Rente vom vorletzten Ehepartner - zweimal verwitwet

von
Monika

Mein 1. Ehemann verstarb 1987 danach heiratete ich nach fast 2 Jahren wieder. Ich wurde damals abgefunden. Nun verstarb mein 2. Ehemann 2003 und ich erhalte eine Witwenrente aus einem Versorgungswerk. Meine Witwenrente in nicht hoch, aber höher wie die erste damals war. Habe ich auch Anspruch auf eine Rente vom vorletzten Ehemann? Ich erziehe noch ein minderjähriges Kind.
mfg

von
kurzundknapp

Leider Nein. § 90 I SGB VI

von
Monika

Vielen Dank für Ihre Antwort. Habe nachfolgenden Text bei der Deutschen Rentenversicherung gefunden.Trifft es vielleicht auf mich zu? Meine 1. Ehe wurde 1975 geschlossen und erhalte außerdem eine EU-Rente.
"Übergangsund
Vertrauensschutzregelungen bestimmen
darüber, ob für Sie die alten oder neuen Regeln für die Einkommensanrechnung gelten.Zum 1. Januar 2002 wurden hier erhebliche Änderungen eingeführt. Vor 2002 wurden kurzfristige Erwerbsersatzeinkommen nicht angerechnet, wenn sie nicht aufgrund von öffentlichem Recht von einem Sozial leistungsträger
gezahlt werden (beispielsweise Krankengeld aus einer privaten Versicherung),
außerdem Betriebsrenten und private Versorgungsrenten. Das galt auch für Zusatzrenten der öffentlichrechtlichen
Ver sicherungsund
Versorgungseinrichtungen
(zum Beispiel VBL), Höherversicherungs anteile aus einer Versichertenrente
und Vermögenseinkommen.Das ist jetzt nur noch möglich, wenn für Sie die Übergangsund
Vertrauensschutzregelungen
gelten.
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In den Genuss der Übergangsund
Vertrauensschutzregelungen
kommen Sie, wenn Sie > eine Witwenoder
Witwerrente erhalten und der versicherte Ehepartner vor 2002 gestorben ist oder > eine Witwenoder
Witwerrente erhalten und der versicherte Ehepartner zwar nach 2001 gestorben ist, aber Ihre Ehe vor 2002 geschlossen und mindestens einer von Ihnen vor dem 2. Januar 1962 geboren wurde." Habe mich auch schon dort, beim Bund und beim Land, telef. erkundigt und erhalte leider überall andere Auskünfte.
mfg

Experten-Antwort

Hallo Monika,

grundsätzlich kann eine Witwenrente nach dem vorletzten Ehegatten gem. § 46 Absatz 3 Sozialgesetzbuch Sechstes Buch(SGB VI ) beantragt werden. Neu erworbene Ansprüche auf Witwenrente, auf Versorgung, auf Unterhalt oder sonstige Renten nach dem letzten Ehegatten sind immer vorrangig anzurechnen. Hierzu zählt auch die Leistung aus dem Versorgungswerk nach dem 2. Ehemann (§ 90 Abs. 1 SGB VI). Da diese Leistung höher ist als die damals gezahlte Witwenrente, ist eine Antragstellung nicht sinnvoll. Es würde zu keiner Rentenzahlung kommen.
Die von Ihnen darüber hinaus zitierte Regelung bezüglich Einkommensanrechnung hat hiermit nichts zu tun. Bei der Einkommensanrechnung geht es darum, dass eigenes Einkommen aus eigenen Versicherungs- oder Versorgungsansprüchen auf die Hinterbliebenenrente angerechnet wird, wenn ein bestimmter Freibetrag überschritten wird. Dazu muss jedoch erstmal überhaupt ein Anspruch auf Zahlung einer Witwenrente nach dem vorletzten Ehegatten bestehen.