Rentenansprüche aus Versorgungsausgleich

von
schreiberin

hallo,
wie sieht es eigentlich aus, wenn man seine ansprüche aus dem versorgungsausgleich nach dem verfahren zu geld machen möchte, um seine immobilienschulden damit zu reduzieren (bei mir steht demnächst das ende der zinsbindung an und ich könnte kapital gut gebrauchen)? von meinem mann erhalte ich die hälfte seines rürup-guthabens und anteile seiner zwei bav-verträge. bin ich gezwungen, das geld dort und in dieserm form bis zur rente liegenzulassen oder kann ich die verträge auch kündigen? alternativ würde ich wenn, ich schon nicht flüssig machen kann, das geld am liebsten in die gesetzliche einzahlen lassen. geht das?
gruss von der schreiberin

Experten-Antwort

Nach § 10 VersAusglG gilt seit 01.09.2009 der Grundsatz der internen Teilung. Jedes System teilt somit die in der Ehezeit erworbenen Ansprüche. Das Familiengericht entscheidet hierüber im Einzelnen. Manche Versorgungsträger kennen von diesem Grundsatz Ausnahmen. Eine vorzeitige Auszahlung der übertragenen Anrechte ist meiner Kenntnis nach nicht möglich. Ob nach durchgeführtem Versorgungsausgleich noch eine Abänderung in Form einer externen Teilung möglich ist, sollte mit dem Familiengericht besprochen werden. Waren Sie im Scheidungsverfahren in der gesetzlichen Rentenversicherung ausgleichspflichtig, können Sie diese Minderung durch eine Beitragszahlung wieder auffüllen.