Rentenanspruch aus Minijob-Tätigkeit

von
sissi

Ich bin seit rund drei Jahren - nach Erziehungsurlaub etc. - wieder auf Basis eines Minijobs berufstätig.

Nun habe ich die Rentenauskunft erhalten und stelle fest, daß der aktuell erreichte Rentenanspruch - trotz Minijob - sogar leicht rückläufig ist.

Ich selbst zahle keine eigenen Beitrag ein, sondern nur der AG-Pauschalanteil.

Wie kann es sein, daß die ereichte Rentenanwartschaft nicht steigt sondern sogar leicht rückläufig ist ?

von
W*lfgang

Zitiert von: sissi

Ich bin seit rund drei Jahren - nach Erziehungsurlaub etc. - wieder auf Basis eines Minijobs berufstätig.

Nun habe ich die Rentenauskunft erhalten und stelle fest, daß der aktuell erreichte Rentenanspruch - trotz Minijob - sogar leicht rückläufig ist.

Ich selbst zahle keine eigenen Beitrag ein, sondern nur der AG-Pauschalanteil.

Wie kann es sein, daß die ereichte Rentenanwartschaft nicht steigt sondern sogar leicht rückläufig ist ?

sissi,

das ist zwar nur eine kurze Frage, die Antworten dazu füllen aber eine Stunde Beratungszeit. Also ab in die nächste DRV-Beratungsstelle / ins nächste gut sortierte Rathaus/Versicherungsamt, die werden Ihnen die notwendigen Informationen kostenfrei liefern – und mit Randinfos, wozu Ihnen nicht mal die Fragen dazu eingefallen wären ;-)

Gruß
w.

von
Herz1952

Hallo Sissi,

Minijobs drücken den bisher erreichten Durchschnitt für die Erwerbsminderungsrente runter, mit dem dann bis 60 Jahre hochgerechnet wird.

Die Regelaltersrente wird jedoch (ganz) leicht erhöht.

Ansonsten Vorgehensweise wie von W*lfgang geschildert. Bei der RV-Beratung können Sie sich mehrere Auswirkungen des weiteren Lebenslaufes durchrechnen, bzw. grob abschätzen lassen.

Herz1952

Experten-Antwort

1. Eine detaillierte Auskunft, aus welchen Gründen sich der Rentenanspruch gemindert hat, kann nur gegeben werden, wenn die letzten beiden Auskünfte gegenübergestellt werden. Hierbei ist die Auskunfts- und Beratungsstelle oder der zuständige Rentenversicherungsträger behilflich.
2. Außerdem sollten Sie sich dahingehend beraten lassen, ob es nicht sinnvoller ist, den "vollen" Rentenversicherungsbeitrag im Rahmen der geringfügigen Beschäftigung zu entrichten.

von
W*lfgang

Zitiert von: sissi
2. Außerdem sollten Sie sich dahingehend beraten lassen, ob es nicht sinnvoller ist, den "vollen" Rentenversicherungsbeitrag im Rahmen der geringfügigen Beschäftigung zu entrichten.
...was wiederum bei einem laufenden Mini-Job nicht möglich ist (Experte hat das sicher vorausschauend im folgenden Beratungsgespräch gesehen ;-) Daher: Beendigung des Mini-Jobs, 'Schamfrist' von 2 Monaten einhalten, Neuanfang dann mit Versicherungspflicht möglich. Beratung vorher, wie oben gesagt, unumgänglich.

Gruß
w.

von
Feli

Lieber Wolfgang, ein Verzicht auf die Versicherungsfreiheit ist bei einem seit 3 Jahren laufenden Minijob durchaus ggf. möglich (Verdienst immer noch unter 400...) - ab in die Beratung!

von
W*lfgang

Zitiert von: Feli
Lieber Wolfgang, ein Verzicht auf die Versicherungsfreiheit ist bei einem seit 3 Jahren laufenden Minijob durchaus ggf. möglich (Verdienst immer noch unter 400...) - ab in die Beratung!
Feli,
ja durchaus, die vorgetragenen Fakten ließen den Schluss aber nicht zwingend zu (AG hat den (weiteren) Verzicht bei mehr als 400 EUR ab 2013 aktenkundig gemacht) - die Spezialfälle muss sissi/Andere dann eben im Rahmen einer Beratung klären lassen (oder war die 'Beratung' auf mich gemünzt? - ich fürchte ... ;-) Stimmt, ich hatte es nicht ganz und gar vollkommen gänzlich bis zum Ende gedacht *g

Gruß
w.