< content="">

Rente zurückkaufen

von
user1954

Wollte mal auf eine Sache hinweisen, die mir so noch nicht bekannt war:

Rente zurückkaufen

Früher in den Ruhestand und trotzdem die volle Rente kassieren – auch das geht, ist aber nicht ganz billig: Man kann die Rentenabschläge mit einem Einmalbetrag "zurückkaufen". Das ist ab dem 54. Lebensjahr möglich und auch dann noch, wenn die Rentenauszahlung bereits begonnen hat. Bis zum Eintritt in das offizielle Rentenalter muss man sich die Sache allerdings überlegt haben. Auf jeden Fall sollte man prüfen, ob die Voraussetzungen für Frührente überhaupt erfüllt werden. Ist der Abschlagsausgleich einmal gezahlt, wird er nämlich nicht mehr zurückerstattet.....

Der ganze Artikel ist hier zu finden:
http://www.n-tv.de/ratgeber/versichernvorsorgen/Frueher-den-Absprung-schaffen-article576800.html

Vielleicht ist diese Info dem einen oder anderen noch nicht bekannt und ganz nützlich.

Schönes Wochenende an alle.

von
F U N

Hallo,
diese Einmalzahlung zum Ausgleich von Abschlägen ist den meisten sehr wohl bekannt, nur nutzen tut dies kaum einer.

Zum einen dauert es sehr lange bis das eingezahlte Geld scheibchenweise wieder zurückgeflossen ist, des weiteren müssen gesetzlich Pflichtversicherte in der Krankenkasse auf die höhere Rente auch mehr KV und PV zahlen, so dass eine Rendite noch weiter in die Zukunft geschoben wird, ganz zu schweigen von einer ggf. steuerlichen Mehrbelastung.

Beispiel:

Durch die vorzeitige Rente mit 64 Jahren wird 1 EP (West) abgezogen bei einem Zugangsfaktor von 0,964 ( = Abschlag von 3,6 % )

Rückkauf möglich mit einem Betrag von: 6.374,40 €

Rechnung: geminderte EP ( = 1,0 ) x Umrechnungsfaktor ( = 6.144,9210 ) ./. Zugangsfaktor ( = 0,964 ) = Beitragsaufwand ( 6.374,40 € ).

Wenn man jetzt bei der höheren Rente ( um 27,20 € ) den Beitragsaufwand für die gKV und gPV als Pflichtversicherter abzieht bleibt ein Nettozuwachs der Rente von 24,58 € (West).

Nimmt man jetzt den Beitragsaufwand von 6.374,40 € geteilt durch netto 24,58 € = 259,33 Monate ; entspricht: 21 Jahre und 7 Monate ; danach erst würde man sein eingesetztes Kapital bei einem gleichbleibenden Rentenwert zurück erhalten.

Somit kann sich jeder selbst ausrechnnen ob dies für ihn sinnvoll und zweckmäßig ist, oder ob man das vorhandene Geld nicht lieber auf einem Festgeldkonto zinsbringend anlegt und hierfür keine KV und PV Beiträge zahlen muss.

Schönes WE.

von
-_-

Das ist bekannt, jedoch kein gutes Geschäft und daher auch fast nicht genutzt.

Erst einmal müssen Sie das erhebliche Kapital aufbringen und wenn Sie sich übernächsten Monat für immer verabschieden, ist das eingezahlte Geld weg.

Dann müssen Sie die Verzinsung gegenrechnen, die Sie für Ihr Kapital bei einer Anlage in der Laufzeit der Rente bekämen. Danach wäre das Kapital bei einer Anlage aber immer noch veerbbar.

Bei der Rentenerhöhung, die sich duch die Einzahlung als anteilige (höhere) Rente ergeben würde, müssen Sie als Krankenversicherungspflichtiger rund 10% für Kranken- und Pflegeversicherung sowie Ihren persönlichen Einkommensteuersatz abziehen und bei Ihrem Ende bleibt von der Einzahlung nur dann etwas, wenn noch Hinterbliebenenrente zu zahlen ist.

Was sich so gut lesen lässt, hat also eine Menge Haken und Unwägbarkeiten und ist daher in den meisten Fällen nicht tatsächlich empfehlenswert.

von
Gaga

Wer den Rentenabschlag durch eine horrende Einmalzahlung ausgleicht ist,man muss es so sagen,blöd.Es rentiert sich in keinem Fall.Man erhöht seine Bruttorente,zahlt mehr Sozialversicherungsbeiträge und ggfs.wird man sogar steuerpflichtig.

Es macht also keinen Sinn von dieser Regelung gebrauch zu machen.Einfacher wäre es das Geld einfach aus dem Fenster zu werfen.Dann sieht man wenigstens wie die Scheine langsam zu Boden gleiten.

von
Stefan

Mir fallen 2 Fälle ein bei denen es sinnvoll ist :

1. jemand anderes übernimmt die Zahlung (z.B. der Arbeitgeber). Dann sollte man natürlich zugreifen

2. man hat etwas zuviel Geld über und will das dringend loswerden ohne dass es als Verschwendung angesehen wird ( also zum Beispiel wenn man Hartz 4 beziehen kann nachdem man den Betrag in die RV einzahlt)

von
Gaga

Genau,dann sollte man seien Bruttorente erhöhen,um ggfs.steuerpflichtig zu werden und sich dann ein Leben lang freuen auf seine Rente Steuern zu zahlen.Ich glaube wenn jemand Ihren Rat befolgt wird er glücklich sein,das er nicht nur die Riesenabfindung verbraten hat,sondern jetzt auch noch Folgekosten hat.Ein Bärendienst,den sie damit erwiesen haben.

Ich würde mich tierisch freuen über so einen superschlauen Rat und die Folgen.

Hat doch schliesslich grad in der heutigen Zeit jeder Geld zu verschenken.

von
B´son

Stellen sie sich vor, es gibt tatsächlich Arbeitgeber, die einen &#34;Abfindungsbetrag&#34; AUSSCHLIESSLICH nur dann zahlen, wenn dieser als Ausgleich für die Rentenminderung eingezahlt wird...

Nur weil sie davon vielleicht noch nichts gehört haben müßen sie andere nicht abkanzeln...

Experten-Antwort

Hallo user1954,

in solchen Fällen sollten immer individuelle Beratungen z.B. in den Auskunfts- und Beratungsstellen der Deutschen Rentenversicherung durchgeführt werden, damit der Versicherte ausgerechnet bekommt, wie sich die Einzahlung auswirkt und wann sich die Einzahlung rentiert.

von
Stefan

Im übrigen gehe ich davon aus, dass es recht wenig Leute gibt, bei denen eine Bruttorentenerhöhung dazu führt dass sie mehr Steuern zahlen als sie ohne diese Erhöhung bekommen würden.