Rente wo ist man besser abgesichert

von
Martin

Wo ist man mit der Rente besser abgesichert wenn man als Behinderter in einer Werkstatt für behinderte Menschen arbeitet?
Oder auf dem freien Arbeitsmarkt?

Bekommt man später mehr Rente wenn man auf dem freien Arbeitsmarkt arbeitet? Oder wenn man in einer Werkstatt für behinderte Menschen arbeitet?

Oder ist die Höhe der Rente später gleich? Ist es egal ob man in einer Werkstatt für behinderte Menschen arbeitet oder auf dem freien Arbeitsmarkt?

von
Chris

SGB VI § 162 Beitragspflichtige Einnahmen sind:
-bei behinderten Menschen das Arbeitsentgelt, mindestens 80 vom Hundert der Bezugsgröße (2008 = 29.820€ West)

Wer dann die höhere Rente bekommt, hängt vom höheren Arbeitsentgelt ab.

von
Martin

Dann bekommt man wenn man auf dem freien Arbeitsmarkt arbeitet eine höhere Rente als wenn man in einer Werkstatt für behinderte Menschen arbeitet?

Die Rente ist also später niedriger wenn man in einer Werkstatt für behinderte gearbeitet hat?

von
Schiko.

Wenn sie mit abgesichert eine
später höhere rente meinen
sind die verdienste maß-gebend.
Die berechnung der beträge
erfolgt immer in entgeltpunkten die sich aus
den jährlichen verdiensten
ergeben.
Bei jährlich 32.000 somit höherer verdienst als 80% aus der jeweiligen bezugs-
größe, ergibt: 32000:30084
1,0637 entgeltpunkt a/ 26,56
sind es 28,25 rentenwert.

MfG.

von
Martin

Sollte man dann besser in einer Werkstatt für behinderte Menschen arbeiten? Oder auf dem freien Arbeitsmarkt?

Wo ist man besser abgesichert mit der Renten?

Wo bekommt man später mehr Rente wenn man in einer Werkstatt für behinderte Menschen gearbeitet hat?

Oder wenn man auf dem freien Arbeitsmarkt gearbeitet hat?

von
Unbekannt

Man kann Ihre Frage nicht konkret beantworten.

Sollten Sie von der Geburt an behindert sein und 20 Jahre in einer Behindertenwerkstatt arbeiten gehen, bekommen Sie in der Regel die volle Erwerbsminderungsrente sofort.
Hierbei werden dann die eingezahlten Beiträge fiktiv hochgerechnet bis zu Ihrem 60. Lebensjahr. Als Behinderter erhalten Sie jedoch nur ein Taschengeld von der Behindertenwerkstatt. Für die Rentenversicherung wird eine Pauschale gezahlt. Zur Zeit würden Sie dargestellt werden, ob Sie jährlich Brutto 23856 Euro verdient hätten.

Auf dem Arbeitsmarkt hätten Sie halt eine höhere Verdienstmöglichkeit.

Hinzukommt, Rechtslagen sind Änderungen vorbehalten.

von
Schade

so ganz realistisch ist Ihre Frage wohl nicht?

Denn i.d.R. hat man keine Wahl zwischen den beiden Möglichkeiten - in der WfbM arbeiten nämlich Menschen, die auf dem freien Arbeitsmarkt nicht arbeiten können.

Aber wenn man wirklich die Wahl hat, ist es doch ganz einfach: Wenn Sie mehr als 2000 € brutto im Monat verdienen können, bringt das freie Arbeitsverhältnis derzeit eine größere Rentensteigerung, wenn nicht, ist der "Verdienst" in der Werkstatt besser.

Nur weiß auch heute keiner, wie die Zukunft aussieht.

Und wie gesagt: ich kenne nicht viele Menschen die in der WfbM arbeiten, die die Chance hätten auf dem freien Markt mehr als 2000 € zu verdienen.

von
Martin

Man verdient doch heute auf dem freien Arbeitsmarkt nicht mehr als 2000 Euro.

Wenn man z. B. 1200 Euro verdient ist mann dann besser in der WfbM aufgehoben als auf dem freien Arbeitsmarkt?

Ist die Rente später höher wenn man auf dem freien Arbeitsmarkt z. B. 1200 Euro verdienen würde?

Oder ist die Renten dann später in einer WfbM höher?

Bei 1200 Euro ist die Rentensteigerung nicht so hoch oder?

Dann ist doch der Verdienst in der Wekrstatt besser für die Rente oder?

von
Evchen

Nein.....
1200 Euro sind in der Rentenversicherung immer gleich viel wert, egal ob hiervon Beiträge aufgrund einer Beschäftigung auf dem freien Arbeitsmarkt oder einer Tätigkeit in der WfbM gezahlt worden sind.
Also würde auch die Rente gleich hoch sein.

Der Unterschied liegt daran, daß Sie in der WfbM keine 1200 Euro ausgezahlt bekommen sondern lediglich ein Taschengeld.

ABER: Eine Tätigkeit in einer WfbM kann man sich nicht einfach suchen, vielmehr muß festgestellt werden, daß Sie auf dem freien Arbeitsmarkt nicht mehr arbeiten können. Von daher stellt sich eigentlich gar nicht die Frage, was besser ist.

Experten-Antwort

Mit dem Beitrag von Chris ist dem Grunde nach schon alles gesagt.
Zur Klarstellung wird nochmals darauf hingewiesen, dass es hier nur um den Fall eines behinderten Menschen geht, der in einer anerkannten Werkstatt für Behinderte (WfB) arbeitet. Auch in diesem Fall sind die beitragspflichtigen Einnahmen, und diese bewirken schließlich die Rentensteigerung, das Arbeitsentgelt. Da dieses aber bei behinderten Menschen in einer anerkannten WfB in der Regel geringer ist, als auf dem freien Arbeitsmarkt, werden als beitragspflichtige Einnahmen mindestens 80 Prozent der Bezugsgröße im Rentenkonto berücksichtigt.
Noch einfacher ausgedrückt, wer als behinderter Mensch in einer WfB arbeitet, hat später immer eine höhere Rente, als wenn er auf dem freien Arbeitsmarkt arbeitet, sofern er einen Verdienst hat, der 80 Prozent der Bezugsgröße nicht überschreitet. Für 2008 sind das die erwähnten 23856,- Euro jährlich oder 1988,- Euro monatlich.
Sollte der Verdienst tatsächlich sogar höher sein, als die erwähnten Beträge, dann wird das tatsächliche Entgelt als beitragspflichtige Einnahmen dem Rentenkonto gutgeschrieben.
Die Beschäftigung in der WfB kann also niemals zu einer geringeren Rentenzahlung führen. Sie ist immer besser oder gleich der auf dem freien Arbeitmarkt.

von
Hans

Also hat man in der WfbM keine Nachteile später mit der Rente als wenn man auf dem freien Arbeitsmarkt arbeitet?

Dann ist sie genauso hoch wie auf dem freien Arbeitsmarkt?

Man braucht sich dann keine Sorgen zu machen das man später wenn man in der WfbM gearbeitet hat eine niedrige Rente bekommt? Das sie zu wenig ist?