Rentenanspruch bei Arbeitlosigkeit

von
carlos

Hallo, ich bin seit Sept.2003 arbeitslos u. erhalte seit 3Jahren keine bezüge mehr vom Arbeitsamt. Da meine Frau (Kind 11J.) über der Grenze von AlgII verdient, habe ich keinen Anspruch mehr.
Ab wann kann ich früher mit od. ohne Abschlag in Rente gehen, z.B. ab 63J.?
Habe über 40Jahre Anrechnung.
Wie ist die gesetzliche Lage bzw. Anspruch.

von
Happy

Hi Carlos,

um hier eine Antwort geben zu können, müssten wir wissen, wann sind Sie geboren?
Sind sie durchgehend bei der Arbeitsagentur gemeldet?
(Arbeitslosigkeit ohne Leistungsbezug)
Haben Sie eine anerkannte Schwerbehinderung von mind. 50 %?
Wenn ja, seit wann?

MfG
Happy

von
carlos

Danke für die schnelle Reaktion, ich bin am 18.7.1949 geboren, habe ab 14J. gearbeitet, mit 30J. am Abendgynasium Abitur nachgemacht u. zuletzt 10Jahre als Dipl.Ing. gearbeitet. Wurde im Sept. 2003 wegrationalisiert u. leider ist man in "D" als Dipl.Ing. nicht mehr gefragt, wenn man über 50Jahre ist. Ich hatte mich auf ca. 120 Anzeigen beworben, ohne Erfolg!
Gruß Carlso

von
Carlos

Sorry, Nachtrag: habe keine Schwerbehinderung und daher keine Pronzente. War seit auslauf der Arbeitsamtbezüge als Arbeitsuchend gemeldet, habe jedoch seither keine Angebote vom Arbeitsamt erhalten.
Gruß Carlos

von
Happy

ok, dass Sie nächstes Jahr 60 werden, weiß ich jetzt ;-)
allerdings fehlen noch zwei weitere Antworten ;-(

Also um ab 60 eine Altersrente nach Arbeitslosigkeit beanspruchen zu können, müssen Sie
1. Die Wartezeit von 15 Jahren erfüllen (Beitragsjahre!)
2. das 60. Lebensjahr vollendet haben (Vertrauensschutz müsste ja bestehen, da Sie schon 2003 alo waren)
3. In den letzten 10 Jahren vor Rentenbeginn mind. 8 Jahre mit Pflichtbeiträgen belegt haben
4. Zum Zeitpunkt des Rentenbeginns arbeitslos gemeldet sein
5. Ab dem 58 und 1/2 Lebensjahr bis zum Rentenbeginn mind. 52 Wochen arbeitslos gewesen sein.

wenn dem so ist, dann können Sie diese Rente ab dem 60. Lj. mit 18 % Abschlag erhalten.
Wenn nicht, dann ab 63 mit 7,2 % Abschlag (35 jährige Wartezeit vorausgesetzt)

MfG
Happy

p.s. Haben Sie eine anerkannte (mind. 50 %)Schwerbehinderung und wenn ja seit wann ?

von
carlos

Das ist ja ne menge Infos, versuche genaue Antworten zu geben:
Also, ich hatte mich am Anfang meiner Arbeitsloigkeit mit finanzieller Unterstützung vom Arbeitsamt selbständig gemacht, nach einem Jahr mußte ich jedoch wg. unrentabilität aufgeben.
Seither bin ich ohne Bezüge beim Amt gemeldet. Ich habe seit meiner Arbeitsolsigkeit keine Rentenbeiträge eingezahlt (wovon auch).
Nun ziehe ich in Betracht mit 63Jahren Rente (mit 7,2% Abschlag) zu beantragen, d.h. in 4 Jahren, dann aber hätte ich die Vorausetzung nicht erfüllt in den letzten 10Jahren 8Jahre keine Pflichtbeiträge geleistet zu haben. Die 35 jährige Wartezeit wäre vorhanden. Was nun???
Schönen Gruß Carlos

von
Happy

Nachtrag zum Nachtrag...

Also wenn es so ist, wie Sie es schildern, dann müsste es eigentlich zum 60. Geburtstag mit der Rente klappen.

Emfpehle jedoch dringend um das explizit abzuklären, ein Beratungsgespräch in einer Beratungsstelle der DRV.
Dort kann dann geprüft weren, ob alle Meldungen vorliegen und die Mitarbeiter kontrollieren auch nochmal die Anspruchsvoraussetzungen. So haben Sie auf alle Fälle die Kontrolle und wissen worauf Sie slbst achten müssen.

MfG
Happy

von
Happy

Lieber Carlos,

wenn Sie vorhaben mit 63 die Altersrente zu beantragen, dann reichen die 35 Jahre vollkommen aus. Das wäre dann die Altersrente für langj. Versicherte.
Allerdings sollten Sie prüfen lassen, ob mit 60 schon ein Rentenbezug möglich ist. Hier will ich jetzt mal von der 8/10 Belegung absehen. (Wurde hier schon mehrfach -versucht- zu erklären.

MfG
Happy
p.s: Tipp mit der Beratungsstelle steht noch!

von
carlos

Vielen Dank für die Tips, zuletzt gefragt, wo finde ich in Potsdam oder Berlin eine von ihnen empfohlene Beratungsstelle???
Danke & Gruß Carlos

von
Schade

das ist wirklich einfach:
links auf der Ihre Vorsorge Homepage finden Sie unter Service den Punkt Beratungsstellen - das anklicken und dann können Sie sich durchhangeln.

von
Realist

Siehe: www.ihre-vorsorge.de/Beratungsstellen.html

Experten-Antwort

Hallo Carlos,

aus den bisherigen Beiträgen entnehme ich, dass Sie womöglich auf 35 Jahre mit rentenrechtlichen Zeiten kommen aber in den letzten 10 Jahren vor dem möglichen Rentenbeginn mit 60 Jahren keine 8 Jahre Pflichtbeiträge nachweisen können. Daher gehe ich davon aus, dass in Ihrem Fall nur die Altersrente für langjährig Versicherte in Frage kommt. Diese Rente biginnt frühestens mit 63 Jahren und hätte für Ihr Geburtsdatum einen Abschlag von 8,1 % zur Folge. Bitte wenden Sie sich auf jeden Fall an eine Beratungsstelle in Ihrer Nähe, damit man Sie individuell aufklären kann, für welche Altersrenten die Anspruchsvoraussetzungen erfüllt sind.