Rentenansprüche Frauen

von
Michl

Ich bin entsetzt und bitte darum diesen Beitrag nicht zu löschen, da er wirklich die Rente betrifft. Heute Morgen las ich in der Tageszeitung das eine Mutter, die ihr Kind vor 1992 auf die Welt brachte, pro Kind einen zusätzlichen Rentenanspruch in Höhe von € 27,47 und eine Mutter ab 1992 dagegen € 82,41 hat, dies ist diskriminierend da die Frauen früher auch nicht weniger als die heutigen Frauen gearbeitet haben.

Wieso gibt es so einen gewaltigen Unterschied, sind die vor 1992 schlechtere Menschen als die nach 1992 Geborenen und weshalb wird so vieles für die heutigen Müttern getan, was früher nicht der Fall war denn auch meine Ehefrau hat schwer gearbeitet aber nicht die Betreuungsleistungen von heute gehabt.

Wo bleibt hier die Gleichbehandlung?

von
Christa

Da gebe ich Ihnen Recht. Meiner Meinung nach widerspricht dies dem Gleichheitsgrundsatz. Außerdem konnten viele Mütter bei Erziehung vor 1992 höchstens Teilzeit arbeiten, da es zu dieser Zeit noch keinen Rechtsanspruch auf einen Kindergartenplatz gab. Kindererziehungsleistung sollte daher für alle Kinder in der Rente gleich bewertet werden.

von
Miriam

Natürlich widerspricht diese Regelung der Gleichbehandlung!

Diese Regelung gibt es aber bereits seit 1992, warum hat sich die letzten zwanzig Jahre kaum jemand darüber aufgeregt??

von
Christa

Es haben sich die Frauen schon lange darüber aufgeregt. Soweit ich weiß lief bereits eine Klage vor dem Bundesverfassungsgericht!

von
Silvia Reisker

Warum konnte meine Mutter schon mit 60 in Rente gehen und ich muß 7 Jahre !!!!!!!!!!! länger arbeiten. Kann erst mit 67 in Rente gehen.

Das ist auch Diskriminierung aufgrund meines Geburtsdatums.

Wieso gibt es für nach 1961 geborene Frauen keine Berufsunfähigkeitsrente mehr ?

Das ist auch Diskriminierung aufgrund meines Geburtsdatums.

Silvia Reisker

von
Michl

@ Silvia Reisiker@

da meine Ehefrau Jahrgang 1952 ist bekommt sie die Rente nicht mit 60 Jahren und die Jahrgänge davor mit 18 % Abschlag.

http://vdk.de/cgi-bin/cms.cgi?ID=de26643

von
Silvia Reisker

Egal wie man es dreht und wendet.

Für mich als junge Generation rentiert sich Arbeiten wegen der Rente schon lange nicht mehr.

Wir werden sowieso alle Aufstocker.
40 Jahre privat vorsorgen, damit man dann später ein Paar Kröten mehr kriegt ?
Die sind so was von realitätsfern die in Berlin, die sollte man alle in eine geschlossene Anstalt stecken.

Silvia Reisker

von
Christa

Na, dann probieren Sie's doch mal mit Kindern :-)! Bei Geburten ab 1992 bekommen Sie pro Kind 3 Entgeltpunkte gutgeschrieben. Ein Entgeltpunkt entspricht einem Bruttojahrenverdienst von 30.506 €. Wäre doch ein Gedanke wert!

von
Silvia Reisker

Nein Danke !
Der "Generationenvertrag" wurde sowieso schon längst von Berlin ausgehebelt, also für was noch Kinder ?

So egoistisch bin ich nicht, dass ich wegen meiner Rente Kinder bekomme.
Für Kinder sehe ich keine Zukunft.
Viele in meiner Verwandschaft arbeiten auf prekärem Lohnniveau, kaum einer bekommt noch einen festen Vertrag.
Oder müssen an den letzten Zipfel der Erde um noch vernünftig Geld zu verdienen.
So was kann Frau seinen Kindern nicht zumuten.

Silvia Reisker

von
Trudel

Haloo

Recht haben sie
Von Kindern die wegen Verdienst in das Ausland müßen von denen hat man nichts mehr.
Ich bin pflegebedürftig und habe meinen Sohn schon seit über 10 Jahren nicht mehr gesehen.
Warum habe ich den überhaupt bekommen ?
Der jahrelange Stress damit.
Jetzt stehe ich mit meiner mikrigen Rente trotzdem alleine da.

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Michl,

der Gesetzgeber hat die Berücksichtigung von Kindererziehungszeiten von einem Jahr pro Kind zum 01.01.1986 eingeführt. Durch das Inkrafttreten des Sozialgesetzbuches VI zum 01.01.1992 wurde die Anerkennung der Kindererziehungszeiten auf 3 Jahre pro Kind, welches ab 1992 geboren wurde, erhöht.
Wir können Ihnen in diesem Forum lediglich die geltende Rechtslage erläutern, nicht aber Stellungnahmen abgeben, ob es sich hier um eine Ungleichbehandlung handelt.
Bitte warten Sie das Ergebnis der aktuellen Diskussion zu diesem Thema ab.

von
Ladybird

Zitiert von: Silvia Reisker

Nein Danke !
Der "Generationenvertrag" wurde sowieso schon längst von Berlin ausgehebelt, also für was noch Kinder ?

