Rentenablehnung

von
monikap

Hallo,ich hatte am 03.06.13 auf anraten meiner Psychiaterin einen Rentenantrag gestellt.Ich bin 56 Jahre und habe den Beruf einer Damenmaßschneiderin gelernt,arbeite aber seid 29 Jahren als Hauswirtschafterin in einer Kita.Ich bin mit nur einer Hand geboren und arbeite damit nun schon seid 40 Jahren,doch ich habe in den Jahren die Kraft in der vorhandenen Hand verloren,so das ich nur noch Ärger auf arbeit bekommen habe und jeden Tag mit Angst hingegangen bin.Ich leide seid 2 Jahren an Schlaflosigkeit und Depressionen deswegen.Bin dann am 11.03.13 zu meiner Hausärztin und sie überwiesmichzu einer Psychiaterin und einem Orthopäden.Die Psychaterin gab mir Antidepressiva und Schlafmittel,damit ich zur Ruhe komme und riet mir zum Rentenantrag,was ich dann tat.Der Orthopäde meinte der Arm ist total überlastet und verschrieb mir in regelmäßigen Abständen Pysiotherapie,was jedoch nicht brachte bis jetzt.Die DRV schickte mich dann zu einem psychiatrischen Gutachter,welcher die Rente nicht befürwortete,aber die DRV darauf hinweisen wollte,das meine psychatrischen Ursachen im orthopädischen Bereich liegt und ich in der Richtung begutachtet werden sollte.Ich habe jetzt das Gutachten angefordert,da die DRv diesen Hinweis wahrscheinlich ignoriert hat und mir gleich eine Rentenabsage geschickt hat mit dem vermerk das ich zwar meine Arbeit nicht mehr machen kann,aber dem Arbeitsmarkt 6 st.zur verfügung stehen kann.Ich arbeite jetzt schon nur 20 Wochenstunden und meine noch vorhandene Hand ist total Kraftlos,nach eine halben Stunde Arbeit geht gar nichts mehr,es fällt mir alles aus der Hand,kann auch nicht mehr meinen eigenen Haushalt bewältigen nur mit Hilfe von meinem Mann.An Hobbys wie schneidern oder Gartenarbeit ist nicht mehr zu denken.Ich wollte es gerne noch bis zur Schwerbehindertenrente schaffen,aber es geht nicht mehr.Ich bin wütend und traurig wie die Damen von der DRv mit Menschen die immer gearbeitet haben und noch 3 kinder erzogen haben umgehen.Ich möchte diese Herrschaften mal 40 jahre mit nur 1 Hand arbeiten sehen,dann würden Sie vielleichtanders denken.Wahrscheinlich muss man Arbeitslos sein,dann bekommt man alles,mir wird es jedenfalls jetzt zum Verhängnis das ich immer gearbeitet habe.Wieso wird so mit den Behinderten Menschen umgegangen.Vielleicht bekomme ich eine Antwort.Bin natürlich zur Zeit mit dem VDK beschäftigt den Wiederspruch einzureichen.Habe mich auch an andere Stellen gewand,bin mal gespannt ob man da Antwort erhällt.L.G.

von
Jackson

Mein Rat,Ihre Psychiaterin soll einen Antrag auf eine Psychosomatische Reha stellen,dort wird man sie über längere Zeit und auch gründlich beobachten und dann am Ende einen Abschlußbericht erstellen.
Kommt man zu dem Ergebnis,dass sie Arbeitsunfähig entlassen werden,dann nochmals einen Rentenantrag stellen,der dann auch durchgehen sollte.
Oft wird das sogar von der DRV gleich so gefordert,nach dem Motto:
Reha geht vor Rente.

von
Modi

Zitiert von:

Wieso wird so mit den Behinderten Menschen umgegangen.
wird mit allen Mneschen so umgegangen. Eine Behinderung oder ein anderes schweres Los lässt Menschen eher viel länger etwas ertragen, als bei einem "normalen" Lebenslauf.
Einfach dranbleiben und den Weg gehen, der noch vor einem liegt.
Viel Erfolg dabei
Modi

von
monikap

hu das ging ja schnell,ja ich werde weiter kämpfen,bleibt mir ja nicht anderes übrig.Ich hatte schon von der KK aus eine Rehaantrag stellen müssen,den die DRv abgelehnt hat,da ja der Rentenantrag lief.Nun haben Sie eben ganz abgeblockt.Ich muss jetzt erst mal Schluss machen,kann meine Hand kaum noch bewegen,hoffe noch auf eine Experten antwort.L.G.

von
Jackson

Wenn die DRV abblockt gibt es den Rechtsweg.Widerspruch,Sozialgericht.Das kostet nichts und ist oft Hilfreich.

Sozialverbände wie der VdK helfen dabei,wenn man sonst niemanden hat.

von
monikap

danke,ich werde diesen Weg auch gemeinsam mit dem Vdk gehen.Ich habe schon einen Termin damit wir die frist wahren.hoffendlich habe ich einmal Glück und die DRV kann sich mal in meine Lage hineinversetzen.L.G.

Experten-Antwort

Hallo monikap,

im Forum können wir keine Stellungnahme zu ärztlichen Voten während eines Antragsverfahrens abgeben.
Sie sollten im Widerspruchsverfahren nochmals deutlich auf Ihre medizinischen Einschränkungen hinweisen und dies durch aktuelle medizinische Unterlagen belegen, damit eine erneute Prüfung durch den ärztlichen Dienst der DRV möglich wird.

von
monikap

Vielen Dank für Ihre Antwort,ich werde versuchen neue Artzberichte zu besorgen,leider ist meine Hausärztin schon länger selbst krank und ich dadurch nicht an die Akte rankomme.Ich werde aber meine Psychiaterin und meinen Orthopäden um eine Stellungnahme bitten.Ich bin mir auch nicht sicher ob die DRv überhaupt von meiner HÄ Unterlagen angefordert hat,deshalb werde ich dort um Akteneinsicht bitten,das Gutachten vom Gutachter habe ich schon in Kopie angefordert,da der ja der DRv vorschlagen wollte mich bei einem orthopädischen Gutachter vorzustellen.Was ja total ignoriert wurde,nun möchte ich wissen ob er es Vermerkt hat im Gutachten.L.G.

von
Leser

http://www.deutsche-rentenversicherung-regional.de/Raa/Raa.do?f=SGB6_43R2.5.4

Schaun sie mal da rein, R2.5.4 Summierung ungewöhnlicher Leistungseinschränkungen und schwere spezifische Leistungsbehinderung