Renten Ausgleichszahlung

von
index60

Hallo,

kann man rückwirkend noch im neuen Jahr für das vergangene Jahr
eine Ausgleichszahlung an die Rentenversicherung leisten, um Abzüge
bei der anstehenden Rente für langjährig Versicherte zu verhindern?

Danke

von
senf-dazu

Wenn Sie nach § 187a SGB VI Ausgleichszahlungen leisten wollen, dann füllen Sie ein Formblatt (https://www.deutsche-rentenversicherung.de/SharedDocs/Formulare/DE/_pdf/V0210.html) aus. Dann wird Ihnen ein Betrag genannt, mit dem Sie die Abschläge ausgleichen können. Diesen Betrag können Sie noch bis zum Ablauf einer im Bescheid genannten Frist zahlen, um den vollständigen Ausgleich zu erreichen, später wird dann entsprechend der jeweils geltenden Sozialversicherungswerte genau abgerechnet.
Achten Sie darauf, dass die Zahlung nur dann geleistet werden kann, wenn der vorgesehene vorzeitige Rentenbeginn noch nicht erreicht ist. Wenn Sie zum Jahreswechsel zB die 63 erreichen, können Sie nicht mehr nachträglich zu diesem Rentenbeginn Abschlagsausgleichszahlungen leisten.

Experten-Antwort

Hallo index60,

ich kann mich grundsätzlich den Ausführungen von senf-dazu anschließen.

Folgendes darf ich hierzu noch ergänzen:

1. Wenn Sie noch dieses Jahr bzw. innerhalb der in der Auskunft genannten Frist zahlen, wird die Höhe der Ausgleichszahlung mit den Werten des Jahres 2020 berechnet.

2. Bei einer späteren Zahlung sind die Werte des Jahres 2021 maßgebend.

3. Bei der Steuer können die gezahlten Beiträge nur für das Jahr 2020 geltend gemacht werden, wenn sie tatsächlich auch 2020 noch gezahlt werden.

4. Sofern der beabsichtigte vorzeitige Rentenbeginn, unter dessen Berücksichtigung die Auskunft erteilt wird, erreicht wird, ist eine Beitragszahlung nicht mehr möglich.

Viele Grüße
Ihr Expertenteam der Deutschen Rentenversicherung

von
schwarze Katze

Zitiert von: senf-dazu
Wenn Sie nach § 187a SGB VI Ausgleichszahlungen leisten wollen, dann füllen Sie ein Formblatt (https://www.deutsche-rentenversicherung.de/SharedDocs/Formulare/DE/_pdf/V0210.html) aus. Dann wird Ihnen ein Betrag genannt, mit dem Sie die Abschläge ausgleichen können. Diesen Betrag können Sie noch bis zum Ablauf einer im Bescheid genannten Frist zahlen, um den vollständigen Ausgleich zu erreichen, später wird dann entsprechend der jeweils geltenden Sozialversicherungswerte genau abgerechnet.
Achten Sie darauf, dass die Zahlung nur dann geleistet werden kann, wenn der vorgesehene vorzeitige Rentenbeginn noch nicht erreicht ist. Wenn Sie zum Jahreswechsel zB die 63 erreichen, können Sie nicht mehr nachträglich zu diesem Rentenbeginn Abschlagsausgleichszahlungen leisten.

Die Berechtigung zur Ausgleichszahlung endet zu dem Zeitpunkt, ab dem eine Rente wegen Alters ohne Rentenminderung bezogen werden kann, spätestens bei Erreichen der Regelaltersgrenze.

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