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Rente & Zeitpunkt Arbeitszeitreduzierung

von
Fragender

Hallo,

ich wurde von meinem Sachbearbeiter informiert, dass mein Antrag auf Teilerwerbsminderungsrente bewilligt wurde. Der Bescheid ist per Post an mich unterwegs. Ist der Arbeitgeber verpflichtet eine sofortige Reduzierung der Arbeitszeit umsetzen oder kann er das auf den 1. Januar hinauszögern? Gibt es dazu rechtliche Vorgaben?

von
KSC

Nein, kein Gesetz und keine Vorschrift kann einen Arbeitgeber dazu zwingen, dass er für einen Mitarbeiter die Arbeitszeit reduziert; und schon gar nicht von jetzt auf nachher.

Der AG kann es (wenn er will, bzw. nicht will) nicht nur auf Januar hinauszögern, sondern eine Reduzierung auch ablehnen, wenn dies betrieblich nicht "reinpasst"......Der Arbeitnehmer hat sich im arbeitsvertrag schließlich zu Ganztagsarbeit verpflichtet, eine Vertragsänderung geht nur, wenn beide das wollen.

von
Fragender

Hallo KSC,

danke für die Antwort. Mein Arbeitgeber ist sehr entgegenkommend, ich kann mir die Stundenzahl sogar aussuchen. Allerdings braucht er 6 Wochen für die Umstellung und den neuen Vertrag. Ich habe Angst dadurch die Rente zu gefährden.

von
Sozialröchler?

Zitiert von: Fragender

Ich habe Angst dadurch die Rente zu gefährden.

Zunächst ist nur die nach dem Gutachten des medizinischen Sachverständigen theoretisch mögliche tägliche Arbeitszeit für Ihre Rente maßgeblich, nicht die tatsächliche Arbeitszeit.

Sollten Sie jedoch über eine längere Zeit den theoretisch möglichen Rahmen nicht einhalten, wäre eine Überprüfung erforderlich, ob Sie auf Kosten der Restgesundheit mehr arbeiten oder eine längere Arbeitszeit zumutbar ist. Bei 6 Wochen wird da aber nichts passieren.

Der (ggf. höhere) Hinzuverdienst ist jedoch über § 96a SGB VI bei der Rente zu berücksichtigen. Insofern sind Sie zur Anzeige des Sachverhalts bei der Deutschen Rentenversicherung verpflichtet.

Experten-Antwort

Anspruch auf eine Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung besteht, wenn die Leistungskraft auf weniger als sechs Stunden täglich gesunken ist, aber eine Leistungsfähigkeit von noch mindestens drei Stunden besteht. Sollten Sie diese Leistungsgrenze übersteigen, wird geprüft, ob Sie auf Kosten Ihrer Gesundheit arbeiten. Für eine kurzfristige Übergangszeit wird es sicherlich keine Probleme ergeben. Der Verdienst wird auf die Rente angerechnet.