So egoistisch bin ich nicht, dass ich wegen meiner Rente Kinder bekomme.
Für Kinder sehe ich keine Zukunft.
Viele in meiner Verwandschaft arbeiten auf prekärem Lohnniveau, kaum einer bekommt noch einen festen Vertrag.
Oder müssen an den letzten Zipfel der Erde um noch vernünftig Geld zu verdienen.
So was kann Frau seinen Kindern nicht zumuten.

Silvia Reisker

Genau, das wäre echt das Letzte was ich wollte. Meine Kinder als Kanonenfutter für diese FDP-Kapitalisten und Maschmeyers.

Das kann man seinen Kindern nicht antun.

von
Oma Brentano

In der Tierwelt ist es so, daß die Eltern die Anzahl ihrer Kinder den Futtermöglichkeiten anpassen.

Warum sollten wir Menschen es nicht anders tun, vor allem dann, wenn wir den Kindern nichts mitgeben können (zum Beispiel mit einem entsprechenden Erbe)?

Ich hielt es echt nicht im Kopfe aus, wenn ich mir meine Kinder als Geringverdiener, Teilzeitbeschäftigte, Minirentner, Vieljobsinhaber vorstellen müßte, die so kaum über die Runden kommen.

von
Schießl Konrad

[quote=169293]
Ich bin entsetzt und bitte darum diesen Beitrag nicht zu löschen, da er wirklich die Rente betrifft. Heute Morgen las ich in der Tageszeitung das eine Mutter, die ihr Kind vor 1992 auf die Welt brachte, pro Kind einen zusätzlichen Rentenanspruch in Höhe von € 27,47 und eine Mutter ab 1992 dagegen € 82,41 hat, dies ist diskriminierend da die Frauen früher auch nicht weniger als die heutigen Frauen gearbeitet haben.

Wieso gibt es so einen gewaltigen Unterschied, sind die vor 1992 schlechtere Menschen als die nach 1992 Geborenen und weshalb wird so vieles für die heutigen Müttern getan, was früher nicht der Fall war denn auch meine Ehefrau hat schwer gearbeitet aber nicht die Betreuungsleistungen von heute gehabt.

Wo bleibt hier die Gleichbehandlung?

Die Gleichberechtigung besteht darin, dass
für alle Geburten ab 1992 ab 1.7.2012 pro
Geburt drei Entgeltpunkte angerechnet werden, bis 30.6.12 gelten 27,47 Rentenwert.
Hat also jemand-meine Frau-bis 1991 5 Ge-
burten gelten für die Rente a) 27,47 Euro derzeit 137,36 mehr Bruttorente mtl.

Wären diese 5 Geburten ab 1992 gewesen
137,36 x 3 EU.412,08, bzw. ab 1.7.12
und 28,07 Rentenwert 140,35 monatlich,bei Geburten ab 1992 15 Entgelt-
punkte und 421,05 monatliche Rente.

Nur zur Beruhigung, es gab ja auch Zeiten
da wurden Geburten bei der Rente über-
haupt nicht berücksichtigt.

Nochmals auch hier der Hinweis, viele Frauen
gingen früher keiner versicherungspflichtigen
Tätigkeit nach, zahlten folglich nichts in die
Rentenkasse und es entstand erst für 5
Geburten für die Kinder ein Rentenanspruch.

Hier lohnt sich unter Umständen eine mö-
gliche Beitragsnachzahlung um doch noch
für die Kindererziehungszeiten Rente zu erhalten.
Bei 4 Geburten ist dies mit 65 Jahren oder
auch später möglich.
Der Preis hierfür ist bei derzeit 19,60% Ge-
samtbeitrag Euro 78,40 monatlich x 12 ist
940,80 Nachzahlung, bei nur 3 Kindern eben 1881,60 Nachzahlung um eine monatliche Rente von 28,07 x 4 Kinder
von 112,28, bei 3 Kindern 28,07 x 3 Euro
84,21 zu erhalten, wird die Rente jährlich erhöht, etwas höher der EP. von 28,07 EU.

Derzeit zahlt der Staat aus Steuermitteln bei
vorerst 32466 Jahres Durchschnittsverdienst
( 32466 x 19,6%) 6359,42 Beitrag in die
Rentenkasse, auch das darf einmal gesagt
werden.

von
Nerys

Im Grunde ein Unding: Ein Rentensystem, das nur funktioniert, wenn Frauen Kinder kriegen.

Gibt es da nichts Besseres?

Da haben uns die Politiker ganz schön auflaufen lassen.

von
Mechthilde

Zitiert von: Silvia Reisker

Nein Danke !
Der "Generationenvertrag" wurde sowieso schon längst von Berlin ausgehebelt, also für was noch Kinder ?

So egoistisch bin ich nicht, dass ich wegen meiner Rente Kinder bekomme.
Für Kinder sehe ich keine Zukunft.
Viele in meiner Verwandschaft arbeiten auf prekärem Lohnniveau, kaum einer bekommt noch einen festen Vertrag.
Oder müssen an den letzten Zipfel der Erde um noch vernünftig Geld zu verdienen.
So was kann Frau seinen Kindern nicht zumuten.

Silvia Reisker

Und wenn man dann selbst als Erwachsener mit Problemen bei der Arbeit bzw mit dem Geld oder gar mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hat, wird es echt schwer. Man kann dann den Kindern kaum helfen.