Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung

von
Monika

Hallo
ich beziehe seit 5 Jahren Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung (Leistungsvermögen wurde damals 3 bis 6 Stunden festgestellt). Die Rente wurde mir befristet gezahlt. Ich habe schon 2mal Antrag auf Weitergewährung gestellt. Jedes mal wurde die Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung wieder befristet weitergezahlt.
Es ist nun aber so, dass ich anfangs noch Teilzeit gearbeitet habe, mir aber vom Arbeitgeber 2 Monate nach Rentenbescheiderteilung gekündigt wurde. Zunächst habe ich noch Krankengeld und dann Arbeitslosengeld bezogen. Das ist jetzt auch schon weggefallen. Das habe ich der Rentenversicherung auch mitgeteilt.
Wird aufgrund der gestellten Anträge auf Weitergewährung automatisch geprüft, ob ich Anspruch auf volle Erwerbsminderungsrente wegen dem Arbeitsmarkt habe? Ich habe da ja angegeben, dass ich kein Beschäftigungsverhältnis mehr habe. Beziehungsweise kann ich nachträglich den Antrag auf Weitergewährung als Antrag auf volle Rente deuten lassen?
Oder geht das nicht und ich muss eine volle Rente separat beantragen?

von
W°lfgang

Hallo Monika,

die bloße Mitteilung, das bisher bezogenen/zulässige Leistungen weggefallen sind, ist grundsätzlich kein Antrag auf Feststellung einer 'höherwertigen' Rente, der vollen EMRT. An der ursprünglichen Feststellung, dass noch ein Leistungsvermögen von 3-u6 Std. besteht = teilweise EM, ändert sich nichts.

Sie sollten den Antrag auf Neufeststellung der Rente nachschieben, ist der Vordruck R0110 + R0210 + R0215 (dieser freiwillig)

https://www.deutsche-rentenversicherung.de/SharedDocs/Formulare/DE/_pdf/R0110.html

oder das über die nächste Beratungsstelle DRV oder Rathaus/Versicherungsamt für Sie aufnehmen/ausfüllen lassen.

Gruß
w.

Experten-Antwort

Hallo Monika,

grundsätzlich wird bei jedem Antrag auf Weitergewährung nicht nur das individuelle Leistungsvermögen, sondern auch die Arbeitsmarktlage geprüft. Dies sollte somit in Ihrem Fall auch geschehen sein.
Sie können eine formlose Anfrage an Ihren zuständigen Rentenversicherungsträger richten und um entsprechende Auskunft bitten, ob diese Prüfung erfolgte. Ansonsten soll das formlose Schreiben als Überprüfungsantrag gewertet werden.

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