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Rente u.Rehaantrag

von
Reiner

kann ich trotz Dauerrente einen Rehaantrag stellen.
Meine Krankheiten sind weit fortgeschritten. Wäre es sinnvoll eine Reha zu beantragen?
danke

von
Erwin

Wenn Sie in der Reha dann unter Umständen als nicht mehr Erwerbsgemidnert eingestuft werden wollen und dann unter Umständen wieder ihre Rente aberkannt bekommen wollen, dann auf jeden Fall Reha beantragen.. Sonst eher nicht. Was erwarten Sie " bei fortgeschrittenen Erkrankungen " von einer Reha mehr oder besseres , was eine ambulante / stationäre fachärztliche Behandlung oder im Krankenhaus daheim nicht leisten kann ? Genau - da gibt es nämlich nichts.

von
Reiner

vielleicht ist es möglich von

von
Reiner

vielleicht wäre es möglich, dass Sie mir antworten, da Ihre Ratschläge immer sehr gut sind.
Vielen Dank.

Experten-Antwort

Sehr geehrter Herr Reiner,

ob bei Ihnen Leistungen zur medizinischen Rehabilitation erforderlich bzw. sinnvoll sind, sollten Sie in erster Linie mit Ihrem behandelnden Arzt besprechen. Falls dieser der Auffassung ist, dass bei Ihnen eine medizinische Rehabilitationsmaßnahme angezeigt wäre, sollten Sie sich umgehend mit Ihrer Krankenkasse in Verbindung setzen.
Aufgrund Ihrer Aussage ( Krankheit weit fortgeschritten ) gehe ich davon aus, dass diese Ihr zuständiger Reha - Träger ist.

von
Klaus-Peter

Natürlich können Sie auch bei einer unbefr. zuerkannten EM-Rente noch eine med. Reha beantragen und auch bekommen. Ob dies allerdings in irhem Fall noch sinnvoll ist oder nicht, ist eine schwierige Frage und Sie sollten sich das tatsächlich vorher sehr gut überlegen. Was kann ich gewinnen und was kann ich verlieren ?

Zum einen ist die Frage was bringt ihnen eine Reha wirklich noch für iihre Gesundheit und welches Risiko gehe ich womöglich hinsichtlich einer Überprüfung/Aberkennung meiner EM-Rente damit ein. Ich habe schon Pferde vor der Apotheke k.. sehen und darum wäre ich da grundsätzlich sehr vorsichtig. Die Einschätzung zur gesundheitlijuchen Situation und zur EM im Rehaentlassbericht KANN von der eigenen Einschätzung und auch der der behandelnden Ärzte daheim komplett abweichen und somit erhebliche Konsequenzen im weiteren Verlauf ( wie z.b. auch der Überprüfung der unbefr. Rente ) nachsichziehen.
Wie gesagt kann - muss nicht. Man sollte so etwas aber immer im Hinterkopf haben um später nicht aus allen Wolken zu fallen was da plötzlich abeht...

Kostenträger wäre in ihrem Falle ( da unbefr. EM-rente ) höchstwahrscheinlich die Krankenkasse und nicht - mehr - die Rentenversicherung. Die RV würde nur bei folgender Konstellation noch eine med. Reha genehmigen :

" Bekommen Sie eine Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit, können Sie eine Leistung zur medizinischen Rehabilitation von der RV erhalten, wenn durch diese Leistung Ihre bereits geminderte Erwerbsfähigkeit wesentlich gebessert oder wiederhergestellt oder eine Verschlechterung Ihrer bereits geminderten Erwerbsfähigkeit abgewendet werden kann."

Dies dürfte bei einer bereits unbefristet zuerkannten EM-Rente im Normalfall nicht mehr der Fall ein. Dann wäre eben die Krankenkasse der Kostenträger. Insofern steht ihnen rein rechtlich auf jeden Fall auch als EM-Rentner noch eine med. reha zu. Ich würde ihnen darum raten den Antrag bei ihrer Krankenkasse zu stellen und nicht bei ihrer RV. KK und RV können /werden sich dann womöglich kurzschliessen um zu klären wer für die Kosten dann aufkommt. Die KK prüft dann natürlich noch ob eine medizinische Notwendigkeit bei ihnen für eine Reha vorliegt oder nicht.

Wie gesagt, ob eine Reha für ihre Gesundheit noch von Vorteil seien könnte lässt sich hier natürlich nicht sagen. Das sollten besser ihre Ärzte beurteilen. Für ihre laufende EM-Rente sehe ich hingegen aber zu 100% keinen Vorteil durch eine Reha ( welchen auch ? ) , eher einen Nachteil falls eben womöglich ein gewisses Szenario in Gang gesetzt wird durch die Beuerteilung im Rehaentlassbericht.

von
Reiner

an Klaus-Peter
vielen herzlichen Dank für ihre Antwort.
mfg