Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit

von
Katja

Hallo,
ich habe einen Antrag wegen verminderter Erwerbsfäigkeit gestellt. (Reha war erfolglos). Ich bekam von der DRV am Freitag einen Brief, darin wurde ich aufgefordert, von meinem derzeitigen Arbeitgeber eine "Bescheinigung über Beschäftigungsverhältnisse nach Beginn einer Rente wegen verminderter Erwerbsfähigkeit" ausfüllen zu lassen.

Meine Frage dazu lautet jetzt: Wenn die DRV diese Angaben benötigt (ich schätze zwecks Überprüfung der eventuellen Hinzuverdienstgrenze bei Bewilligung der Rente), besteht dann eventuell Grund für mich zu HOFFEN, dass ich die Rente bewilligt bekomme?
Oder werden diese Bescheinigungen generell bei jedem Antragsteller für jeden Fall geprüft, egal, ob Rente dann später ja/nein?

Ich weiß, dass alles im Einzelfall geprüft wird und vermutlich mir hier niemand eine definitive Antwort geben kann, aber vieleicht hat der eine oder andere aus eigener Erfahrung, oder sogar der Experte dazu eine Antwort. Danke im Voraus.

Experten-Antwort

Hallo Katja,
dies wird sehr unterschiedlich gehandhabt, sodass Sie daraus leider noch keine Entscheidung ableiten können.
Haben Sie bitte noch etwas Geduld.

von
Ingeburg

Ich habe vom Versorgungsamt30GdB zuerkannt bekommen kann ich da einen Antrag auf teilw. Erwerbsminderung stellen?

Experten-Antwort

Hallo Ingeburg,

Sie können natürlich einen Antrag stellen. Ob Sie tatsächlich die Voraussetzungen für eine Erwerbminderungsrente erfüllen, wird dann vom Sozialmedizinischen Dienst der Rentenversicherung geprüft. Diese Prüfung erfolgt aber anders, als bei der Feststellung des GdB - man kann also anhand Ihrer 30% GdB nicht sagen, ob Sie erwerbsgemindert sind oder nicht.

von
Schade

zur Verdeutlichung der Expertenantwort:
es gibt Menschen, die sind zu 100% schwerbehindert und die arbeiten in Vollzeit!

Bsp: Blinder mit Blindenberuf

oder

querschnittsgelämter oder beinamputierter Rollstuhlfahrer mit Bürojob (Gruß an Minister Schäuble...)

von
Ingeburg

warum giebt es dann überhaupt Behinderungsgrade

Experten-Antwort

Der GdB ist eine Beurteilungsgröße aus dem Recht der Schwerbehinderung. Man kann daran ablesen ob jemand schwerbehindert ist oder vielleicht einem Schwerbehinderten gleichgestellt. Daraus ergeben sich viele Auswirkungen, z.B. auf Arbeitsverträge, Steuern, ermäßigte Eintrittspreise usw.
In der Rentenversicherung kann man z.B. mit einem GdB von mindestens 50 und 35 Jahren Rentenzeiten früher in Altersrente gehen.

Die Erwerbsminderung ist aber etwas ganz anderes - wie Schade schon schrieb: Auch ein zu 100% Schwerbehinderter kann unter Umständen einer Erwerbstätigkeit nachgehen.