RENTENANTRAG mit BEHINDERUNG

von
oller

Hallo, im Februar 2011 mußte ich meinen Rentenantrag vorzeitig wegen Altersteilzeit stellen . Da ich einen Grad der Behinderung von 30 % hatte , und mein Gesundheitszustand nicht besonders erschien, wurde mir bei der Antragstellung der Rente angeraten , den Rentenantrag mit und ohne Behinderung zu stellen.
Einen Verschlimmerungsantrag habe ich damals sofort gestellt ,nach erneuten Arztbesuchen , habe ich einen erneuten Bescheid bekommen der aber nur auf einen Grad der Behinderung von 40 % bescheinigt.
Da sich die Gesamtsumme aller Krankheiten auf 100 erhöht hat , wurde mir trotz Widerspruch nicht mehr bewillig.
Gibt es ab 50 % steuerliche Änderungen
Kann ich den doppelten Antrag wieter bei der DRV laufen lassen .
Lohnt sich der Weg zum Sozialgericht mfg Oller

von
Karlotto

Zitiert von: oller

Hallo, im Februar 2011 mußte ich meinen Rentenantrag vorzeitig wegen Altersteilzeit stellen . Da ich einen Grad der Behinderung von 30 % hatte , und mein Gesundheitszustand nicht besonders erschien, wurde mir bei der Antragstellung der Rente angeraten , den Rentenantrag mit und ohne Behinderung zu stellen.
Einen Verschlimmerungsantrag habe ich damals sofort gestellt ,nach erneuten Arztbesuchen , habe ich einen erneuten Bescheid bekommen der aber nur auf einen Grad der Behinderung von 40 % bescheinigt.
Da sich die Gesamtsumme aller Krankheiten auf 100 erhöht hat , wurde mir trotz Widerspruch nicht mehr bewillig.
Gibt es ab 50 % steuerliche Änderungen
Kann ich den doppelten Antrag wieter bei der DRV laufen lassen .
Lohnt sich der Weg zum Sozialgericht mfg Oller

Eine Rente wegen SB greift erst ab einem GdB von 50.

Steuerfreibeträge:

25 und 30 310 EUR
35 und 40 430 EUR
45 und 50 570 EUR
55 und 60 720 EUR
65 und 70 890 EUR
75 und 80 1.060 EUR
85 und 90 1.230 EUR
95 und 100 1.420 EUR

von
KSC

Wegen was wollen Sie vor dem SG klagen? Wegen der 40% oder weswegen sonst.

Ob sich das lohnt? Wer soll das im Forum sagen, ob Sie "höhere Prozente" bekommen?

Und was meinen Sie mit doppeltem Antrag bei der DRV?

Sie sagen doch, dass Sie bereits im Februar 2011 Rente beantragt haben, der Antrag ist doch längst durch? Oder nicht? Somit dürfte der "käse doch gegessen" sein.

Dass Sie ab xx.xx.xxxx in Rente gehen wollen haben Sie doch schon damals als Sie(!) den Altersteilzeitantrag beim Arbeitgeber gestellt hatten in Kauf genommen. Und damals waren Sie nicht schwerbehindert und konnten auch nicht davon ausgehen später 50% zu bekommen.
Was wollen Sie denn?

von
oller

Ganz einfach ist meine Antwort zu ihrer Frage. Bei der ganzen Antragstellung ,ob, Altersteilzeit in der Firma, Rentenantrag stellung , wurde ich so ist meinen Meinung aufs Glatteis geführt.
Aus gesundheitlichen Gründen habe ich nur noch diesen Schritt getan , Bei der doppelten Antragstellung wurde mir gesagt , bei einer höheren Schwerbehinderung ,bekommen sie etwas mehr Rente. Ich habe nach 45 jahren ununterbrochenr Arbeit mit den Abzügen eine Rente von 740 Euro und da ist mir jeder Cent wertvoll.

von
zelda

Hallo,

ich versuche mal zusammenzufassen:

Sie haben im Februar 2011

a) einen Antrag auf Altersrente nach Altersteilzeit und

b) einen Antrag auf Altersrente für schwerbehinderte Menschen gestellt.

("doppelter Antrag")

Die Altersrente nach Altersteilzeit sollten Sie bereits erhalten, diese Rente hat jedoch mehr Abschläge als eine etwaige Rente für schwerbehinderte Menschen. Daher würde eine Altersrente für schwerbehinderte Menschen etwas höher sein.

Über Ihren Antrag auf Altersrente für schwerbehinderte Menschen konnte noch nicht entschieden werden, das Sie den GdB von mindestens 50 % noch nicht erhalten / nachgewiesen haben.

