schiko.

Hier genaues zu sagen, setzt für mehrere eigene einkommens-
arten betragsnennung voraus.

Grundsätzlich kann nur die rentenversicherung darüber auskunft
geben.
Nenne trotzdem mögliche anrechnungs tatbestände verschiedener einkommensarten:

Geringfügerverdienst, meinetwegen 400 ./. 20% abschlag €. 320.

Eigene nettorente mit 700 nätürlich angeommen €. 700

Betriebsrente 300 ./. 12,7 % €.. 262
1.282.00 anrechnungspflichtiges einkommen, minus
0.690,00 gerundet, anrechnungsfreier b etrag
0.592,00 anrechnungspflichtig mit 40%.

Im klartext, €. 236,80 vermindern die gesetzliche witwen bruttorente.

Der steuerberater, finanzbeamte, lohnsteuerhilfeverein hilft ihnen ver-
mutlich nicht weiter.

Ansprechpartner ist die deutsche rentenversichrung.

Komme nicht ganz klar, wie der hinweis mieteinnahmen für ein kind
gemeinst ist.

Richtig aber ist, hat ein kind noch kein arbeitseinkommen, jedoch
zinseinnahmen, miete gelten auch die allgemeinen freibeträge, die
da sind:

7.664 grundfreibetrag plus 36 sonderausgaben paulschale. Miet-
einnahmen bis zu diesem betrag bleiben steuerlich unbelastet.
Für zinsen nurmehr 801 €. jährlich sind ebenfalls steuerfrei.

MfG.

von
Amadé

Zur Einkommensanrechnung bei Renten wegen Todes vorab erst mal Grundsätzliches:

„Auf Witwen- und Witwerrenten (einschließlich der Renten an vor dem 1. Juli 1977 geschiedene Ehegatten), Waisenrenten und Erziehungsrenten werden eigene Einkünfte des Rentenbeziehers zu einem bestimmten Prozentsatz angerechnet. Auf Waisenrente wird eigenes Einkommen der Waise nur dann angerechnet, wenn die Waise über 18 Jahre alt ist.

Wenn eine Ehe 2002 oder später geschlossen wurde oder beide Partner nach dem 1. Januar 1962 geboren wurden, werden zusätzlich zu Erwerbs- oder Erwerbsersatzeinkünften auch Einkünfte aus Vermögen, Betriebsrenten oder privaten Renten auf die Hinterbliebenenrente angerechnet. Das gilt künftig auch für seit 2002 geborene Waisen.

In den ersten drei Monaten nach dem Tod des Versicherten (Sterbevierteljahr) werden eigene Einkünfte nicht angerechnet.“

Zitiert aus dem Lexikon auf dieser Seite.

Wenn ich richtig rechne, sind Sie vor dem 01.01.1962 geboren. Nun müssen Sie nur noch vor dem 01.01.2002 geheiratet haben, dann zählen bei Ihnen Mieteinkünfte NICHT zu den Einkünften, die bei Ihrer Hinterbliebenenrente anzurechnen sind, es sei denn, Sie betreiben die Vermietung als Gewerbe.

Auf Altersrenten, die vor Vollendung des 65.Lebensjahrs bezogen werden und auf Erwerbsminderungsrenten haben die Mieteinnahmen ebenfalls nur dann Einfluss, wenn Sie gewerbsmäßiger Vermieter sind, Sie also einen Vermietungsbetrieb führen und damit EINKOMMEN aus SELBSTÄNDIGER Tätigkeit erzielen.

Einkünfte aus einer Geringfügigen Beschäftigung sind allerdings sehr wohl bei der Einkommensanrechnung und bei den Hinzuverdienstgrenzen zu berücksichtigen und den Rentenversicherungsträger(n) anzuzeigen.

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo, Renwi,
Mieteinnahmen mindern Ihre Rente nicht, wenn es sich um Ihre eigenen Rentenansprüche handelt. Wenn Sie´eine Hinterbliebenenrente beziehen, können zusätzliche Mieteinnahmen Auswirkungen haben. Je nach Einkommensart gibt es unterschiedliche Anrechnungen. Wir empfehlen Ihnen wegen der Komplexität des Themas unbedingt eine persönliche Beratung bei der Auskunfts- und Beratungsstelle der gesetzlichen Rentenversicherung.Falls das Kind Waisenrente bezieht, können sich Mieteinnahmen dort ebenfalls auswirken.Auch hier sollten Sie die Beratungstelle der Rentenversicherung in Anspruch nehmen. Dort können Ihre Fragen im konkreten Einzelfall und verbindlich geklärt werden.