Rentenanspruch Ost und West

von
Wolfgang Martin

Hallo,(von Experte/in Experten-Antwort ),
vielen dank. Mehr wollte ich nicht wissen und meine frage haben sie als einziger plausibel erklärt und somit beantwortet.
Ich denke wir können diese Diskussion beenden.
Vielen Dank auch an die Teilnehmer die dazu was zu sagen hatten, aber nicht konnten!

von
zelda

Sehr geehrte Experten,

ich muss Ihnen widersprechen: Die einschlägige Rechtsvorschrift ist nicht der § 256 a sondern § 259 a SGB VI.

Die Regelung des § 259 a SGB VI gilt allerdings nur für Versicherte, die vor dem 01.01..1937 geboren sind.

Aufgrund der Angaben von Herrn Martin ( Beschäftigung von 1966 bis 2012 ) vermute ich aber eher, dass dieser nicht vor dem 01.01.1937 geboren wurde und somit seine Beitragszeiten im Beitrittgebiet auch mit Entgeltpunkten (Ost) bewertet werden (eben nach § 256 a SGB VI)

MfG

zelda

von
Wolfgang Martin

Hallo zelda,
nun bin doch etwas verwirrt. Was ist nun richtig. Habe mir die einschlägigen §§en durchgelesen, nicht so recht schlau geworden. Bin jahrgang 1949 und bis 05.11.89 Ost und ab 10.12.89 bis 31.12.2012 West. Und ab 01.01.2013 Altersrente.
Gruß
W.Martin

von
zelda

Hallo Herr Martin,

nach nochmaliger Recherche muss ich meine Antwort revidieren.
Im Ergebniss hat der Experte Ihnen die zutreffende Antwort gegeben, m.E. jedoch bei der Nennung der Rechtsgrundlage etwas "danebengehauen".

Zutreffend ist für Sie der § 254 d SGB VI. Danach werden nach Absatz 1 grundsätzlich für Beschäftigungszeiten im Beitrittsgebiet Entgeltpunkte (Ost) ermittelt. Diese Entgeltpunkte (Ost) werden mit dem aktuellen Rentenwert(Ost) vervielfacht und werden entsprechend angepasst.

Für Sie gilt jedoch die Ausnahmevorschrift des Absatzes 2 des § 254 d. Danach werden aus Ihren Beitragszeiten (Ost) bis zum 05.11.1989 keine Entgeltpunkte (Ost) zugeordnet, da Sie Ihren Wohnsitz am 18.05.1990 bereits in den alten Bundesländern hatten.

Sie haben somit für Ihre gesamte Tätigkeit "Ost" + "West" Entgeltpunkte und keine Entgeltpunkte (Ost) erhalten.

Diese Entgeltpunkte für Ihre Zeiten bis zum 05.11.1989 werden somit ebenfalls mit dem (auch nach der diesjährigen Rentnenanpassung immer noch höheren) aktuellen Rentenwert "West" vervielfacht.

Im Ergebnis wäre es für Sie somit eher negativ, wenn Ihre Beitragszeiten "Ost" mit Entgeltpunkten (Ost) bewertet werden würden, da der aktuelle Rentenwert (Ost) auch nach der diesjährigen Anpassung um 3,29 % immer noch geringer als der aktuelle Rentenwert "West" ist.

MfG

zelda

von
Dorbert

Zitiert von: zelda

Hallo Herr Martin,

nach nochmaliger Recherche muss ich meine Antwort revidieren.
Im Ergebniss hat der Experte Ihnen die zutreffende Antwort gegeben, m.E. jedoch bei der Nennung der Rechtsgrundlage etwas "danebengehauen".

Zutreffend ist für Sie der § 254 d SGB VI. Danach werden nach Absatz 1 grundsätzlich für Beschäftigungszeiten im Beitrittsgebiet Entgeltpunkte (Ost) ermittelt. Diese Entgeltpunkte (Ost) werden mit dem aktuellen Rentenwert(Ost) vervielfacht und werden entsprechend angepasst.

Für Sie gilt jedoch die Ausnahmevorschrift des Absatzes 2 des § 254 d. Danach werden aus Ihren Beitragszeiten (Ost) bis zum 05.11.1989 keine Entgeltpunkte (Ost) zugeordnet, da Sie Ihren Wohnsitz am 18.05.1990 bereits in den alten Bundesländern hatten.

Sie haben somit für Ihre gesamte Tätigkeit "Ost" + "West" Entgeltpunkte und keine Entgeltpunkte (Ost) erhalten.

Diese Entgeltpunkte für Ihre Zeiten bis zum 05.11.1989 werden somit ebenfalls mit dem (auch nach der diesjährigen Rentnenanpassung immer noch höheren) aktuellen Rentenwert "West" vervielfacht.