Die zweite Hälfte Ihres "doppelten" Antrages sollte also noch offen sein- diesen können Sie
zunächst weiter laufen lassen:

Wenn Sie die 40 % im Widerspruchsbescheid zuerkannt bekommen haben, dann hilft nur noch der Gang vor das Sozialgericht, um auf mindestens 50 % zu kommen- Erfolgsaussichten allerdings ungewiss. Von wann ist eigentlich der Widerspruchsbescheid ?? - Da gibt es Fristen für eine Klage vor dem Sozialgericht !!

Für die Rente lohnt sich das jedoch nur, wenn im Endeffekt dort festgestellt wird, dass die Schwerbehinderung (= mindestens 50 % ) bereits mindestens zu Beginn der Altersrente wegen Altersteilzeit vorgelegen hat.

Nur dann kann Ihnen die Rentenversicherung eine Altersrente für schwerbehinderte Menschen aufgrund Ihres Antrags vom Februar 2011 zahlen.

Wird dagegen festgestellt, dass die Schwerbehinderung erst danach vorlag / vorliegt, nützt Ihnen das für die Rente nichts mehr- eine Wechsel von einer Altersrente in eine andere Altersrente ist nicht möglich.

Also wenn Sie vor das Sozialgericht ziehen, dann beachten Sie bitte diesen Umstand.

P.S. Dass man Sie bei der Rentenantragstellung aufs Glatteis geführt wurden, kann ich so nicht erkennen- was hätten Sie denn damals erwartet ? - Nur den Antrag auf Altersrente für schwerbehinderte Menschen stellen und dann Jahre abwarten, bis Ihnen die 50 % zuerkannt werden ???. Da war die "vorläufige" Zahlung der Altersrente nach Altersteilzeit doch die bessere Lösung...

Ferner: Die Anzahl der Arbeitsjahre hat mit der Rentenhöhe weniger zu tun, wichtig ist, wieviel Sie in diesen Jahren verdient und somit in die Rentenversicherung eingezahlt haben.

MfG

zelda

von
oller

Danke Zelda für die Antwort. Bereits im vorraus der Rentenantragstellung Februar 2011hatte ich einen Gb 30%und einen Verschlimmerungsantrag beim Landesverwaltungsamt gestellt.Ab Juni 2011 beziehe ich schon Altersrente ,durch neue Arztbesuche und Widersprucheinlegung bekam ich am 10,7,2012 eine Erhöhung auf 40% .Wie sie schon schrieben ist wohl der Weg zum Sozialgericht unnötig ,Danke für die Antwort oller

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Oller,
Sie haben angegeben, seit 6/2011 Altersrente nach Altersteilzeit zu beziehen. Da Sie auch Altersrente für schwerbehinderte Menschen beantragt haben, kann davon ausgegangen werden, dass im Rentenbescheid darüber entschieden wurde. Die Erhöhung auf 40 % haben Sie erst 7/2012 erhalten. Sollten Sie im Sozialgerichtsverfahren einen GdB von 50 % erreichen, wird sich die Feststellung auf Zeiten ab 7/2012 beschränken. Damit läge ein Wechsel von einer Altersrente in eine andere vor, der nach § 34 Abs. 4 SGB VI ausgeschlossen ist.

von
oller

Hallo Experte , ich merke schon mein Thema wird langsam kompliziert. .
Den Rentenantrag habe ich 1/4 jahr vor Rentenantritgestellt , Wie schon geschrieben habe ich dabei beide Anträge gestellt. Im Rentenbescheid steht , erhalten Sie von uns... Altersrente wegen Arbeitslosigkeit oder nach Altersteilzeit, Seite 3 steht Ihre Altersrente für Schwerbehinderte Menschen .Ihre Anspruchberechtigung sind ab 0.05. 2011 erfüllt.Genau wie Sie schreiben beginnt die Zahlung erst ab Erfüllung der Anspruchsvoraussetzung. Zu welchen Zeitpunkt entfällt denn der 2. Antrag , gruß oller

von Experte/in Experten-Antwort

Hallo Oller,
eine Altersrente für schwerbehinderte Menschen ist dann nicht mehr möglich, wenn der Bescheid für die Altersrente nach Altersteilzeit bestandskräftig geworden ist, und die Altersrente für schwerbehinderte Menschen später beginnt, als die bereits eingewiesene Altersrente.

von
oller

Hallo Experte ,danke für die Antwort. Sie haben mir Licht in meine Angelegenheit gebracht. Trotzdem muß ich sagen , die Auskunft der Mitarbeiterin war dann wohl nicht korrekt. Dadurch hatte ich viele Laufereien zu den Ärzten . Danke nochmal OLLer