Rentenabschlag öffentl.Dienst

von
Klaus

Sehr geehrte Damen u. Herren,

ich habe folgende Frage, geb. bin ich im August 1949, seit 1964 bin ich, ohne Unterbrechung, im Öffentl. Dienst als Angestellter u. habe seit November 2008 einen GdB. von 50%.
Mit wieviel Abschlag muss ich rechnen wenn ich im nächsten Jahr mit 60 J. aufhören möchte.
Oder gibt es eine Sonderregelung ?

Für Ihre Antwort bedanke ich mich im Voraus.
Gruss
Klaus

von
JoJo

Es gibt keine Sonderregelung für Angestellte im öffentlichen Dienst !
Wenn Sie im nächsten Jahr mit 60 Jahren aufhören, haben Sie überhaupt keinen Rentenanspruch.

JoJo

von
B´son

JoJo´s Antwort ist falsch.

Sie können sehr wohl mit 60 in Rente gehen, haben allerdings einen Abschlag von 10,8 %.

von
Jürgen

Hallo Klaus,
wenn sie mit genau 60 Jahren in Rente gehen wollen, müssen sie wegen der Anhebung der Altersgrenzen einen Abschlag von 12.6 % in Kauf nehmen.
MfG Jürgen

von
Kurt

die Anhebung der Altersgrenzen gilt erst ab 2012

von
Keith Moon

Sofern Sie am 01.08.1949 geboren sind, können Sie die Altersrente für schwerbehinderte Menschen frühestens an 01.08.2009 in Anspruch nehmen, liegt ihr Geburtsdatum zwischen dem 02.081949 und dem 31.08.1949, verschiebt sich der frühestmögliche Rentenbeginn auf den 01.09.2009. Die vorzeitige Inanspruchnahme zum frühestmöglichen Zeitpunkt ist nur mit einem Rentenabschlag von 10,8 % möglich.

Eine Sonderregelung für den Öffentlichen Dienst gibt es nicht.

von
Schiko.

@Jürgen, nur weil sie zu mir
nicht gehässig sind, erlaube ich mir die frage:Wie kommen sie auf 12,6% ?

Danke!

MfG.

von
Rosanna

@Jürgen

Es sind bei der AR für schwerbehinderte Menschen ab dem 60. Lebensjahr 10,8 %, nicht 12,6 %! Wie kommen Sie darauf?

von
Schiko.

Meine frage war nur für jür-
gen gedacht.
Sein eintrag vom 11.12.08:
..... einen abschlag von 12,6% in kauf nehmen.

MfG.

von
Rosanna

Mein Beitrag auch. ;-))

von
Jürgen

Hallo.
ich nehme alles zurück und behaupte das Gegenteil.
Also Spaß beiseite. Ich war auf dem falschen Dampfer mit meiner Annahme, dass ab Jahrgang 1949 eine Anhebung derAltersgrenze erfolgt. Das wären dann für drei Jahre bis Jg.52 3 Monate zusätzlicher Arbeit oder ein zusätzlicher Abschlag gewesen. Allerdings von 0,9%. Asche über mein Haupt .
Gruß Jürgen

von Experte/in Experten-Antwort

Wenn Sie über 35 Jahren im versicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis stehen und neuerdings schwerbehindert sind, können Sie gerne mit Vollendung des 60. Lebensjahres in Rente gehen. Für jeden Monat, den Sie vor dem vollendeten 63. Lebensjahr in Rente gehen, würde nach §§ 77, 264 c SGB VI eine Rentenminderung im Umfang von 0,3 Prozent berechnet, in der Summe also 10,8 Prozent.

Gemäß § 7 Abs. 3 ATV wird in Ihrer Betriebsrente auf die gleiche Regelung im SGB VI abgestellt. Die Minderung beträgt hier höchstens 10,8 Prozent.
(Aufgrund der vielfältigen Regelungen auch im öffentlichen Dienst sollten Sie sich unbedingt bei Ihrer Betriebsrenteneinrichtung rückversichern!)

Ergo: der Abschlag Ihrer gesetzlichen Rente ist auch die Minderung bei der Betriebsrente.