Im Ergebnis wäre es für Sie somit eher negativ, wenn Ihre Beitragszeiten "Ost" mit Entgeltpunkten (Ost) bewertet werden würden, da der aktuelle Rentenwert (Ost) auch nach der diesjährigen Anpassung um 3,29 % immer noch geringer als der aktuelle Rentenwert "West" ist.

MfG

zelda

von
Dorbert

Zitiert von: zelda

Hallo Herr Martin,

nach nochmaliger Recherche muss ich meine Antwort revidieren.
Im Ergebniss hat der Experte Ihnen die zutreffende Antwort gegeben, m.E. jedoch bei der Nennung der Rechtsgrundlage etwas "danebengehauen".

Zutreffend ist für Sie der § 254 d SGB VI. Danach werden nach Absatz 1 grundsätzlich für Beschäftigungszeiten im Beitrittsgebiet Entgeltpunkte (Ost) ermittelt. Diese Entgeltpunkte (Ost) werden mit dem aktuellen Rentenwert(Ost) vervielfacht und werden entsprechend angepasst.

Für Sie gilt jedoch die Ausnahmevorschrift des Absatzes 2 des § 254 d. Danach werden aus Ihren Beitragszeiten (Ost) bis zum 05.11.1989 keine Entgeltpunkte (Ost) zugeordnet, da Sie Ihren Wohnsitz am 18.05.1990 bereits in den alten Bundesländern hatten.

Sie haben somit für Ihre gesamte Tätigkeit "Ost" + "West" Entgeltpunkte und keine Entgeltpunkte (Ost) erhalten.

Diese Entgeltpunkte für Ihre Zeiten bis zum 05.11.1989 werden somit ebenfalls mit dem (auch nach der diesjährigen Rentnenanpassung immer noch höheren) aktuellen Rentenwert "West" vervielfacht.

Im Ergebnis wäre es für Sie somit eher negativ, wenn Ihre Beitragszeiten "Ost" mit Entgeltpunkten (Ost) bewertet werden würden, da der aktuelle Rentenwert (Ost) auch nach der diesjährigen Anpassung um 3,29 % immer noch geringer als der aktuelle Rentenwert "West" ist.

MfG

zelda

von
Hermann Bredenfeld

Eine interessante Nachricht kam heute durch:

Die Zyprische Regierung versucht ihre momentane Haushaltskrise auch so zu beheben, indem sie die Rentenkasse anzapft.

Man sieht, der Rückgriff auf die Rentenkasse zur Behebung staatlicher Notlagen durch die Politik hat System und ist nicht nur auf deutsche Politiker beschränkt.

Umso mehr sollte man dies bei der Planung seiner Altersvorsorge berücksichtigen.

von
Wolfgang Martin

Hallo zelda,
nochmals vielen Dank für ihre Antworten. Nun bin ich soweit zufrieden und hatte eben auch ein bisschen Glück vor dem 18.05.90 in die "alten Bundesländer" gekommen zu sein.
Gruß
W.Martin

von
Wutbrummer

Zitiert von: ...

Zitiert von: Nichtwähler

Ich bin dabei, obwohl ich noch kein Rentner bin, mir aber diese Rentenerhöhung an meiner bisher erreichten Rente auch abgeht und ich die Ungerechtigkeit in Deutschland nicht mehr ertragen kann, denn im Osten sind die Mieten und Lebensunterhaltungskosten weitaus geringer als im Westen und ich muss mich fragen für was ich bisher mit meinem Arbeitgeber über 200.000 Euro in die Rentenkasse einbezahlt habe!

Un wovon träumen Sie nachts? Klar is München, Frankfurt, Hamburg teur ... aber eben auch teurer als Bielefeld, Osnabrück oder Paderborn und nicht nur teurer als Dresden, Leipzig oder Rostock
Und was ist an den Lebenshaltungskosten im Osten günstiger? (Benzin?,Strom?, Wasser?, Lebensmittel?) ... manche Leute denken nicht mal bis zum Tellerrand.

ürlich, seit die Ruinenähnlichen Wohneinheiten mit Westgeld bewohnbar gemacht wurden, können auch dies wieder mit normalen Mieten rechnen. Aber was nützt das alles?

von
Johannes der Säufer

Alles schön und gut. Doch im Endeffekt wird sich nichts daran ändern. Denn im Endeffekt tut, außer hier klagen, keiner was dagegen. Und am wenigsten von denjenigen, die hier am lautesten schreien und klagen.

Wie heißt es so schön: Die Hunde bellen aber die Karwane zieht weiter oder so ähnlich.