Rentenabzug

von
Ratsuchender

Habe zum 1.1.04 mit 57 Jahren und 6 Monaten aufgrund einer Schwerbehinderung (100 %) Erwerbsminderungsrente für Schwerbehinderte mit einem Abschlag von 10,8 % erhalten. Diese Rente wurde nach Erreichen des 60. Lebensjahres zum 1.7.06 in eine Altersrente umgewandelt mit weiterhin 10,8 % Abschlag. Ist das korrekt?
Gilt für mich nicht die Vertrauensschutz-Regelung? (Bin vor dem 17.11.1950 geboren und hatte zum 16.11.2000 bereits eine Schwerbehinderung von 50 %.) Habe bis zum Rentenbeginn 525 Monate Beiträge entrichtet.
Bleibt der Abschlag, falls er berechtigt sein sollte, auch bei der Witwenrente?

von
Karo

Für Sie gilt die Vertrauenschutzregelung. Die Rente hätte ohne Abschlag gewährt werden müssen. Stellen Sie bitte umgehend bei Ihrem Rentenversicherungsträger einen entsprechenden Überprüfungsantrag.

Wäre der Abschlag allerdings rechtens, dann wäre dieser auch in der Witwenrente enhalten, denn die persönlichen Entgeltpunkte werden wie bei der Altersrente berechnet. Lediglich über den Rentenartfaktor wird dann bestimmt, dass die Witwenrente 60% der Altersvollrente beträgt.

von
Birdie

Das ist nicht richtig.
Der Vertrauensschutz gilt ggf. für eine Altersrente wegen Schwerbehinderung, nicht für eine Erwerbsminderungsrente.

Wie das dann bei der Umwandlung in die Altersrente ab dem 60. Lj. aussieht, wei0ß ich jetzt auf Anhieb allerdings auch nicht so genau.

Experten-Antwort

Der Rentenabschlag hätte komplett entfallen müssen (Vertrauensschutz). Bitte wenden Sie sich an Ihren Rentenversicherungsträger.

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